THC besiegt sich selbst
Geschrieben von
y4u am
Montag, 11. November 2013
HANDBALL CHAMPIONS LEAGUE: HCM
Baia Mare - Thüringer HC 20:19
Baia Mare. (10.Nov.13/ Roman
Knabe) Mit 19:20 (11:10) unterliegt der Thüringer HC in Rumänien
mit einer schwachen Angriffsleistung dem rumänischen Meister HCM
Baia Mare. Die erstmalig nach ihrer Verletzung wieder eingesetzte
Nadja Nadgornaja erzielte mit sieben Treffern die meisten
THC-Treffer. Baia Mares beste Werferin Luciana Marin brachte es auf
zehn Tore, davon acht verwandelte Strafwürfe. Guter Start für den
Thüringer HC - Sonja Frey verwandelt den ersten Strafwurf im Spiel.
In der vierten Minute bringt ein Strafwurf der Gastgeberinnen den
Ausgleich - dann aber dominieren die Abwehrreihen beider Teams. Erst
in der achten Minute fällt das nächste Tor. Es gab die erste
Zeitstrafe für Alexandrina Barbosa, die wenig später bereits die
zweite Zwangspause erhielt und damit kaum noch Spielraum in der
Abwehrarbeit hatte. Melinda Geiger hatte mit zwei starken Aktionen
Baia Mare mit 3:1 in Führung gebracht. Sonja Frey gelang der
Anschlusstreffer. In der 11. Minute kam Nadja Nadgornaja, nach ihrer
Verletzung zum ersten Mal wieder zum Einsatz und traf zum wichtigen
5:6 Anschluss. Luciana Marin war es vor allem, die die THC-Abwehr vor
schwere Aufgaben stellte und Baia Mare in Führung hielt. In der 20.
Minute waren die Thüringerinnen allerdings wieder heran. 6:6 zeigte
die Anzeigetafel und es sollte eine torarme erste Hälfte werden.
Zwei Minuten vor dem Signal, beim 9:9, brachte Nadja Nadgornaja einen
Hammer in THC-Unterzahl unter und Sonja Frey konnte anschließend mit
einer starken Aktion den knappen 11:10 Pausenstand sicherstellen. Die
Gastgeberinnen starteten konzentriert in die zweite Hälfte und
gestatteten mit ihrer beweglichen Abwehr dem THC bis zur 44.Minute
bis zum 15:13 gerade einmal zwei Treffer. Im Angriff der
Thüringerinnen lief so gut wie nichts zusammen - es gab einfach kein
Durchkommen und wenn es mal gelang, reagierte Paula Ungureanu im
HCM-Tor stets stark und hatte dann auch bei zwei Holztreffern das
nötige Glück. Im THC-Angriff blieb die Ausbeute schwach und zehn
Minuten vor Ende der Partie waren die Gastgeberinnen immer noch drei
Tore in Front. (17:14, 50.Min) Kerstin Wohlbold und ihre
Nebenspielerinnen versuchten mit allen Mitteln das Schicksal zu
wenden, verzweifelten aber auch an einigen Entscheidungen der beiden
slowenischen Schiedsrichter. Das Verhältnis der verhängten
Strafwürfe (10:1 für Baia Mare) war wohl ein starker
Demoralisierungsfaktor. Als in der 55.Minute Marin mit einem der
vielen Strafwürfe zum 19:14 erhöhte, schien die Partie entschieden.
Doch es sollte noch einmal spannend werden. Nach starker Parade von
Jana Krause rollten jetzt die einfachen THC-Angriffe und es war vier
Mal in Folge Nadja Nadgornaja, die Ungureanu aus dem Rückraum
überwinden konnte. Sechzig Sekunden noch zu spielen und der so sehr
gewünschte Auswärtspunkt schien zum Greifen nah. Aber es sollte
nicht sein, Ballverlust und dann spielten die cleveren Rumäninnen
die letzten Sekunden herunter. Sie gewannen zwei hoch wichtige Punkte
und stehen damit mit vier Punkten auf Platz 3 der Gruppe A,
punktgleich mit Hypo NÖ , wobei die Österreicherinnen als aktueller
Zweiter die deutlich bessere Tordifferenz aufweisen können.
Halbzeit: 10:11.
Schiedsrichter: Nenad
Krstic/Peter Ljubic (SLO).
Zuschauer: 2080 (Sala
Sporturilor "Lascăr Pană").
Siebenmeter: HCM 10/8, THC 1/1.
Zeitstrafen: HCM 2, THC 5.
Thüringer HC: Krause, März –
Nadgornaja (7), Frey (4), Gros, Smeets, Snelder, Luzumova (2), Engel
(1), Althaus, Mietzer, Jakubisova (1), Wohlbold (1), Barbosa (3).
HCM Baia Mare: Babeanu,
Cetateanu, Ungureanu – Pirvut (1), Maior (1), Oltean, Geiger (1),
Bondar, Szucs (1), Rudics (3), Puiu (1), Marin (10), Tatar (1),
Tomescu, Dinis, Ghionea (1).
10.Nov.13 / Roman Knabe