THC feiert Derbysieg
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 03. Januar 2021
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – SV Union Halle-Neustadt 34:17
Bad Langensalza. (02.Jan.21/ Martin Holzheier) Mit einem Kantersieg gewann der
Thüringer HC das mitteldeutsche Derby gegen die Wildcats der SV
Union Halle/Neustadt mit 34:17. Aus dem Tor heraus gab Marie
Skurtveit Davidsen ihrer Mannschaft das nötige Selbstvertrauen im
schnellen Umschaltspiel aus der Abwehr in den Angriff zu überzeugen.
Beste Werferin aufseiten des THC war Emma Ekenman-Fernis mit acht
Toren. Fünf Treffer erzielte Cecilie Woller für die Wildcats. Der
Thüringer HC musste zeigen, dass er aus den letzten schmerzlichen
Niederlagen gelernt hat und die Favoritenrolle Ostderby annimmt.
Beide Punkte wollten die Gastgeberinnen in der Salza-Halle behalten.
Das wird sicher gegen den Aufsteiger aus Halle nicht leicht werden,
die Saalestädterinnen zeigten zuletzt gute Leistungen gegen starke
Gegner. Die ersten beiden Würfe auf das THC Tor parierte Marie
Skurtveit Davidsen. Auf der Gegenseite verwandelte Marketa Jerabkova
den ersten Strafwurf der Partie erfolgreich und brachte die
Thüringerinnen in Führung. Der THC erwischte einen super Start in
das Derby. Die Gäste wurden in der Startphase nicht für ihre Mühen
belohnt und der THC baute seinen Vorsprung auf 5:0 aus. In der Abwehr
agierte der Thüringer HC sehr bissig und ließ die Gäste aus Halle
kaum zum Zug kommen. Jan-Henning Himborn nahm bereits nach sechs
Minuten die erste Auszeit. Anika Gudelj war es zu verdanken, dass der
Rückstand zu Beginn der zwölften Minute größer war (6:0). Die
wenigen Würfe der Wildcats waren für Marie Skurtveit Davidsen
leichte Beute. Zum Ende der dreizehnten Minuten gelang Lea Gruber der
erste Treffer zum 6:1. Der Vorsprung wäre deutlicher ausgefallen,
wenn die THC-Damen ihre Chancen im Angriff besser genutzt hätten.
Die ehemalige THC-Bundesligaspielerin Julia Redder scheiterte mit
ihrem ersten Strafwurf an Marie Skurtveit Davidsen. Auf der
Gegenseite machte es Emma Ekenman-Fernis besser und verwandelte ihren
Siebenmeter zum 10:1 nach neunzehn Minuten. Der Treffer wirkte auf
die Hallenserinnen wie ein Weckruf und sie schienen mit drei Toren in
Folge die Aufholjagd zu beginnen. Herbert Müller reagierte auf das
10:4 mit einer Auszeit. Diese zeigte Wirkung und die Gastgeberinnen
gingen fünf Minuten vor dem Pausenpfiff mit acht Toren in Führung
(13:5). In die Kabinen ging es mit einem verdienten 16:7, eine
Steigerung in der zweiten Hälfte, besonders im Angriff würde dem
THC trotzdem guttun. Mit dem Wiederanpfiff stellte Marketa Jerabkova
den ersten Zehn-Tore-Vorsprung zum 17:7 her. Die erste Zeitstrafe
kassierte Arwen Rühl für die Gastgeberinnen. Immer wieder
vereitelte Marie Skurtveit Davidsen Torchancen der Hallenserinnen und
sorgte so dafür, dass der THC die Führung weiter ausbaute. Nach 37
gespielten Minuten erzielte Asli Iskit den zwanzigsten Treffer für
ihr Team. Die für einen Strafwurf im THC-Tor eingewechselte Laura
Kuske blieb gegen Sophie Lütke die Siegerin. Bei einer Aktion mit
der gegnerischen Abwehr verletzte sich Ina Großmann am Oberschenkel
und wurde von den ehemaligen THC-Spielerinnen Alexandra Mazzucco und
Julia Redder vom Spielfeld geführt.Herbert Müller wechselte die
Torhüterin im eigenen Angriff gegen die siebte Feldspielerin. Einen
Fernwurf der Gäste auf das leere THC-Tor erkämpfte Asli Iskit in
der 45.Minute mit einer sehenswerten Flugeinlage. Eine Minute später
zog Jan-Henning Himborn beim 26:12 zum zweiten Mal die grüne Karte.
Der Thüringer HC hielt den Druck besonders aus der Abwehr heraus auf
die Gäste hoch und schränkte so die Chancenverwertung der
Gegnerinnen ein. Petra Blazek, inzwischen im Tor des THC, knüpfte an
die Leistung von Marie Skurtveit Davidsen an und parierte gleich zwei
Würfe von Cecilie Woller. Acht Minuten vor dem Ende bekam Jolina
Huhnstock ihre Chance auf dem Spielfeld. Dem Thüringer HC gelang es
Tor um Tor den Vorsprung auszubauen, der in der 55.Minute bereits
fünfzehn Tore betrug (30:15). Lydia Jakubisova ließ ihre Klasse
aufblitzen und netzte zweimal hintereinander ein. Zudem glänzte sie
mit ihrer Übersicht als Passgeberin für Tempogegenstöße. Der
Thüringer HC gewann nach einer deutlichen Steigerung zu den letzten
Spielen gegen die Wildcats aus Halle mit 34:17.
Halbzeit: 16:7.
Schiedsrichter: Fabian Friedel,
Rick Herrmann.
Zuschauer: keine (Salza-Halle).
Siebenmeter: THC 4/5, Union 1/4.
Zeitstrafen: THC 6, Union 3.
Thüringer HC: Kuske, Davidsen,
Blazek – Ekenman-Fernis 8/3, Scheffknecht 2, Iskit 3, Großmann 3,
Rühl 1, Kündig 2, Jakubisova 4, Huhnstock, Neidhart 3, Jerabkova
5/1, Huber 3.
Wildcats: A. Gudelj, Lepschi –
Dietz, Winkler 1, Smit, Heimburg, Woller 5, Gruber 1, Lütke 1/1,
Smolik 1, Nowak 1, Mikkelsen, Funke, Redder 3, Mazzucco 3, M. Gudelj
1.
thueringer-hc.de
02.Jan.21 / Martin Holzheier - Foto: Christian Heilwagen