Titel sieben im Visier
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 19. April 2018
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC
Erfurt. (19.Apr.18/ Roman Knabe) Am Samstag um 18 Uhr empfängt der Thüringer
HC den Buxtehuder SV. Noch fehlen zwei Siege bis zum großen
Saisonziel, Herbert Müller redet nicht gern darüber, es wäre eine
Riesensache für ihn persönlich, denn dann ist er zum zehnten Mal
Deutscher Meister, dreimal (2005, 2007 und 2008) mit dem 1.FC
Nürnberg und dann sieben Mal mit dem Thüringer HC. Ein Sieg im
Heimspiel gegen den Buxtehuder SV wäre der nächste Schritt dorthin.
Einfach ist der nicht, "Buxte"
hat einen Lauf, von den letzten zehn Spielen wurden acht gewonnen,
davon die letzten fünf in Folge, gegen Metzingen und Borussia
Dortmund gab es zwei Niederlagen. Herbert Müller zur Vorwoche: „Auch
in Bensheim/Auerbach hat die Mannschaft ihre Hausaufgabe souverän
gelöst. Wir wussten, dass Bensheim/Auerbach zuhause gefährlich ist
(immerhin haben dort Bietigheim und Metzingen Punkte gelassen),
deshalb haben wir uns akribisch darauf vorbereitet und im Training
noch einmal Gas gegeben. Mit dem Sieg sind wir sehr zufrieden, der
Kader war komplett im Einsatz, ich konnte voll rochieren. Besonders
gefreut hat sich Nina Schilk, dass sie zu ihrem ersten Einsatz in
einem THC-Pflichtspiel kam und gleich ihr erstes Tor im
Tempogegenstoß erzielen konnte. Es spricht für den Kollektivgeist,
dass alle, auch auf der Ersatzbank dieses Tor besonders bejubelt
haben.“ „Der Countdown läuft“, sagt Herbert Müller entspannt
mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Jedes Spiel bringt uns
dem Ziel näher. Die Spiele werden weniger. Der nächste Gegner ist
immer der schwerste. Gegen den Buxtehuder SV sowieso, die Mannschaft
steht souverän auf Platz drei, hat aber mit dem THC, Bietigheim und
Metzingen noch ein schweres Restprogramm. Die Norddeutschen können
aber aus eigener Kraft den dritten Platz absichern. Im Heimspiel
gegen Buxtehude will sich der THC im Top-Spiel des Spieltages noch
einmal vor dem eigenen Publikum beweisen. Buxtehude gehörte schon
beim Saisonstart zu den großen Vier der Liga. Die Mannschaft ist auf
allen Positionen erstklassig, sogar doppelt besetzt. Am Wochenende
erwartet die Zuschauer in der Salzahalle ein absolutes Spitzenspiel.
„Die Mannschaft möchte gern am Hinspiel in Buxtehude anknüpfen,
wo sie eine sehr starke erste Halbzeit gespielt hat und über eine
sehr sichere Abwehr mit zwei guten Torhüterinnen verfügte. Wichtig
ist ein schnelles Rückzugsverhalten gegen die Außen Lone Fischer
und Maike Schirmer, gegen den gefährlichen Rückraum mit Friederike
Gubernatis, Jessica Oldenburg und Emily Bölk gilt es konsequent
herauszutreten, um die Fernwürfe zu entschärfen.“, meint der
Cheftrainer. Für Emily Bölk wird es ihr letzter Auftritt im
BSV-Trikot in der Salzahalle und die Fans der Roten Wand werden den
THC-Neuzugang für die nächste Saison sicher überschwänglich in
Bad Langensalza begrüßen. Mit dem Buxtehuder SV begrüßen wir in
der Salzahalle ein Team, mit dem wir an gleicher Stelle schon
mehrfach um die Meisterschaft die Finalspiele bestritten und ganz
knappe Siege erfochten haben. Beide Teams kennen sich sehr gut und
begegnen sich mit gegenseitigem Respekt. Aber „Buxte“ hat uns
auch schon manchmal in eigener Halle besiegt. Sie sind allemal dazu
in der Lage, gegen jede Mannschaft der Bundesliga zu gewinnen. Sie
haben im Vorjahr den DHB-Pokal sogar in beim Gastgeber SG BBM
Bietigheim gewonnen. Somit ist der Gegner noch einmal ein Gradmesser
für die THC-Mannschaft, mit dem großen Ziel vor Augen. Deshalb will
das Team nochmal die Zügel anziehen, seinem Publikum in der
Salzahalle einen sportlichen Höhepunkt bieten, alles daransetzten,
dass die Punkte in Thüringen bleiben. Bei der gegenwärtigen
Tabellenkonstellation will Herbert Müller eine kleine
Favoritenstellung nicht von sich weisen, aber er weiß auch, um die
Spannung beim Kampf um Platz drei bis fünf, um die Teilnahme am
EHF-Cup, wo überhaupt noch nichts entschieden ist. Die TuS Metzingen
ist überraschend abgerutscht, und jetzt mischen Dortmund,
Leverkusen, auch Blomberg-Lippe und Frisch Auf Göppingen kräftig
mit. Unter diesem Gesichtspunkt sind alle Prämissen gegeben für ein
spannendes Handballspiel. Während die Sitzplätze längst vergeben
sind gibt es noch genügend Stehplätze. Die Mannschaft freut sich
auf eine volle stimmungsfreudige Halle.
thueringer-hc
19.Apr.18 / Roman Knabe
Titel sieben im Visier
Keine anonymen Kommentare möglich, bitte zuerst anmelden
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.