Verdienter Heimsieg
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 27. März 2022
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer HC – HL Buchholz 08-Rosengarten
26:19
Bad
Langensalza. (26.Mrz.22/ Bernd Hohnstein) Mit einem Arbeitssieg
gewann der Thüringer HC mit 26:19 gegen die HL Buchholz
08-Rosengarten. Lange tat sich der THC vor eigenem Publikum schwer
und ließ den Luchsen viel Raum. Über eine dreiviertel Stunde
hielten die Gäste erfolgreich dem Druck der Thüringerinnen stand
und nutzten die sich bietenden Momente, um mitzuhalten. In der
Schlussphase ging den Luchsen die Luft aus. Mit viel Einsatz und
Kraft erkämpfte sich der THC die Bälle und baute so die Führung in
den letzten zehn Minuten aus. Beste Werferinnen waren Asli Iskit
(THC) und Marleen Kadenbach mit je fünf Toren. Die Luchse erwischten
den besseren Start und legten schon im ersten Angriff vor. Das zweite
Tor der Gäste verhinderte Irma Schjött mit sehenswerter Parade.
Schon wie in den letzten Spielen tat sich der THC in der Anfangsphase
schwer, selbst den Torerfolg zu erzielen. In der Abwehr standen die
Thüringerinnen sicher und störten den Spielaufbau der Frauen aus
der Nordheide erfolgreich. Die ungenauen Abschlüsse der
Hausherrinnen rächten sich im Spiel mit der siebten Feldspielerin.
Torfrau Mareike Vogel netzte ins leere Tor des THC ein. Nach knapp
sechs gespielten Minuten lagen die Gäste mit 0:3 vorn. Acht
Spielminuten brauchte es bis zum ersten Treffer für die
Gastgeberinnen, Kerstin Kündig traf von der Strafwurflinie zum 1:3.
Jennifer Rode tankte sich erfolgreich durch die Abwehr der Luchse und
netzte zum 2:4 ein. Der THC schien besser ins Spiel zu kommen. Nach
einem Ballgewinn aus einer insgesamt stabilen Abwehr startete der
Thüringer HC zum Tempogegenstoß, Dominika Zachova verkürzte zum
3:4. Mitte der ersten Spielhälfte erzielte die Tschechin auch das
5:5. Die Chance zur ersten Führung vergab das Thüringer Team,
Buchholz-Rosengarten nutzte die sich bietende Gelegenheit und legte
wieder vor. Pech beim Siebenmeter, Kerstin Kündig musste sich im
direkten Duell gegen Mareike Vogel geschlagen geben. Mit einem gut
angetäuschten Strafwurf, bei dem Asli Iskit ihre Gegnerin im HL-Tor
zu Boden schickte, verkürzte sie zum 7:8. Nur eine Minute später
ihr nächster Treffer (8:8). Luchsetrainer Dubravko Prelcec reagierte
und nahm die Auszeit. Nach Wiederanpfiff verspielten die Gäste den
Ball, Lamprini Tsakalou traf zu Beginn der 24. Minute zur ersten
Führung des THC (9:8). Nach dem erneuten Ausgleich der Norddeutschen
fing sich der THC. Die Abwehr agierte offensiv, Irma Schjött
parierte und im Angriff taten sich mehr Lücken auf, die erfolgreich
genutzt wurden. Zur Halbzeitpause führten die Gastgeberinnen mit
drei Toren: 12:9. Mit zwei Toren in Folge kamen die Gäste aus der
Pause. Herbert Müller zeigte sich mehr als unzufrieden und beorderte
seine Mannschaft bereits nach drei Minuten an die Seitenlinie. Die
Handball-Luchse waren wieder dran, der Vorsprung zur Pause nach knapp
fünf Minuten verspielt (13:12). Zum Glück funktionierte die Abwehr
und Irma Schjött sicherte mit ihren Paraden den knappen Vorsprung.
Der Tabellenletzte setzte den THC ordentlich unter Druck. Die vielen
einfachen Ballverluste verhalfen den Frauen aus der Nordheide zum
16:16-Ausgleich. Dem Treffer zum 17:16 folgte das nächste Team
Timeout der Gäste. Der THC hatte viel Mühe. Ein erfolgreiches
Anspiel auf Annika Meyer am Kreis brachte das 19:17. Hellwach
kassierte Lamprini Tsakalou einen weiteren Ball, scheiterte jedoch
alleine vorm Tor an Zoe Ludwig im Luchse-Tor. Mühsam baute der THC
seine Führung aus. Dem Strafwurftor der Luchse zum 20:18 folgte erst
der 21.Treffer für den THC durch Anika Niederwieser und ein Tor von
der Strafwurflinie durch Asli Iskit. Um jeden Ball wurde hart
gekämpft, Lamprini Tsakalou schnappte sich den Ball bei ihrer
Einwechslung und verteidigte den Ballbesitz. Knapp fünf Minuten vor
dem Ende lagen die Thüringerinnen in eigener Halle mit 25:19 vorn.
Die Mühen der letzten Minuten wurden nun mit Toren belohnt. So
fischte Annika Niederwieser einen Pass der Luchse aus der Luft und
sicherte ihrem Team den Ball. Mit einer weiteren Auszeit versuchte
Herbert Müller Ruhe ins Spiel zu bringen. 25:19 und noch knapp zwei
Minuten auf der Anzeigetafel, das sollte reichen. Für den Thüringer
HC war es ein Arbeitssieg, der bis in die Schlussphase nicht nach so
einem klaren Sieg aussah. Der hart erkämpfte 26:19-Endstand sicherte
dem Thüringer HC zwei wichtige Punkte.
Halbzeit: 12:9.
Schiedsrichter: Konrad Gimmler, Jannik Rips.
Zuschauer: 589
(Salza-Halle).
Siebenmeter: THC
5/6, Luchse 2/2.
Zeitstrafen: THC 2,
Luchse 3.
Thüringer HC: Kuske, Schjött – Meyer 2, Tanabe 1, Zachova 3, Iskit 5/4,
Niederwieser 4, Tsakalou 2, Kündig 2/1, Jakubisova 2, Braun 1, Rode
4, Schmidt Robben.
Luchse: Vogel 1,
Ludwig – Cronstedt 1, Schulz 1, Kadenbach 5/2, Lamp 1, Berndt 2,
Pieszkalla, Geist 1, Kilian, Axmann 3, Hauf 3, Herbst 1.

Video PK zum Spiel
thueringer hc
26.Mrz.22 / Bernd Hohnstein - Foto: Franziska Braun (Archiv)