Souveräner Heimsieg
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 24. Januar 2021
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – Kurpfalz Bären Ketsch 31:18
Bad Langensalza. (23.Jan.21/ Bernd Hohnstein/ Andreas Hofmann) Der Thüringer HC
gewinnt mit deutlichen 31:18 gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch.
Nach holprigem Start spielten die Gastgeberinnen ab der zwanzigsten Minute
ihre Erfahrungen aus und setzten die Gäste mit ihrem schnellen Spiel
unter Druck. Auf beiden Seiten vergaben die Mannschaften zahlreiche
Chancen. Marketa Jerabkova erzielte sechs Tore für den THC. Saskia
Fackel war mit vier Treffern beste Werferin der Bären. Mit einem
schnellen Tor eröffnete Kerstin Kündig das Spiel für den THC. Emma
Ekenmann Fernis scheiterte bereits in der dritten Minute von der
Strafwurflinie an Leonie Moormann. Nach fünf Minuten führte der
Gastgeber mit 3:0. Ketsch fand zu Beginn der Partie nicht die
richtigen Mittel gegen die offensiv agierende Mannschaft des THC.
Erst Cara Reuthal erzielte in der siebenten Minute per Siebenmeter
den ersten Treffer. Das Tor wirkte wie ein Weckruf in den Reihen der
Bären und sie glichen in wenigen Minuten zum 4:4 aus. Beim Thüringer
HC schlichen sich einige technische Fehler ein. Ketsch nutzte diese
für sich, um selbst in Führung zu gehen (4:5). Der Tabellenletzte
versteckte sich nicht. Im Gegenteil, sie rissen das Spiel an sich und
zwangen durch den 7:5-Führungstreffer Herbert Müller zum Team
Timeout. Zum Ende der achtzehnten Minute parierte Petra Blazek
bereits den zweiten Strafwurf gegen die Gäste, auf der Gegenseite
übernahm der THC wieder die Führung (8:7). Ketsch zeigte sich
gegenüber dem Favoriten unbeeindruckt und spielten bis zur 23.Minute
auf Augenhöhe. In der Schlussphase der ersten Halbzeit erhöhte der
Gastgeber den Druck und provozierte die Ketscher Spielerinnen zu mehr
Fehlern im Spielaufbau. Mit einer für den Spielverlauf
überraschenden 17:10-Führung ging es in die Halbzeitpause. In der
Kabine musste es wohl ernste Worte gegeben haben. Von Beginn an
agierte der THC druckvoller im Angriff und offensiv in der Abwehr
gegen die Ketscher Bären. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff baute der
Thüringer HC seine Führung zum 20:10 aus. Zählt man die erste
Spielhälfte mit, benötigten die Gäste rund fünfzehn Minuten für
den elften Treffer, während der THC selbst mit 23:11 in Führung
lag. Trotz allem vergab der THC immer wieder leichtfertig eigene
Chancen, so scheiterte Marketa Jerabkova zweimal hintereinander von
Strafwurflinie. Nach ihrem zweiten Versuch fand zumindest der
abgefangene Abpraller noch den Weg ins Tor der Bären. Im dritten
Siebenmeterversuch platzierte sie den Ball direkt ins rechte obere
Eck zum 26:12. Neben sehenswerten Paraden trug sich Marie Skurtveit
Davidsen nach dem Treffer zum 28:13 in die Torschützenliste ein.
Nach dem Tempogegenstoßtor von Ina Großmann zum deutlichen 31:14,
parierte Laura Kuske ihren ersten Strafwurf gegen die Ketscher Bären.
Die Gäste betrieben in den letzten drei Minuten Ergebniskosmetik und
verkürzten zum Endstand von 31:18.
Halbzeit: 17:10.
Schiedsrichter: Jennifer Eckert,
Maria Ludwig.
Zuschauer: keine (Salza-Halle).
Siebenmeter: THC 3/6, Ketsch
2/7.
Zeitstrafen: THC 3, Ketsch 4.
Thüringer HC: Kuske, Davidsen
1, Blazek – Ekenman-Fernis 3, Scheffknecht 2, Iskit 4, Großmann 3,
Rühl 2, Kündig 4, Huhnstock, Neidhart 2, Jerabkova 6/3, Huber 4.
Ketsch: Moormann 1, Wiethoff –
Herrmann, Feiniler 1, Haupt, Brand 2, Sommerrock 1, Marmodee, Fackel
4/1, Reuthal 2/1, Winnewisser 1, Möllmann, Filmar, Bühl, Engelhardt
3, Eckhardt 3.
thueringer-hc
23.Jan.21 / Bernd Hohnstein / Andreas Hofmann - Foto: Franziska J. Braun (Archiv)