Souveräner Heimsieg
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 18. September 2022
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer HC – Buxtehuder SV 28:19
Bad
Langensalza. (17.Sep.22/ Bernd Hohnstein) Überzeugend
präsentierte sich der Thüringer HC beim 28:19-Erfolg gegen den
Buxtehuder SV zum ersten Heimspiel der noch jungen Saison. Nach
anfänglichen Startschwierigkeiten übernahm der Gastgeber ab der
fünfzehnten Minute die Initiative und drückte dem BSV das eigene
Spiel auf. Dem hohen Tempo konnten die Gäste vor allem zu Beginn der
zweiten Halbzeit wenig entgegensetzen. Beste Werferin des Thüringer
HC war Annika Lott mit sieben Treffern gegen ihren ehemaligen Verein.
Für den Buxtehuder SV erzielten Maxi Mühlner und Mia Lakenmacher je
drei Tore. Das erste Heimspiel der Saison vor gut gefüllter Halle
begann mit einer Parade von Irma Schjött und der Führung zum 1:0
durch Annika Lott. Ein besserer Einstieg hätte es nicht werden
können. Lange ließ der Ausgleich nicht auf sich warten, Liv
Süchting glich nach zwei Minuten aus. Schon nach drei Minuten
zeigten beide Mannschaften, dass es auf ein spannendes Spiel
hinauslaufen wird. Buxtehude legte vor, der THC glich zum 2:2 aus.
Das Tempo war von Beginn an hoch. Irma Schjött verhinderte mehrfach
die Treffer der Gäste. Im Abschluss machte der THC noch zu viele
einfache Fehler. Der Buxtehuder SV zog auf 2:4 in der siebten Minute
davon. In der zehnten Minute netzte Isabelle Dölle von der
Strafwurflinie zum 3:5 ein. Der guten Abwehrarbeit im gesamten
Verlauf der ersten Spielhälfte war es zu verdanken, dass der BSV
nicht weiter davonziehen konnte. Entsprechend unzufrieden mit der
Leistung zeigte sich Herbert Müller an der Seitenlinie. Nach knapp
zwölf Minuten glich Johanna Stockschläder von der linken Außenbahn
zum 5:5 aus. BSV-Coach Dirk Leun bat seine Mannschaft zum Gespräch.
Bis zur Mitte der ersten Halbzeit sahen die Fans ein ausgeglichenes
Spiel. Die Gäste legten vor, der THC glich aus. Die sich bietenden
Chancen aus den technischen Fehlern verwerteten beide Teams nicht für
einen größeren Vorsprung. Nach fünfzehn Minuten lag der THC mit
7:6 vorn. Die Gastgeberinnen zogen merklich das Tempo an, und mit
schnellem Spielaufbau und Zug zum Tor setzte sich der THC auf 11:7 in
der 21.Spielminute ab. Bereits zum zweiten Mal bat Dirk Leun sein
Team an die Seitenlinie. Dank guter Aktionen von Lea Rüther im
BSV-Gehäuse wuchs der Vorsprung für den THC nicht so schnell an.
Mit dem 15:9 erzielte Annika Lott bereits den vierten Treffer gegen
ihren ehemaligen Verein. Mit dem Pausenpfiff bekam der BSV noch einen
Strafwurf zugesprochen, Isabelle Dölle verzog im Duell gegen Laura
Kuske und warf über das Tor (16:9). Nur 21 Sekunden nach
Wiederanpfiff zirkelte Jennifer Rohde den Ball an Marie Andresen
vorbei zum 17:9. Der Thüringer HC startete mit viel Tempo und
konzentriert beim Spielaufbau. Der Druck auf Buxtehude wurde
hochgehalten und so erzielte in der 34.Minute Johanna Stockschläder
das 19:9. Einen so frühen Zehn-Tore-Vorsprung hätte sicher keiner
vor der Partie erwartet. Buxtehude kam zum Start in die zweite
Halbzeit nicht ins Spiel. Nach zehn Minuten zog Dirk Leun seine
dritte Grüne Karte, um sein Team neu auszurichten. Bei den
Gastgeberinnen schien nun fast alles zu laufen, nur wenige Chancen
wurden ausgelassen, ganz anders als zum Beginn der ersten Halbzeit.
Trotz der Vorentscheidung zeigten sich die Norddeutschen mit
Kampfgeist und versuchten alles, um ihr Torekonto zu verbessern. Das
Torhütertrio Schjött-Roth-Kuske zeigte sich stark bei ihren
Einsätzen, die Stärken der einzelnen Spielerinnen wurden abgerufen
und von ihnen gekonnt in Szene gesetzt. Eine Viertelstunde vor dem
Ende lag der Thüringer HC mit 23:14 vorn. Noch zehn Minuten waren zu
spielen. Laura Kuske bekam ihre Einsatzzeit und zeigte gute Aktionen.
Den komfortablen Vorsprung nutzte Herbert Müller, um Spielerinnen
wie Dominika Machova Spielzeiten nach ihrer langen Verletzungspause
zu geben. Der BSV tat noch einmal alles, um den Spielstand besser zu
gestalten, scheiterte jedoch am schnellen Spiel der Gastgeberinnen.
Die Gastgeberinnen ließen nichts mehr anbrennen. Beim Spielstand von
28:19 ertönte der Schlusspfiff der Unparteiischen.
Halbzeit: 16:9.
Schiedsrichter: Pawel Fratczak, Paulo Ribeiro.
Zuschauer: 873
(Salza-Halle)
Siebenmeter: THC
1/2, BSV 5/6.
Zeitstrafen: THC 2,
BSV 3.
Thüringer HC: Kuske, Schjött, Roth – Lundgreen 1, Frey 1/1, Hendrikse 2, Tanabe
2, Zachova, Hilby 1, Rønningen 3, Holmberg 2, Niederwieser 1,
Stockschläder 5, Lott 7, Reichert 2, Rode 1.
Buxtehuder SV: Andresen, Rüther – Süchting 2, Heldmann, Nielsen, Kasparkova 2,
Mühlner 3/3, Dölle 2/2, Winterberg 2, Kollmer 1, Hagen 2, von
Prittwitz 2, Hartstock, Lakenmacher 3.
thueringer hc
17.Sep.22 / Bernd Hohnstein - Foto: franziska Braun (Archiv)