Spitzenspiel gewonnen
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 20. November 2014
HANDBALL BUNDESLIGA: VfL Oldenburg – Thüringer HC 27:32
Oldenburg. (19.Nov.14/ Stephanie Lapp/ Roman Knabe) Im letzten Bundesligaspiel
vor der EM-Pause besiegte der Thüringer HC den VfL Oldenburg in der
EWE Arena mit 32:27. Das Spitzenspiel bot rassigen Handball, auch
wenn man phasenweise dem Deutschen Meister die Strapazen der letzten
Wochen anmerkte. Es gelang den Thüringerinnen stets die Situationen
zu meistern, so auch die letzten zwölf Minuten ohne Abwehr-Ass
Danick Snelder. Für die Thüringerinnen war Meike Schmelzer mit acht
Feldtoren die beste Werferin, ebenfalls acht Treffer erzielte Julia
Wenzl für den VfL. Der THC startete gut in die Partie. Die
Rückraumspielerinnen Katrin Engel und Nadja Nadgornaja sorgten für
die 2:0 Führung. Der VfL Oldenburg hingegen tat sich in den ersten
Minuten schwer und fand kaum ein Mittel um die Gäste-Abwehr zu
überwinden. In der achten Minute erhöhte Svenja Huber von
Rechtsaußen auf 5:2. Die Schiedsrichter zeigten von Beginn an eine
konsequente Linie und versuchten gleich die Härte aus dem Spiel zu
nehmen. Das bereitete dem Deutschen Meister einige Probleme, ist man
doch Champions League Härte gewohnt. Der VfL hingegen stabilisierte
sich und nutzte die technischen Fehler der Thüringerinnen sofort
aus. Angie Geschke vollendete einen 4:0-Lauf der Gastgeberinnen per
Tempogegenstoß. Die komfortable drei Tore Führung des THC
verwandelte sich in einen Ein-Tor-Rückstand (7:8/14.). Trainer
Herbert Müller zog daraufhin die Notbremse und nahm sein erstes
Team-Timeout. Dies zeigte Wirkung, der Thüringer HC konnte das Spiel
erneut drehen. Oldenburg kämpfte verbissen um den Anschluss. Doch
angetrieben von ihrer starken Kapitänin Kerstin Wohlbold konnten
sich die Gäste etwas absetzen. Kerstin Wohlbold setzte sich mehrmals
schön im 1-gegen-1 durch und verteilte gekonnte Zuspiele an ihre
Nebenleute. Meike Schmelzer zeigte sich am heutigen Tag äußerst
treffsicher. Die junge Spielerin zeigte ihre Vielseitigkeit und
schloss in der 23. Minute einen Tempogegenstoß zum 15:11 ab. Sie
zeigte sich sowohl von ihrer Stammposition als auch von Linksaußen
gleichermaßen treffsicher. Kurz darauf erhielt der VfL einen
Strafwurf, doch diesen konnte Jana Krause parieren. Im Gegenzug
machte es Katrin Engel besser und erhöhte zur fünf Tore Führung.
der Tabellenzweite gab sich nicht auf und kam durch zwei schnelle
Tempogegenstöße wieder auf 13:16 heran. Zwei Minuten vor dem Ende
hatte Carolin Müller von der sieben Meter Linie die Chance weiter zu
verkürzen. Doch auch diesmal blieb Jana Krause Sieger. In die
Kabinen ging es mit 19:15 für den Thüringer HC. Der VfL konnte zum
Start in die zweite Hälfte mit einem verwandelten Strafwurf von
Julia Wenzl auf 16:19 verkürzen, aber im Gegenzug legte Meike
Schmelzer wieder vor. Im nächsten Tempogegenstoß bediente Meike
Schmelzer auf Linksaußen mit einem schönen langen Pass Svenja
Huber, die den Ball zum 21:16 über Tess Wester im VfL-Tor hob. Die
Norddeutschen spielten hochkonzentriert in der Abwehr, kamen zu
Ballgewinnen und konnten ihre Stärke ins Spiel bringen. Tore von
Angie Geschke, Maike Schirmer und Julia Wenzl ließen die
Thüringerinnen nicht weiter enteilen. In der 43. Minute gelang
Katrin Engel wieder eine Fünf-Tore-Führung (25:20), aber die hielt
nicht lange. Zweimal geriet der THC in Unterzahl, Danick Snelder
kassierte ihre zweite Zeitstrafe und musste sich fortan in der Abwehr
disziplinieren, was ihr nur kurze Zeit gelang. Die Schiedsrichter
entschieden nach einem Foul in der 48. Minute auf die dritte
Zeitstrafe für die Niederländerin, damit war für sie die Partie
zuende. Der VfL war auf 24:26 herangekommen und machte sich daran die
Partie zu drehen. Ohne die wohl stärkste Abwehrspielerin der
Thüringerinnen sollten noch 12 schwere Minuten folgen. Jana Krause
hielt jetzt einen Hundertprozenter. Es waren Befreiungsaktionen
gefragt - eine solche lieferte Nadja Nadgornaja mit einem schönen
Fernwurftreffer trotz Manndeckung und in den nächsten Angriffen
brillierte wieder Jana Krause mit starken Paraden. Lydia Jakubisova
und die heute in Abwehr und Angriff bärenstarke Meike Schmelzer
schlossen einen Drei-Tore-Lauf zum 29:24 erfolgreich ab und sorgten
damit sechs Minuten vor dem Ende für eine Vorentscheidung. Der VfL
blieb weiter druckvoll, die Gäste ließen jedoch nichts mehr
anbrennen. Zwei Tore von Kerstin Wohlbold, die eine super
Regieleistung über fast 60 Minuten zeigte, sicherten den deutlichen
Endstand von 32:27 und die große Freude über das zweite erreichte
Saison-Zwischenziel: Der THC ist "Weihnachtsmeister" !
Halbzeit: 15:19.
Schiedsrichter:
Robert Schulze, Tobias Tönnies.
Zuschauer: 1621
(EWE Arena Oldenburg).
Siebenmeter: VfL
3/6, THC 3/3.
Zeitstrafen: VfL
1, THC 6.
Thüringer HC: Krause, Eckerle – Nadgornaja (5), Mietzner, Smeets (1), Schmelzer
(8), Snelder (6/3), Engel, Blase, Jakubisova (2), Huber (4), Wohlbold
(6).
VfL Oldenburg: Renner, Wester – Schnack, Meyer (3), Thalke (1), Birke (2), Müller
(4), Wenzl (8/3), Svendsen, Salberg, Schirmer (2), Behrend, Geschke
(7), Hartstock.
19.Nov.14 / Stephanie Lapp / Roman Knabe
Spitzenspiel gewonnen
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