THC international gefordert
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 07. Januar 2021
HANDBALL EHF-EL: Thüringer
HC
Erfurt. (07.Jan.21/ HaJo Steinbach) Der THC sei eine "Wundertüte"
meinte kürzlich Cheftrainer Herbert Müller. Aber nach dem, was die
THC Fans gerade erleben, ist das noch geschmeichelt, geradezu eine
Liebkosung. Der Trainer stellt sich eben vor seine Mannschaft, und
das ist normal. Was der THC gerade auf die Platte bringt, ist nicht
normal. Die Mannschaft steckt in einer tiefen Krise, und sie spielt
gerade die schlechteste Saison, seitdem 2010 die Müller-Brüder das
Traineramt übernommen habe. Fünf Niederlagen in einer Vorrunde, die
noch nicht mal beendet ist, gab es noch nie. Vier Heimniederlagen in
der Salza-Halle in vier Monaten gab es noch nie. Eine Niederlage
gegen die HSG Bensheim/Auerbach gab es noch nie. Nach Minuspunkten
auf Rang neun in der Tabelle gab es noch nie. Im Durchschnitt der
dreizehn Spiele 27 Gegentore gab es noch nie. Quo vadis – THC? Die
EHF Europa League Gruppenphase hat sich der THC redlich verdient. Der
erfolgreichste deutsche Frauenhandball Verein auf internationaler
Bühne: Achtmal EHF Champions League - einmal Viertelfinale, fünfmal
Hauptrunde, Halbfinale Cup Winners Cup und einmal Viertelfinale
EHF-Cup sowie und einmal Finale EHF Challenge Cup spricht für den
THC. Mit der Gruppe C, mit Astrachanotschka Astrachan (RUS), CS
Minaur Baia Mare (ROU) und Storhamar Handball Elite (NOR) ist der
Thüringer HC in eine sehr schwere Gruppe gelost worden. Den Auftakt
bestreitet die Mannschaft am Sonntag um 14 Uhr in der Salza-Halle in
Bad Langensalza gegen den russischen Vertreter Astrachanotschka
Astrachan. Die liegen in der russischen Superliga auf Rang vier mit
20:2 Punkten, punktgleich mit dem Dritten Lada Togliatti, einem
weiteren russischen Vertreter in der EHF European League. Zuletzt
siegte Astrachan im russischen Pokal sensationell über den EHF
Champions League Klub ZSKA Moskau und warf den Favoriten aus dem
Wettbewerb. ZSKA Moskau ist in der CL-Gruppe gemeinsam mit der SG BBM
Bietigheim und Spitzenreiter mit nur einer Niederlage. Herbert Müller
hat sich das Pokalspiel der beiden russischen Teams angesehen, „und
fleißig mitgeschrieben.“ Er kommt aus dem Schwärmen nicht heraus.
„Es ist sehr wichtig, seine Heimspiele zu gewinnen, aber da kommt
eine richtige Macht auf uns zu. Supergroße, athletisch starke
Spielerinnen, die vor allem zweikampfstark sind und eine sehr
aggressive Abwehr spielen. Es wird für uns darauf ankommen, darauf
Antworten zu finden und auch wieder Stabilität in die Abwehr zu
bekommen, Zweikämpfe zu gewinnen.“ „Wir spielen sehr gerne
international, wenn auch die diesjährige Saison durch Quarantäne,
Reisebeschränkungen, Spielausfälle und Spielverzicht sportlich
verzerrt ist, was gerade keinen Spaß macht. Wie auch, dass wir
solche wichtigen Spiele mit einer solch schönen Spielstätte ohne
unsere Zuschauer bestreiten müssen.
thueringer-hc
07.Jan.21 / HaJo Steinbach
THC international gefordert
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