Start in der Königsklasse
Geschrieben von
y4u am
Freitag, 05. Oktober 2018
HANDBALL: Thüringer
HC
Erfurt. (04.Okt.18/ Bernd Hohnstein) Der Thüringer HC startet am Sonntag in seine achte Champions League-Saison in Folge und
empfängt den kroatischen Meister RK Prodravka Vegeta aus Koprivnica.
Der Anpfiff zum Heimspiel in der Nordhäuser Wiedigsburghalle erfolgt
um 14 Uhr. Nach dem Gewinn des Supercups, nach einem recht
lockeren Aufgalopp in der Bundesliga mit drei überzeugenden Siegen
mit der Besetzung der Tabellenspitze und dem gestrigen Einzug ins
Achtelfinale des DHB-Pokals, will die Mannschaft nun den nächsten
Schritt ins internationale Abenteuer der EHF Champions League tun.
Mit RK Podravka Vegeta kommt eine Mannschaft in die Wiedigsburghalle,
gegen die der THC bisher vier Spiele in der EHF Champions League
bestritten hat, welche die Thüringerinnen alle gewonnen haben. „Aber
die jetzige Mannschaft von Podravka ist mit den Vorgängerteams nicht
vergleichbar, sie ist russischer geprägt und hat sich
dementsprechend mit Russinnen im Rückraum verstärkt. Das sind
Spielerinnen mit internationaler Erfahrung, von Vardar oder
Astrakhanochka Astrachan. Die Spiele in der Bundesliga sind mit der
Champions League nicht vergleichbar, jetzt ist `internationale Härte‘
gefragt.“ Deshalb verlangt er von seiner Mannschaft, vor allem
körperlich dagegen zu halten, aggressiv zuzupacken und gleich von
Anfang an Zeichen zu setzen. Das THC-typische Tempospiel nach vorn,
soll zum Erfolg führen. „Mit körperlichem Einsatz auf der einen
Seite, aber andererseits auch mit Leichtigkeit und einem Lächeln auf
den Lippen“, charakterisiert Herbert Müller sein Erfolgsrezept.
Györi Audi ETO KC ist der absolute Maßstab des internationalen
Handballniveaus. „Die Mannschaft wird die Gruppe C dominieren, es
wird allen anderen drei Clubs schwerfallen, gegen Györ etwas
Zählbares zu gewinnen.“, erwartet Herbert Müller. Den THC sieht
er mit Podravka Vegeta und Krim Mercator aus Slowenien auf Augenhöhe.
„Die Chancen stehen für jede von den drei bei 33,3 %, um
Gruppenzweiter zu werden. Deshalb ist der Start am Sonntag gleich
einmal wichtig, um in der Gruppe anzukommen.“ Das Ziel heißt, das
Spiel gewinnen! Er ruft die THC-Fans auf, zahlreich in die Halle zu
kommen, um mit der Euphorie der „Roten Wand“ das Team nach vorn
zu treiben. „In der Wiedigsburghalle sind die Mannschaft und die
Fans eine Einheit, bereit Großes zu erreichen“, betont Herbert
Müller. Gleich sieben Spielerinnen stehen im Team, die am Sonntag
zum ersten Mal in der EHF Champions League spielen, die sind „heiß“
und wollen sich beweisen. Die kleinen Blessuren aus der
Länderspielwoche stecken Ina Großmann, Alicia Stolle und Josephine
Huber tapfer weg, da schonen sie sich nicht, beißen auf die Zähne
und stellen sich in den Dienst der Mannschaft. Herbert Müller geht
davon aus, dass alle spielen werden. Das Sonderprogramm für Anne
Hubinger ist abgesteckt und mit den Ärzten abgestimmt. Nach einer
dreiwöchigen Spielpause wird sie langsam an das Spielgeschehen
herangeführt.
thueringer-hc
04.Okt.18 / Bernd Hohnstein
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