Tabellenspitze verteidigt
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 30. Januar 2014
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – VL Koblenz/Weibern 33:21
Bad Langensalza. (29.Jan.14/Stefanie Lapp) Mit einem 33:21-Sieg gegen die Vulkan Ladies
Koblenz/Weibern hat der Thüringer HC seine letzte Bundesligapartie
vor dem Start in die Champions League Hauptrunde gewonnen und bleibt
damit an der Tabellenspitze der Liga. Die erfolgreichsten Werferinnen
waren Alexandrina Barbosa (9) sowie Dora Varga und Prudence Georgette
Kinlend mit je fünf Treffern. Der Thüringer HC startete nervös in
die Partie und Koblenz/Weibern konnte so durch einen starken
Rückraumtreffer von Kinlend und einen Tempogegenstoß von Vollebregt
nach Fehlabspiel von Svenja Huber mit 2:0 in Führung gehen. Die
Gastgeberinnen produzierten viele Fehler und vergaben mehrere
Großchancen. Trainer Herbert Müller zog bereits in der sechsten
Minute beim Stand von 1:3 die Notbremse. Diese Auszeit zeigte große
Wirkung und so konnte der Deutsche Meister in der elften Minute durch
einen Tempogegenstoß von Alexandrina Barbosa erstmals mit 5:4 in
Führung gehen. Einige Sekunden später konnte Svenja Huber von
Rechtsaußen gegen ihren Ex-Verein erhöhen. Im Tor steigerte sich
nun auch Maike März und konnte einige gute Paraden zeigen. Danick
Snelder bekam in der 15. Minute eine Zeitstrafe, aber auch das
brachte den THC jetzt nicht mehr aus der Ruhe. In dieser Unterzahl
feierten zwei Spielerinnen ihren persönlichen Hattrick, im Tor
parierte Maike März dreimal richtig stark und vorne verwandelte
jeweils Barbosa (11:5/17.). Nach neun Minuten ohne Tor musste Maike
dann doch einmal wieder hinter sich greifen, Dora Varga traf zum 6:13
nach 21 gespielten Minuten. Die Thüringer Abwehr glich nach den
Anfangsschwierigkeiten jetzt einem Hochsicherheitstrakt und Weibern
fand einfach kein Durchkommen. Das kurioseste Tor an diesem Abend
erzielte Alexandrina Barbosa: sie erkämpft sich ca. 13 Meter vor dem
gegnerischen Tor gegen drei Koblenzer Abwehrspielerinnen den Ball,
sieht das der Kasten leer ist und netzt aus dieser Entfernung zur
Zehn-Tore-Führung ein (17:7/24.). Bis zur Halbzeit sollte es aber
noch bitterer für den Tabellenzehnten kommen, die Thüringerinnen
gingen mit einem 15-Tore-Vorsprung in die Kabinen. Der Pausenstand
betrug 21:7. Der Tabellenerste hatte in den letzten 19 Minuten nur
zwei Tore gefangen, aber 16 eigene geworfen. Trainer Herbert Müller
nutzte die hohe Pausenführung Führung um verschiedene Systeme
auszuprobieren, z.B. spielte Svenja Huber neben Danick Snelder als
zweite Kreisspielerin. Dabei spielten seine Frauen weniger als sonst
im Positionsangriff, da sie am heutigen Tage viele Tempogegenstöße
liefen. Auch heute wieder wurde die momentan größte Schwäche des
deutschen Meisters deutlich, Großchancen werden einfach nicht
genutzt. Von der 35. bis zur 40. Minute waren es allein vier
100prozentige Chancen, dreimal im Tempogegenstoß und einmal
freistehend vom Kreis. Das Spiel hatte jeglichen Spannungsgehalt
verloren, beide Mannschaften taten nur noch das Nötigste und man
hatte den Eindruck, beide sehnten den Schlusspfiff herbei. Nach 45
Minuten stand es 28:13, Koblenz konnte bis hierher das Unentschieden
im zweiten Durchgang wahren. Im Tor erhielt für die
Schlussviertelstunde Dinah Eckerle ihre Chance. Der THC versuchte
seinem Publikum jetzt noch etwas Zauberhandball zu zeigen, doch der
erste Kempaversuch missglückte. In der 47. Minute parierte Dinah
Eckerle stark, den Tempogegenstoß vollendete Svenja Huber zum 29:13,
es war bereits ihr fünfter Treffer. Kurz darauf verloren die
Thüringerinnen den Ball und Koblenz lief den Tempogegenstoß, doch
auch dieser scheiterte an Dinah Eckerle. Bis zur 51. Minute sollte
sie fünf grandiose Paraden hintereinander feiern, erst dann musste
sie zum 14:30 hinter sich fassen. Ihr Name klang mehrmals lautstark
durch die gut aufgelegte Salzahalle. Acht Minuten vor dem Ende durfte
sich dann auch Marieke Blase auf dem Parkett beweisen. Sie kam auf
Linksaußen für Martine Smeets. Bis zum Ende konnte der THC nur noch
einmal durch einen Strafwurf von Svenja Huber einnetzen , ansonsten
wurden erneut Großchancen verworfen, so dass sich Herbert Müller
seine nicht vorhandenen Haare raufte. Koblenz gewann die zweite
Halbzeit mit drei Toren. Das Spiel endete mit 33:21, nachdem man
bereits 33:16 geführt hatte.
Halbzeit: 22:7.
Schiedsrichter: Fabian von Dorff
/ Christian vom Dorff.
Zuschauer: 852 (Salza-Halle).
Siebenmeter: THC 2/2, VL 1/1.
Zeitstrafen: THC 3, VL 2.
Thüringer HC: Eckerle, März -
Nadgornaja (3), Frey, Smeets (4), Snelder (5), Luzumova (4), Engel,
Blase, Mietzner (1), Huber (7/2), Barbosa (9).
Vulkan-Ladies: Zec, Grob –
Varga (5/1), Zimmermann (2), Thorgeirsdottir (2), Kinlend (5), Prak
(2), Schenk (1), Frank (3), Vollebregt, Jaszczuk (1).
29.Jan.14 / Stefanie Lapp