THC kämpft um EHF-Quali
Geschrieben von
y4u am
Freitag, 15. Oktober 2021
HANDBALL: Thüringer
HC
Erfurt. (14.Okt.21/ HaJo Steinbach/ Bernd Hohnstein) Am Sonntag um 14 Uhr
trifft der Thüringer HC in der heimischen Salza-Halle in der zweiten
Qualifikationsrunde zur EHF European League auf den norwegischen
Vertreter Molde Elite. Für den THC ist es das 124. internationale
EHF-Spiel. (EHF Challenge CUP-2008/09, EHF Champions League-2011/12 -
2018/19, EHF Cup Winners Cup-2012/13, EHF-CUP-2019/20 und EHF
European League 2020/21). Der THC muss im Heimspiel vorlegen, um in
einer Woche in Norwegen zu bestehen und damit Runde drei zu
erreichen, wo der Thüringer Club auf die Französinnen von Chambray
Touraine treffen würde. Einmal mehr startet der THC in einem
Qualifikationsspiel zur EHF European League mit einer Mannschaft aus
Norwegen. Schon 2019/20 hieß der erste Gegner Byasen Trondheim. Der
THC muss sowohl diese nicht leichte Hürde gegen den Tabellenvierten
der norwegischen Elite-Liga als auch die dritte Qualifikationsrunde
gegen die Französinnen von Chambraine Touraine überstehen, um das
Saisonziel: Gruppenphase EHF European League zu erreichen. Schon der
Auftakt ist schwer genug. „Wenn ich mir Molde betrachte, dann waren
die vierter in Norwegen, sind in diesem Jahr sehr gut in die Liga
gestartet. Nach fünf Spieltagen haben sie vier Siege und nur eine
Niederlage. Letztes Spiel war gegen die Vipers, da haben sie gegen
den Champions League-Sieger verloren, sonst gab es nur Siege zu
berichten. Wir müssen da aufpassen“, beginnt Herbert Müller seine
Gegneranalyse. Mit dieser Niederlage liegt Molde Elite (12) nach
inzwischen sieben Spieltagen mit sechs Siegen einen Punkt hinter den
Vipers aus Kristiansand (13) auf Platz vier. “Aufpassen auf diesen
typischen skandinavischen Handball. Ein sehr schnelles Umschaltspiel,
das von hinten heraus aus der Abwehr speziell über die Linksaußen
Julie Lygren geht. Die ganz gefährlich im Tempogegenstoß ist. Wo
wir sehr gut zurücklaufen müssen und es sehr angebracht ist,
technische Fehler zu vermeiden. Wir müssen versuchen, unsere
körperlichen Vorteile auszuspielen, da Molde keine besonders
großgewachsene Mannschaft ist, aber eine technisch sauber spielende
Mannschaft, die gerade im Umschaltspiel die Fehler des Gegners
gnadenlos bestraft.”, warnt der THC-Coach. Wie gegen Metzingen und
Halle gesehen, sollte eine stabile Abwehr dafür die Grundlage
schaffen und vorn muss konsequent der sichere Abschluss gesucht
werden. Die erarbeiteten Chancen besser zu nutzen, daran hat das Team
zuletzt fleißig gearbeitet. Welche Qualität hinter dem Team Molde
Elite steckt, muss man nicht extra recherchieren. Alle norwegischen
Mannschaften spielen einen schnellen, technisch hoch entwickelten
Handball. Als Dreh- und Angelpunkt sieht Herbert Müller die
Zwillinge Mona und Sherin Obaidli, wobei auf die Gefährlichkeit von
Mona aus der Mitte heraus besonderes Augenmerk gelenkt werden sollte,
die mit ihrer Schwester am Kreis sehr gut eingespielt ist. Herbert
Müller rechnet mit einem in die Breite gezogenen Positionsspiel
einer Angriffsreihe, die auf Durchbruch aus ist. „Die Abwehr muss
da gut nachschieben und selbst schnell umschalten. Wir hoffen, dass
wir da gleich ein gutes Ergebnis vorlegen können“, schließt der
Trainer und weiß wie wichtig es ist, um im Rückspiel nicht in
Turbulenzen zu geraten. Luca Szekerczes kann am Wochenende
voraussichtlich nicht spielen und wird auch in Molde nicht dabei
sein. Jennifer Rode ist noch verletzt und wird ebenfalls ausfallen.
Erfreulich ist, dass Kim Braun ihre ersten Schritte in der Halle
gemacht hat. Johanna Reichert hat nach ihrem Bandscheibenvorfall mit
ersten Laufeinheiten begonnen.
14.Okt.21 / HaJo Steinbach / Bernd Hohnstein
THC kämpft um EHF-Quali
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