THC chancenlos
Geschrieben von
y4u am
Montag, 28. Dezember 2020
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – BVB Dortmund 30:36
Bad Langensalza. (27.Dez.20/ Martin Holzheier) Der Thüringer HC musste sich dem BVB
09 Dortmund mit 30:36 geschlagen geben. Von Beginn an fanden die
Gastgeberinnen kein Mittel gegen den Angriffsdruck der Gäste, die im
Spielverlauf ihren Vorsprung bis auf zwölf Tore ausbauen konnten.
Beste Werferin für den Thüringer HC war Emma Ekenman Fernis mit
sechs Treffern. Mit sieben Toren war Tessa van Zijl beste Schützin
für die BVB-Damen. Nach der langen Bundesligapause durch die
Handball Europameisterschaft der Frauen empfing der Thüringer HC den
ungeschlagenen Tabellenführer BVB 09 Dortmund zum Spitzenspiel des
elften Spieltages. Andre Fuhr betonte im Vorfeld bei Eurosport, dass
er auf jeden Fall beide Punkte mit nach Hause nehmen will. Den ersten
Angriff konnte der THC wegen eines technischen Fehlers nicht
erfolgreich abschließen. Marie Davidson verhinderte zwei Mal eine
mögliche schnelle Gästeführung. Von der Strafwurflinie erzielte
Marketa Jerabkova den 1:0 Führungstreffer. Nach drei Minuten ging
dann der BVB durch Jennifer Gutierrez in Führung, der THC fand gegen
die schnellen Konter der Dortmunderinnen kein Mittel. Nach sieben
Minuten konnte Marketa Jerabkova den Anschluss zum 3:4 wieder
herstellen. Die Gäste antworteten prompt. Die Abwehr der
Thüringerinnen war zu löchrig und der BVB konnte nach zehn Minuten
auf 4:7 davonziehen. Beim Stand von 8:11 nahm Herbert Müller Mitte
der ersten Halbzeit seine erste Auszeit, um die Abwehr die ihm zu
langsam agierte, zu ordnen. Eine Minute später erhöhte der Gast
erstmals auf vier Tore, Kelly Dulfer netzte zum 8:12 ein. Die
Gastgeberinnen bekamen die Dortmunderinnen nicht in den Griff, die
ihre Angriffe geduldig ausspielten. Vorn musste sich die sonst
sichere Marketa Jerabkova an der Strafwurflinie gegen Isabell Roch
geschlagen geben. Knapp zehn Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit
war Herbert Müller gezwungen seine zweite Grüne Karte legen. Der
BVB war da bereits ohne viel Mühe auf 8:14 davon gezogen. Vor allem
die Chancenverwertung seiner Mannschaft war nicht nach den
Vorstellungen des THC-Trainers. Die Gäste spielten weiter ihr
schnelles Angriffsspiel und bauten die Führung auf sechs Tore aus
(9:15). Die Schwächen des Thüringer HC waren zu offensichtlich und
diese nutzten die Gäste für sich, um bis zur Halbzeit auf ein
deutliches 13:19 davonzuziehen. Der THC musste in der zweiten
Halbzeit mehr Druck aufbauen, um dem Gast noch einigermaßen Paroli
bieten zu können. Mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die
Dortmunderinnen, dass sie das Spiel nicht aus der Hand geben wollten
und Johanna Stockschläder erhöht auf 13:20. Die erste Zeitstrafe
des ansonsten fairen Spiels, gab es in der 33.Minute gegen Merel
Freriks. Kerstin Kündig konnte erst nach drei Minuten der zweiten
Spielhälfte endlich den nächsten Treffer für die Gastgeberinnen
erzielen (14:21). Im nächsten Angriff der Gäste kassierte nun auch
Josefine Huber ihre erste Zeitstrafe. Die Thüringerinnen vergaben
mehrfach leichtfertig ihre Torchancen und schafften es nicht, sich
gegen den Druck der BVB-Damen zu stellen. Kelly Vollebregt erzielte
in der 43. Minute den ersten Zehntorevorsprung für den BVB zum
27:17. Dem THC drohte nun eine empfindliche Niederlage, so dass
Herbert Müller in der 43.Minute bereits seine letzte grüne Karte
legte. Zehn Minuten vor Spielende hatten die Dortmunderinnen ihren
Halbzeitvorsprung verdoppelt und lagen mit 21:33 klar vorn. Die
Gastgeberinnen hatte einfach nichts mehr entgegenzusetzen. Sowohl
Asli Iskit als auch Lydia Jakubisova scheiterten mit ihren freien
Würfen. Andre Fuhr nahm in der 52.Minute nochmals eine Auszeit und
kündigte viele Wechsel an. Das Spiel war für ihn bereits gelaufen
und er war sicher, als Sieger vom Parkett zu gehen. Die Frauen des
THC mühten sich jetzt mehr, den Rückstand wieder unter zehn Tore zu
bringen. Marie Skurtveit Davidsen zeigte nach Wiedereinwechslung noch
einige gute Paraden, konnte die deutliche Niederlage jedoch nicht
verhindern. Einen Glanzpunkt setzte Ina Grossmann mit zwei
Gegenstoßtreffern in Folge zum 28:35. Den Schlusstreffer der Partie
setzte Emma Ekenman-Fernis per Strafwurf zum 30:36. Am Ende gewann
der BVB deutlich mit 36:30 und hat somit den ersten
Meisterschaftserfolg der HBF eindeutig im Blick. Der THC muss sich in
den nächsten Partien deutlich steigern, um die internationalenQualifikationsplätze erreichen zu können.
Halbzeit: 13:19.
Schiedsrichter: Martin Thöne,
Marijo Zupanovic.
Zuschauer: keine (Salza-Halle).
Siebenmeter: THC 5/6, BVB 2/3.
Zeitstrafen: THC 1, BVB 1.
Thüringer HC: Kuske, Davidsen,
Blazek – Ekenman-Fernis 6/4, Scheffknecht 2, Iskit 5, Großmann 3,
Rühl 3, Kündig 2, Jakubisova 2, Huhnstock, Neidhart, Jerabkova 5/1,
Huber 2.
BVB Dortmund: Duijndam, Roch,
ten Holte – Grijseels 5/1, Danielsson 1, van Zijl 7, Smits, Abdula
2/1, Stockschläder 3, Bermejo 3, Freriks 4, Dulfer 5, van der
Heijden 1, Vollebregt 3, Rode, Bleckmann 2.
thueringer-hc
27.Dez.20 / Martin Holzheier - Foto: Christian Heilwagen (Archiv)