THC im Viertelfinale
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 02. November 2017
HANDBALL DHB-POKAL: Thüringer HC – HSG Blomberg-Lippe 24:16
Bad Langensalza. (01.Nov.17/ Stephanie Lapp) In der Achtelfinalpartie des DHB-Pokals
besiegte der Thüringer HC die HSG Blomberg-Lippe mit 24:16. Mit der
verletzt vom Nationalmannschaftslehrgang zurückgekehrten Saskia Lang
konnte eine weitere THC-Akteurin nicht eingesetzt werden, was die
Belastung für das thüringer Restteam noch einmal steigerte. Mit
zwei stark haltenden Torhütern im Rücken, ließ die THC-Abwehr pro
Halbzeit nur acht Gegentore zu. Erfolgreichste Werferinnen beider
Teams waren Iveta Luzumova (7/5) und Franziska Müller (3) und Tessa
van Zijl (3). Die Mannschaft des Thüringer HC zeigte von Beginn an,
wie ernst sie die Partie nahm und erkämpfte über eine aggressive
Abwehr den Ball. Im Angriff lief es aber nicht rund. Es dauerte fünf
Anläufe bevor Kapitänin Kerstin Wohlbold im eins-gegen-eins zum 1:0
traf (5.). Zuvor wurden bereits zwei Tempogegenstöße vergeben.
Blomberg tat sich ebenfalls schwer im Angriffsspiel, was vor allem an
der stabilen Abwehr der Gastgeberinnen lag. Nach neun Minuten konnte
die HSG über die schnelle Mitte durch Kira Schnack zum 2:2
ausgleichen. Es war eine hart umkämpfte Partie mit vielen
Zweikämpfen. Josefine Huber musste auf die Strafbank. Die Überzahl
nutzte Blomberg Lippe um mit 3:2 in Führung zu gehen. Trainer
Herbert Müller nahm ungewöhnlich früh seine erste Auszeit und bat
seine Mädels in der 13.Minute zum Gespräch. Der Thüringer HC
spielte nun mit der taktischen Variante der siebten Feldspielerin.
Dies brachte mehr Platz und Erfolg im Angriffsspiel. Die
Thüringerinnen konnten wieder mit 5:3 in Front gehen. Bereits nach
16 Minuten musste Josefine Huber zum zweiten Mal eine Zeitstrafe
absitzen und war damit rot gefährdet. Heute funktionierte endlich
einmal das Spiel über die Kreisposition – die Pässe kamen an und
entweder gab es den Torerfolg oder aber es gab den Strafwurfpfiff.
Die Gäste fanden in dieser Phase kein Mittel gegen die stabile
Abwehr des Thüringer HC. Klappte es doch einmal, parierte Dinah
Eckerle sehenswert. Nach neunzehn Minuten konnte Franziska Müller
den 4:7-Anschlusstreffer von der Linksaußenposition erzielen. Die
Partie blieb ausgeglichen, auch weil sich die Thüringerinnen gegen
die teilweise sehr offensive HSG-Abwehr schwer taten. Es fehlte die
Durchschlagskraft und die Treffsicherheit, auch weil Blomberg eine
sehr stabile Abwehr stellte. Die Gäste kämpften sich wieder heran
und Torhüterin Anna Monz konnte mit ihrem Treffer ins leere THC-Tor
ihr Team wieder auf Schlagdistanz bringen (7:9/25.). Beate
Scheffknecht sorgte mit zwei Rückraumkrachern wieder für die
Vier-Tore-Führung 11:7 und für mehr Sicherheit bei den
Gastgeberinnen. Solch einfache Tore fehlten dem THC bisher. Nach 29
Minuten versenkte Alexandra Manzucco den ersten THC-Tempogegenstoß
im gegnerischen Gehäuse. In die Kabinen ging es mit 13:8. Josefine
Huber eröffnete die zweite Halbzeit mit ihrem Tor von der
Kreisposition. Jana Krause kam jetzt für Dinah Eckerle ins THC-Tor
und konnte gleich an die gute Leistung von Dinah Eckerle anknüpfen.
Beide Mannschaften leisteten sich weiterhin viele Ballverluste.
Schrittfehler und Fehlpässe passierten ungewöhnlich häufig. Der
THC konnte heute seine Tempogegenstöße einfach nicht im
gegnerischen Tor unterbringen. In der 37.Minute scheiterte Lydia
Jakubisova erneut an Anna Monz (15:10). Die zweite Halbzeit war in
der Anfangsphase ähnlich torarm wie die Erste. Nach 43 Minuten
erzielte Tessa von Zijl das 11:16 für die HSG. Die Abwehrreihen
dominierten weiterhin, begünstigt durch die vielen Fehler im
Angriffsspiel. Der THC führte durch die individuelle Klasse der
einzelnen Akteurinnen. Das 1-gegen-1 war ein effektives Mittel für
den Torerfolg, so beim 18:12 durch Kerstin Wohlbold. In der 48.
Minute nahm Trainer Herbert Müller seine nächste Auszeit. Kerstin
Wohlbold trieb ihre Mannschaft an und suchte heute oft den eigenen
Abschluss. Meist traf sie oder konnte nur mit unfairen Mitteln
gestoppt werden, was meist einen Siebenmeter zur Folge hatte. Iveta
Luzumova war heute von der Strafwurfmarke wieder besonders
treffsicher. Beim 20:13 erzielte sie ihren vierten Strafwurftreffer
im vierten Versuch (52. Minute). Trainer Herbert Müller versuchte
nun noch einmal einige taktische Varianten, z.B. mit Lydia Jakubisova
auf der Linksaußenposition. In der 56.Minute erhielt Josefine Huber
ihre dritte Zeitstrafe und musste damit mit der roten Karte vom Feld.
Am Ende siegte der Thüringer HC verdient mit 24:16, hatte dabei aber
deutlich mehr Mühe, als es das Ergebnis vermuten lässt. Die
Thüringerinnen ziehen damit in die nächste Runde des DHB-Pokals
ein.
Halbzeit: 13:8.
Schiedsrichter: Christian Moles, Lutz Pittner.
Zuschauer: 498
(Salza-Halle).
Siebenmeter: THC
5/5, HSG keine.
Zeitstrafen: THC
3, HSG 3.
Thüringer HC: Krause, Eckerle – Scheffknecht 3, Mazzucco 2, Schmelzer 1,
Niederwieser 1, Luzumova 7/5, Jakubisova 2, Wohlbold 4, Huber 3,
Batista da Silva 1.
Blomberg-Lippe: Monz 1, Veith – Schnack 1, Rüffieux 1, Klaunig 2, Müller 3, van
Buren 2, van Zijl 3, Pichlmeier 1, Kordovska, Steenbakkers, Petersen
1, Stolle, Emidio Rodrigues, Brons Petersen 1.
thueringer-hc
01.Nov.17 / Stephanie Lapp - Foto: Verein (Archiv)