Überraschender Kantersieg
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 29. Januar 2017
HANDBALL CHAMPIONS LEAGUE: Thüringer
HC – Astrachan 34:22
Nordhausen. (29.Jan.17/ Steffi Lapp/ Roman Knabe) Im ersten Champions League
Spiel in heimischer Wiedigsburghalle besiegte der Thüringer HC den
amtierenden russischen Meister Astrachan mit 34:22. Die meisten
Treffer der Begegnung erzielten Iveta Luzumova (THC) und Karina
Sabirova (Astrachan) mit jeweils neun Toren. Den ersten Treffer der
Partie markierte Iveta Luzumova mit einer sehenswerten
1-gegen-1-Aktion. Es war das Signal für eine furiose erste
Spielhälfte, in der die Gastgeberinnen mit dauerndem Tempodruck und
hoher Abwehrkonzentration den russischen Meister ein ums andere Mal
beeindruckte. Die Gäste sahen sich dreißig Minuten in der
Verfolgerrolle und auch der Einsatz von Luidmila Postnova, die sich
in der Abwehr ausruhen konnte, brachte Astrachan nicht heran. Dafür
sorgte vor allem der Tempodruck durch Kerstin Wohlbold und Iveta
Luzumova die sich wechselseitig die Regieaufgabe teilten. Katrin
Engel verwandelte per Strafwurf und Manon Houette erhöhte durch
Tempogegenstoß auf 3:0. Die Russinen blieben bei ihrer offensiven
Abwehr, was den THC-FRAUEN immer wieder Lücken im 1-gegen-1, wie
beim 5:2 Kerstin Wohlbold, gestattete. Astrachan indes tat sich
schwer gegen die stabile THC-Abwehr, wo vor allem Crina Pintea und
Anika Niederwieser dem Innenblock eine hohe Festigkeit verliehen.
Beim Stand vom 6:4 nahmen die Gäste ihre erste Auszeit (14.).
Torfrau Dinah Eckerle wieder reaktionsschnell legte nach einem
Gästetreffer super schnell für Lydia Jakubisova vor, die im
Tempogegenstoß auf 8:4 erhöhen konnte. Trainer Herbert Müller
wechselte zu diesem frühen Zeitpunkt bereits ordentlich durch und
gab Stammkräften wie Kerstin Wohlbold und Katrin Engel
Verschnaufpausen. In der 24. Minute traf Iveta Luzumova von der
Strafwurflinie zum 12:7. Die Gäste fanden kaum ein Mittel gegen die
THC-Abwehr und wenn doch hatten die Thüringerinnen stets eine
schnelle Antwort parat. Manon Houette traf doppelt und erhöhte damit
auf 14:8. Beate Scheffknecht kam in die Partie und erzeugte mit ihren
Würfen erneut enormem Angriffsdruck. Der deutsche Meister dominierte
die Partie jetzt in allen Belangen. In die Kabinen ging es mit einer
hochverdienten 15:9 Führung. Und es gab nicht den befürchteten
"Pausenbruch". Die THC-Abwehr stand weiter konzentriert und
zwang den russischen Angriff zu riskanten Pässen. Davon profitierte
Anika Niederwieser, die mit einem "Steal" das 18:12
erzielte. Und der THC hielt die Moral weiter hoch. Einem schönen
Treffer von Katrin Engel folgte eine tolle Parade von Jana Krause,
die jetzt bei den Thüringerinnen das Tor hütete. Nach 40 Minuten
zeigte die Anzeigetafel ein 23:14, Astrachan wirkte angeschlagen, was
sich durch Fehlwürfe und vor allem teilweise desolate
Abwehrorganisation zeigte. Die Folge war ein weiteres Ausbauen der
THC-Führung auf respektable 27:15 in der 45.Minute. Herbert Müller
wechselte weiter und sorgte für die nötigen Erholungsphasen, dem
Tempodruck brachte das keinen Abbruch. Auch das sieben gegen sechs
Angriffsspiel wurde jetzt wieder praktiziert, schön wurde das 28:28
vorbereitet, das Macarena Aguilar Diaz mit einem schönen Durchbruch
als freie "Sieben" erzielte. Als Astrachan das 20:29
erzielte, war die nach längerer Einsatzpause zurückgekehrte
Szimonetta Planeta erfolgreich. Der THC blieb konzentriert, konnte
sich aber nicht weiter absetzen. Auch weil die technisch versierten
Russinnen ein ums andere Mal mit Schlagwürfen den Weg durch die
Abwehr und vorbei an Jana Krause fanden.Am Ende stand ein in der Höhe
nicht erwarteter 34:22 Sieg zu Buche. Die Mannschaft setzte damit den
Aufwärtstrend nach der EM-Pause mit einer überzeugenden
Teamleistung fort.
Halbzeit: 15:9.
Schiedsrichter: Michael
Johansson, Jasmin Kliko (SWE).
Zuschauer: 1600
(Wiedigsburghalle).
Siebenmeter: THC 7/8, Astrachan
5/5.
Zeitstrafen: THC 3, Astrachan 3.
Thüringer HC: Krause, Eckerle –
van de Wiel, Scheffknecht (6), Pintea, Schmelzer (1), Niederwieser
(2), Diaz (2), Luzumova (9), Engel (4), Houette (4), Jakubisova (3),
Kiedrowski, Wohlbold (2), Planeta (1).
Astrakhanochka: Riabtseva,
Trusova – Sisenova, Postnova (1), Rachiteleva, Sorokina, Ivanova
(2), Sabirova (9), Levsha, Tazhenova (1), Kremneva (1), Chigirinova
(2), Shichkina (1), Ignatovich, Zelenkova (3), Kozhokar (2).
http://www.thueringer-hc.de/de/
29.Jan.17 / Steffi Lapp / Roman Knabe - Foto: Thüringer HC