Souveräner Pflichtsieg
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 13. Februar 2020
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – 1.FSV Mainz 36:19
Erfurt. (12.Feb.20/ Sarah Lapp/ Bernd Hohnstein) Der Thüringer HC erledigte
seine Pflichtaufgabe gegen den FSV Mainz 05 mit einem deutlichen
36:19-Heimsieg bravourös. Schon zur Pause führte der THC mit elf
Treffern und überzeugte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung
in Abwehr und Angriff. Einziger Wermutstropfen ist die Verletzung von
Meike Schmelzer, die direkt nach dem Spiel zu weiteren Untersuchungen
ins Krankenhaus musste. Ina Großmann war mit acht Toren beste
Werferin des Thüringer HC, aufseiten der Gäste erzielte Janka Bauer
sechs Treffer. Schon im ersten Angriff ließ Beate Scheffknecht keine
Zweifel an der Favoritenrolle des Thüringer HC offen und erzielte
das 1:0. Die Gastgeberinnen kamen mit ihrem Tempospiel gut in die
Begegnung und so legten Lydia Jakubisova und Emily Bölk prompt zum
3:0 nach. In der vierten Minute konnten die Gäste aus der Erfurter
Partnerstadt Mainz ihren ersten Treffer durch Janka Bauer verbuchen.
Die THC-Abwehr agierte kompakt in der Anfangsphase und störte
erfolgreich die Gegnerinnen im Spielaufbau. In der zehnten Minute
verwandelte Lydia Jakubisova sicher aus einem Tempogegenstoß heraus
zum 7:2. Nach einer Verwarnung gegen Alicia Stolle gelanges Larissa
Platen, per Strafwurf zu verkürzen. Nachwuchstorhüterin Greta
Köster wurde in der vierzehnten Minute für einen erneuten
Siebenmeter der Gäste eingewechselt, den Larissa Platen sicher zum
12:6 verwandelte. Den nachfolgenden Treffer von Lydia Jakubisova nahm
der Mainzer Trainer Thomas Zeitz zum Anlass, sein erstes Team-Timeout
einzuberufen. Die Auszeit zeigte zunächst nicht die gewünschte
Wirkung bei den Rheinland-Pfälzerinnen. In der neunzehnten Minute
tankte sich Maike Schmelzer am Kreis zum 16:7 durch. Die Spielerinnen
aus der Thüringer Landeshauptstadt versuchten bereits frühzeitig,
alle Zweifel am heutigen Spielausgang beizulegen. Die erste
Zehntoreführung erzielte Ina Großmann in der 24.Minute von der
Linksaußenposition. Der komfortable Vorsprung gab Herbert Müller
die Chance, schon in der ersten Hälfte eine Vielzahl von Wechseln
vorzunehmen und der gesamten Mannschaft Spielzeiten einzuräumen.
Nach einer Zeitstrafe gegen Nina Reißberg gelangen dem THC im
Überzahlspiel zwei Treffer in Folge, sodass die Führung auf elf
Tore ausgebaut wurde. Die Chance zu verkürzen, vergab Franziska
Fischer von der Strafwurflinie und so ging es beim Spielstand von
20:9 in die Kabinen. Den ersten Angriff in der zweiten Halbzeit
nutzte Larissa Platen zum Anschlusstreffer. In den darauffolgenden
Minuten gelangen den Mainzerinnen keine erfolgreichen Aktionen,
sodass der THC auf 24:10 davon ziehen konnte. Die Gäste zeigten
Nerven und vergaben vor der THC-Abwehr reihenweise Chancen.
Gästetrainer Thomas Zeitz nahm eine weitere Auszeit. In der
36.Minute brachte Alicia Stolle ihr Team aus dem Rückraum das erste
Mal mit fünfzehn Toren in Front. Kurz darauf gab es einen
Schreckmoment für die Thüringer Mannschaft und deren Fans, Maike
Schmelzer musste verletzungsbedingt vom Spielfeld. In der zweiten
Spielhälfte glänzte Ann-Cathrin Giegerich mit tollen Paraden und
gab den Gästen kaum eine Chance, um Ergebniskosmetik zu betreiben.
Almudena Rodriguez unterstrich mit ihrem Treffer zum 30:12 die
deutliche Überlegenheit der Gastgeberinnen. Zudem musste die Meenzer
Dynamites in der 44.Minute bereits die zweite Zeitstrafe gegen Nina
Reißberg hinnehmen. Beim Stand von 31:14 und knapp fünf torlosen
Minuten für den THC nahm Herbert Müller ein Team-Timeout, um die
Mannschaft noch einmal zur Konzentration aufzurufen. In den letzten
zehn Minuten erhielt Greta Köster die Chance, weitere
Bundesligaminuten zu sammeln. Ina Großmann erwischte heute einen
Sahnetag und konnte mit dem Treffer zum 34:16 bereits ihr siebtes Tor
erzielen. Greta Köster zeigte mit einer starken Parade vier Minuten
vor dem Schlusspfiff, dass sie zurecht zum Thüringer Aufgebot
gehört. In einer Empty-Goal Situation des THC trug sich
Dynamitestorhüterin Nina Kolundzic in die Torschützenliste ein. Am
Ende feierte die Mannschaft und die Anhänger des Thüringer HC einen
ungefährdeten 36:19-Heimsieg.
Halbzeit: 20:9.
Schiedsrichter: Jennifer Eckert,
Maria Ludwig.
Zuschauer: 974 (Riethsporthalle)
Siebenmeter: THC 3/3, Mainz 3/5.
Zeitstrafen: THC 3, Mainz 4.
Thüringer HC: Giegerich, Köster
– Scheffknecht 6/3, Mazzucco 1, Rodriguez 4, Sazdovska 1, Schmelzer
5, Stolle 2, Bölk 2, Großmann 8, Biltoft, Mässing 3, Jakubisova 4.
Mainz 05: Kolundzic 1, Schäfer– Gangel, Bauer 6, Hampel, Soffel 1, Hartstock, Platen 3/2, Tinti,
Cipaian, Grossheim 1, Burkholder 3/1, Fischer, Kolundzic 1, Reißberg
2.
thueringer-hc
12.Feb.20 / Sarah Lapp / Bernd Hohnstein - Foto: Sebastian Dühring