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Sömmerda/Bad
Langensalza. (19.Aug.18/ Martin Holzheier) Innerhalb von 24
Stunden stand das THC-Bundesligateam gleich zweimal der Mannschaft
des französischen Meisters gegenüber. Beide Male zeigte sich, dass
das neu zusammengesetzte Team des deutschen Meisters vor allem noch
Reserven im mannschaftlichen Zusammenspiel hat. Im ersten Vergleich
mit dem französischen Champions League Teilnehmer Metz Handball
unterlag der Thüringer HC beim "1.Sömmerdaer Tag des
Handballs" mit 28:34 (12:14). Mit den Gästen reiste auch eine
"alte" Bekannte an. Manon Houette spielt inzwischen in der
zweiten Saison beim Gegner aus Metz. Die Unstruthalle war gut gefüllt
und die 600 Zuschauer erwarteten mit großer Freude und Spannung das
Topspiel des Tages. Gleich den ersten Angriff der Gäste entschärfte
Ann-Cathrin Giegerich mit einer tollen Parade. Die Torfrau des
Thüringer HC zeigte sich besonders in der Anfangsphase hellwach und
konnte einige Würfe der französischen Gäste parieren. Das erste
Tor der Partie erzielt Lydia Jakubisova in der 2.Minute für die
Gastgeberinnen. Im Angriff agierte der Thüringer Handball Club sehr
nervös und mit vielen technischen Fehlern. In der 7.Minute erhöht
Grâce Zaadi zum 1:3 für das Gästeteam. Herbert Müller bat seine
Damen bereits in der 9.Minute zum dringend notwendigen Gespräch, da
es sichtbar zu viele Nachlässigkeiten gab. Emily Bölk erzielte zwei
Minuten später das zweite Tor für den Thüringer Handball Club.
Ann-Cathrin Giegerich parierte zwischenzeitlich den zweiten
Strafwurf der Gäste und Alicia Stolle verkürzte auf 3:8.
Gästetrainer Emmanuel Mayonnade nahm in der 17.Minute seine erste
Auszeit. Beim THC wechselte Herbert Müller munter durch und testete
einige Aufstellungsvarianten. Metz Handball setzt seine Außen- und
Kreisspielerinnen immer wieder erfolgreich in Szene und erhöhte so
bis zur 21.Minute auf 5:11. Die Abwehr des deutschen Meisters zeigt
sich kurz vor der Pause weitgehend stabil, nur im Angriff fehlte nach
wie vor die Konzentration. Alexandra Mazzucco verkürzte zum 7:11 und
im Gegenzug traf Beatrice Edwige. In der letzten Minute vor dem
Halbzeitpfiff konnten die Thüringerinnen auf zwei Tore verkürzen,
mit 12:14 ging es in die Kabinen. Zum Auftakt in die zweite Halbzeit
nahm sich Emily Bölk den ersten Wurf für den Thüringer Handball
Club und verkürzte zum 13:15. Der Schlagabtausch wurde nun deutlich
offener. Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte zeigte sich
Ann-Cathrin Giegerich voll konzentriert und zeigte erneut tolle
Paraden. Gleich mehrfach fing sie den Ball ab und leitete den
Gegenstoß ein. Iveta Luzumova scheiterte in der 35. Minute mit einem
Strafwurf. Nach 42 gespielten Minuten bediente Emily Bölk sehenswert
Meike Schmelzer am Kreis, die zum 18:19 einnetzte. 15 Minuten vor
Ende holte Herbert Müller seine Damen zum zweiten Gespräch an die
Seitenlinie. Kristy Zimmerman hütete nun das Tor des Thüringer HC
und zeigte gleich ihre erste Parade. Im Angriff des THC lief es
deutlich besser und bei Metz gab es in dieser Phase des Spiels nun
auch technische Unzulänglichkeiten und Ballverluste. Emily Bölk,
die zum Strafwurf antrat, verkürzte auf 24:26. Beide Trainer nutzten
nochmals die Möglichkeit zum Team Time out. Mit einem gerechten
28:34 endete das erste Testspiel gegen Metz Handball. Beste Werferin
für den Thüringer HC war Emily Bölk mit zehn Toren. Für Metz
