Tabellenführung behauptet
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 22. Februar 2018
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer HC – VfL Oldenburg 37:27
Bad Langensalza. (21.Feb.18/ Stephanie Lapp) Der Thüringer HC bleibt nach einem nie
gefährdeten 37:27-Erfolg über den VfL Oldenburg weiter
Tabellenführer und kann dadurch sein Plus in der Tordifferenz
gegenüber Verfolger Bietigheim um weitere zehn Tore ausbauen. Die
meisten Treffer im Spiel erzielte Angie Geschke (12/5), für den THC
waren neben Iveta Luzumova (8/4) Gordana Mitrovic, Lydia Jakubisova
und Saskia Lang mit je sechs Toren die erfolgreichsten Werferinnen.
Dem Thüringer HC gelang ein Start nach Maß - Saskia Lang und Meike
Schmelzer sorgten für die schnelle 2:0 Führung. Doch Oldenburg
konnte durch zwei schnelle Treffer von Kim Birke und einen
Strafwurftreffer von Angie Geschke ausgleichen. In der Folge konnte
der THC stets in Führung gehen, aber Oldenburg blieb immer wieder
dran. Beide Abwehrreihen fanden vorerst keinen Zugriff auf den
gegnerischen Angriff. So stand es nach neun Minuten bereits 7:7.
Iveta Luzumova scheiterte beim Strafwurf an Julia Renner im VfL-Tor.
Im Gegenzug konnten dann die Gäste erstmals durch einen Treffer von
Angie Geschke in Führung gehen. In der 13.Minute hatte Trainer
Herbert Müller genug gesehen und bat seine Mädels zum Gespräch
(8:9). Das Angriffsspiel über den Kreis war bisher ein erfolgreiches
Mittel der Gäste, Josefine Huber erzielte den erneuten Ausgleich.
Die Führung wechselte erneut. Nach einem Tempogegenstoß von Lydia
Jakubisova sah sich der THC erstmals wieder mit zwei Toren in Front.
Iveta Luzumova zeigte auch heute wieder ihre individuelle Klasse -
die Tschechin setzte sich mehrmals unwiderstehlich im 1-gegen-1
durch, wie beim 14:11 (19.). Die Abwehr der Thüringerinnen gewann
etwas an Stabilität. Dadurch konnte die Führung weiter ausgebaut
werden. Beim Stand von 16:11 nahmen die Gäste ihre erste Auszeit.
Doch Gordana Mitrovic und Saskia Lang krönten diesen energischen
Zwischenspurt des THC mit zwei weiteren Treffern (19:12/25.). Die
Oldenburgerinnen mussten jetzt dem hohen Anfangstempo Tribut zollen.
Die junge Mannschaft wurde in dieser Phase vom THC regelrecht
überrannt. Der Wechsel im THC-Tor hatte sich auch gelohnt. Dinah
Eckerle parierte nun reihenweise die Angriffsversuche der Gäste.
Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff war die Führung auf 20:12
angewachsen, auch weil der THC wieder klug und systematisch das Spiel
sieben gegen sechs praktizierte. Den Thüringerinnen gelangen heute
die einfachen Treffer über die erste und zweite Welle. Oldenburg
fand kein Mittel gegen die jetzt sehr abwehrstarken Gastgeberinnen.
Iveta Luzumova erzielte per Strafwurf das 22:12, damit war die
Führung bereits vor der Pause zweistellig. In die Kabinen ging es
mit 24:13. Der Thüringer HC hielt die Konzentration im zweiten
Abschnitt weiter hoch. Auch wenn die THC-Frauen sich jetzt einige
Fehlwürfe leisteten, der Abstand blieb bei zehn Toren. Dinah Eckerle
zeigte spektakuläre Paraden. Nach 38 Minuten netzte Angie Geschke
von der Strafwurflinie zum 17:27 aus Sicht ihrer Mannschaft ein. Von
der Siebenmetermarke leistete sich die Müller-Sieben zu viele
Fehler. In der 40. Minute verwarf Gordana Mitrovic, zuvor konnte
Iveta Luzumova bereits nur drei ihrer fünf Versuche im gegnerischen
Tor unterbringen. Das Spiel hatte ein wenig an Fahrt verloren, was
wohl auch dem klaren Spielstand geschuldet war. Trainer Herbert
Müller nutzte dies, wechselte ordentlich durch und probierte einige
taktische Varianten. Oldenburg kämpfte um jedes Tor und konnte durch
zwei Treffer von Kim Birke und ein Geschke-Treffer ins leere
THC-Gehäuse ein wenig Ergebniskosmetik betreiben (46./30:22). In der
Schlussphase schlichen sich nun doch noch einige Unkonzentriertheiten
in das Angriffsspiel des Tabellenführers. In der
Schlussviertelstunde wurden einige Großchancen vergeben. Die
Oldenburger Abwehr hatte durch eine offensivere Ausrichtung noch
einmal an Stabilität gewonnen. Beate Scheffknecht erzielte aus dem
Rückraum das 33:26 (56.). Die Salzahalle feierte die Leistung ihrer
Mannschaft mit viel Applaus. Zwei schnelle Tore besiegelten den 37:27
Sieg. Beate Scheffknecht war noch einmal mit einem Kracher aus dem
Rückraum erfolgreich und Lydia Jakubisova traf von Rechtsaußen. Der
Thüringer HC bleibt damit Spitzenreiter der Frauen Bundesliga.
Halbzeit: 24:13.
Schiedsrichter: Nils Blümel, Jörg Loppaschewski.
Zuschauer: 922
(Salza-Halle).
Siebenmeter: THC
4/8, VfL 5/5.
Zeitstrafen: THC
2, VfL 2.
Thüringer HC: Krause, Eckerle – Scheffknecht 4, Lang 6, Schmelzer 3,
Niederwieser, Aguilar Diaz, Luzumova 8/7, Mitrovic 6, Jakubisova 6,
Wohlbold, Redder, Huber 4, da Silva.
VfL Oldenburg: Renner, Kohorst – Fragge, Birke 4, Wenzl 1, Spur Petersen 2,
Martens 1, Behrens 1, Geschke 12/5, Hartstock 4, Roller, Staal,
Winter 2.
thueringer-hc
21.Feb.18 / Stephanie Lapp - Foto: Thüringer HC (Archiv)