Spitzenreiter reist nach Schwaben
Geschrieben von
y4u am
Freitag, 12. März 2010
2. BUNDESLIGA SÜD: TG Biberach – SWE Volley-Team
Erfurt. (11.Mrz.10/ Stephan Siegl) Nach dem freien Wochenende, wegen der Pokalendspiele, hält der Punktspiel-Alltag wieder Einzug in Deutschlands Eliteklassen. Für das SWE Volley-Team heißt das: Gen Süden fahren zur TG Biberach. Die Schwaben, bei denen die Ex-Erfurterin Anne Suchomil im Kader ist, stehen sozusagen mit dem Rücken zur Wand. Lediglich das bessere Satzverhältnis trennt sie von einem Abstiegsplatz, den momentan der VfL Nürnberg inne hat. Dass die TG-Damen dort unten stehen, dürfte nicht nur in Thüringen für Verwunderung sorgen. Schließlich hatte man die Damen von Trainer Dirk Lafarre nach einer fulminanten Aufholjagd in der Rückrunde der vergangenen Saison in dieser Serie weiter vorn erwartet. Da mit Bettina Stumpf noch eine erstligaerfahrene Angreiferin hinzukam, waren sie so etwas wie ein Geheimfavorit. Allen Optimisten erteilte der Biberacher Trainer aber schnell eine Absage. „Wir haben auch viele Abgänge zu verkraften, ich sehe uns nicht oben in der Tabelle“, so sein Statement nach der 0:3 Niederlage in Erfurt. Er sollte Recht behalten, auch wenn es momentan eine bittere Wahrheit ist. Das Image einer "Fahrstuhlmannschaft" wollten sie sich in Biberach ebenfalls nicht anhaften lassen. Deshalb werden die Damen aus dem bayrischen Teil des Schwabenlandes in den letzten fünf Partien versuchen, möglichst viele Punkte zum Klassenerhalt zu sammeln. Auch wenn das gegen die Erfurterinnen alles andere als leicht sein sollte, so scheint es nicht unmöglich. In der vergangenen Saison behielten die Gastgeber mit 3:1 etwas überraschend die Oberhand. Es war der zweite von acht Siegen in Serie. Der Lohn war am Saisonende Platz 7. Genau diese Rechnung ist für die SWE-Damen und ihren Trainer Heiko Herzberg noch offen. Diese zu begleichen, ist das Minimalziel für den Spitzenreiter, der sich auf der Zielgeraden keinen Ausrutscher mehr leisten möchte. Zwar wird Karolin Baumgarten berufsbedingt nicht mit dabei sein, aber die Anderen sollten "das Kind schon schaukeln". Trotzdem erwartet Erfurts Trainer eine engagierte Vorstellung seiner Mädels, denn eines wurde im letzten Auswärtsspiel beim Dresdner SSV auch sichtbar: Selbst einen schwächeren Gegner besiegt man nicht so im "La Paloma-Stil". Soll heißen, die Chancen die der Gegner einem bietet, muss man konsequent nutzen. Sonst könnte es ungemütlich und eng werden.
11.Mrz.10 / Stephan Siegl