Souveräner Heimsieg
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 16. Februar 2017
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – VfL Oldenburg 35:22
Bad Langensalza. (15.Feb.17/ Stephanie Lapp/ Roman Knabe) Der Thüringer HC besiegte
den VfL Oldenburg im 300. Bundesligaspiel des Vereins klar mit 35:22
und schob sich vorerst mit einem Spiel mehr als Metzingen auf den
zweiten Tabellenplatz. Überragende Spielerin war Iveta Luzumova, die
elf Treffer erzielte. Unter den Augen des Bundestrainers Michael
Biegler erzielte Angie Geschke per Strafwurf das erste Tor der Partie
und wenig später erhöhte Kelly Dulfer aus dem Rückraum auf 2:0.
Der THC brauchte fünf Minuten um die spürbare Unsicherheit zu
überwinden. Im Angriff schlichen sich technische Fehler ein,
Großchancen wurden vergeben. Doch dann fing sich die Müller-Sieben.
Mit drei Toren in Folge durch einen Doppelschlag von Manon Houette
und einen verwandelten Strafwurf von Katrin Engel drehten die
Thüringerinnen die Partie. Der THC legte nun stets vor, doch
Oldenburg blieb dran. Auch der VfL leistete sich nun einige
Ballverluste. Nach 10 Minuten wechselte die Partie, hatten in der
Anfangsphase noch eher die Abwehrreihen dominiert, zeigten nun beide
Angriffsreihen ihr Können. Bei Oldenburg konnte sich immer wieder
Kelly Dulfer in Szene setzen. Die 1,86m große Rückraumschützin
traf mehrmals aus der Ferne, wie beim 4:5 aus der Sicht ihrer
Mannschaft. Beim THC zeigten sich die Außenspielerinnen
treffsicherer als in den letzten Spielen. Manon Houette gelangen
schöne Aktionen von Linksaußen und sie schloss auch ihre
Tempogegenstöße erfolgreich ab. So erhöhte sie zum 9:7 nach einem
langen Pass von Torfrau Dinah Eckerle. Crina Pinta baute die Führung
vom Kreis nach sehenswertem Pass von Iveta Luzumova auf 11:8 aus,
doch richtig absetzen konnte sich der amtierende Meister nicht. Zwei
verwandelte Strafwürfe brachten die Gäste wieder heran. Der THC war
heute im Angriffsspiel verbessert, vor allem die Ballverluste wurden
minimiert und die Wurfeffektivität konnte sich sehen lassen.
Oldenburg tat sich schwer mit dem hohen Tempo des Thüringer HC.
Manon Houette erhöhte durch einen weiteren Tempogegenstoß auf
16:12. Diese Führung hielt nicht lange, kurz vor dem Signal
verkürzte Isabelle Jongenelen zum 16:13 Pausenstand. Fünf Minuten
in der zweiten Hälfte waren gespielt und der THC konnte sich auf
19:15 absetzen und Manon Houette hatte beim Tempogegenstoß die
Chance zur ersten Fünf-Tore-Führung. Doch Julia Renner hielt den
hohen Ball spektakulär. Bei Oldenburg gingen durch Ballverluste zwei
Angriffe verloren, das dann folgende sieben gegen sechs der Gäste
brachte wieder Ballverluste und zwei Treffer von Iveta Luzumova ins
noch leere VfL-Tor führten zu einer erstmalig beruhigenden 22:15
Führung. Bei den Gästen schien jetzt der Spielfaden gerissen. Mit
dem 7:0 Lauf hatten die Gastgeberinnen das 24:15 erzielt und vorerst
den Widerstand des VfL gebrochen. Doch Jenny Behrend und zweimal
Angie Geschke verhinderten ein weiteres Davonziehen der
Thüringerinnen (25:18/42.). Aber heute wollten die
Müller-Schützlinge nichts anbrennen lassen. Mit einer starken Jana
Krause im Tor, erspielte das heimische Team bis zur 50.Minute eine
29:22 Führung an der vor allem eine sehr dynamische Iveta Luzumova
mit sechs Treffern in dieser Phase großen Anteil hatte. Die Abwehr
der Oldenburgerinnen war lange nicht mehr so aufmerksam wie in den
ersten dreißig Minuten und so war es folgerichtig: Mit einem schönen
Treffer vom Kreis erzielte Crina Pintea mit dem 32:22 die erste
Zehn-Tore-Führung. Jana Krause hielt ihren Kasten weitgehend rein
und hatte auch beim Strafwurf von Inger Smits das erste Duell
gewonnen, doch der Ball prallte zur Schützin zurück, die dann doch
noch erfolgreich vollenden konnte. Beim 34:23, drei Minuten vor
Schluss war die Partie lange entschieden. Treffer von Lydia
Jakubisova, Jana Martens und Manon Houette änderten am Gesamtbild
der heutigen THC-Leistung nichts mehr. Der amtierende Meister hat
beim 37:25 Stärke gezeigt und kann mit dem nötigen Selbstvertrauen
am Samstag nach Bad Wildungen fahren.
Halbzeit: 16:13.
Schiedsrichter: Michael Kilp,
Christoph Maier.
Zuschauer: 1004 (Salza-Halle).
Siebenmeter: THC 4/4, VfL 7/7.
Zeitstrafen: THC keine, VfL 2.
Thüringer HC: Krause, Eckerle –
Scheffknecht, Pintea (3), Schmelzer (1), Niederwieser (1), Diaz (6),
Luzumova (11/2), Engel (2/1), Houette (7/1), Jakubisova (2),
Kiedrowski, Wohlbold (3), Planeta (1).
VfL Oldenburg: Renner, Schnack –
Martens (1), Müller (1), Smits (7/3), Dulfer (5), Kohorst, Behrend
(2), Geschke (7/4), Kaiser, Hartstock, Jongenelen (2), Mala.
http://www.thueringer-hc.de/de/
15.Feb.17 / Stephanie Lapp / Roman Knabe - Foto: Thüringer HC