Handball netzten Grâce Zaadi und Marion Maubon je sechsmal ins
gegnerische Tor ein.Der zweite Vergleich innerhalb von 24 Stunden
endete mit einem klaren 27:20 (17:9) Erfolg für den französischen
Meister Metz Handball. Der deutsche Meister hatte lange Zeit große
Probleme, die mit mehreren Weltmeisterinnen bestbesetzte Gästeabwehr
auszuspielen. Der hochkarätige Gegner zeigte vor allem noch
vorhandene Schwächen im Zusammenspiel des THC-Angriffs auf. In der
mit über 450 Zuschauern gut gefüllten Salzahalle kam es innerhalb
von 24 Stunden zum erneuten Aufeinandertreffen zwischen dem Thüringer
Handball Club und dem französischen Meister Metz Handball. Im
heutigen Spiel wollte sich der THC vor eigenem Publikum für die
gestrige Niederlage revanchieren. Den ersten Treffer der Partie
markierte für die Gäste Xenia Smits, danach vernagelte erst einmal
Kristy Zimmerman ihr Gehäuse. Iveta Luzumova erzielte danach den
ersten Treffer für den Thüringer Handball Club, jedoch konnte der
französische Meister aufgrund von mehreren technischen Fehlern der
Gastgeberinnen auf 1:5 in der siebten Minute davonziehen, was Herbert
Müller zur ersten Auszeit zwang. Auch danach besserte sich das
Angriffsspiel des Thüringer Handball Clubs nicht, einzig Kristy
Zimmerman verhinderte, dass der Gast weiter davon zog. Nach elf
Minuten hatte der Trainer des THC erneuten Redebedarf und legte die
Auszeitkarte. Nach fünfzehn Minuten war der Gast jedoch bereits auf
3:11 davon gezogen, weil es den THC-Spilerinnen nicht gelang, eine
Lücke in der leichtfüßig arbeitenden Gästeabwehr zu finden und
der Erfolgmeit durch leicht erkennbare Einzelaktionen gesucht wurde.
Doch der THC gab sich noch nicht geschlagen und kam in der 20.Minute
durch einen Tempogegenstoß von Lydia Jakubisova zum 7:13 jetzt
besser ins Spiel. Daraufhin nahm der französische Trainer Emmanuelle
Mayonnade seine erste Auszeit. In der 25.Minute (7:15) verhinderte
Ann-Cathrin Giegerich durch einen gehaltenen Strafwurf, dass der Gast
weiter davon zog. Das mit fünf Weltmeisterinnen besetzte Star-Team
zeigte sich davon jedoch nicht beeindruckt und ging mit einer
17:9-Führung in die Halbzeitpause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit
nahm die Partie Tempo auf, der THC traf nun auch mehrfach aus dem
Rückraum - der französische Meister fand die Antwort nun über das
Spiel zum Kreis. Beim Stand von 12:19 in der 36.Minute nahm
Gästetrainer Emanuelle Mayonnade seine zweite Auszeit um die Abwehr
neu zu ordnen. In der 37.Minute hielt Ann-Cathrin Giegerich ihren
zweiten Strafwurf. Die starke Weltklasseabwehr der Französinnen ließ
bis zur 40.Minute (12:20) keinen Treffer mehr zu und die
Gastgeberinnen fanden kein Mittel, um den Ball einzunetzen. In der
50.Minute (17:23) verwandelte Iveta Luzumova in Unterzahl einen
Strafwurf, auf der Gegenseite konnte sich Ann-Cathrin Giegerich mit
dem dritten gehaltenen Siebenmeter auszeichnen. Fünf Minuten vor dem
Spielende zeigte auch die deutsche Nationalspielerin auf Seiten der
Gäste, Xenia Smits, ihre Stärke und netzte aus dem Rückraum
unhaltbar zum 26:18 aus Gästesicht ein. In den letzten Minuten
merkte man beiden Mannschaften an, dass die Kraft nachließen und man
auf den Schlusspfiff wartete. Nach sechzig Minuten hatte das schon
sehr gut eingespielte Team des französischen Meisters den zweiten
Vergleich klar mit 27:20 zu seinen Gunsten entschieden.Keine anonymen Kommentare möglich, bitte zuerst anmelden
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