Souverän weiter
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 18. Oktober 2020
HANDBALL EHF-CUP: Thüringer
HC – WAT Atzgersdorf 42:21
Nordhausen. (18.Okt.20/ Martin Holzheier/ Bernd Hohnstein) Das erste Heimspiel in
der EHF European League entschied der Thüringer HC mit 42:21 gegen
WAT Atzgersdorf für sich. Mit hohem Tempo im Angriff und
sehenswerten Torhüterleistungen ziehen die Thüringerinnen in die
nächste Runde um den Einzug in die Gruppenphase ein. Nach guter
Mannschaftsleistung trugen sich alle Feldspielerinnen des THC in die
Torschützenliste ein. Mit acht Toren erzielte Meike Schmelzer die
meisten Treffer für die Gastgeberinnen. Johanna Reichert traf sieben
Mal für die Gäste. Nach dem deutlichen 39:24-Sieg in der
vergangenen Woche stand der Thüringer HC bereits mit einem Bein in
der Tür zur dritten Qualifikationsrunde zur EHF European League der
Frauen. In der Wiedigsburghalle sollte gegen WAT Atzgersdorf
endgültig alles klar gemacht werden. Anika Zlabinger überwand Petra
Blazek im Tor zum 0:1 und brachte so die Gäste in Führung. Den
ersten Strafwurf verwandelte Beate Scheffknecht nach drei Minuten zum
2:2, Johanna Reichert musste auf die Bank. Beiden Teams unterliefen
zu Beginn einige technische Fehler oder man scheiterte an den
Torfrauen. Ina Grossmann stellte nach schönem Tempogegenstoß den
ersten drei Tore Vorsprung zum 6:3 her. Die Gäste blieben in
Schlagdistanz und beschäftigten die Abwehr der Thüringerinnen mit
ihrem schnellen Spiel. Lydia Jakubisova erhöhte in der 15. Minute
mit einem Kontertor auf 9:5. Petra Blazek zeigte mehrere schöne
Paraden. Das verschaffte dem THC-Angriff Luft und der Vorsprung
konnte ausgebaut werden. Mitte der ersten Halbzeit bekam Laura Kuske
ihre Chance zwischen den Pfosten. Die Thüringerinnen hatten sich
inzwischen auf die Gäste eingestellt und erhöhten ihrerseits das
Tempo. In der Abwehr wurden die Wienerinnen deutlich mehr gefordert
und so taten sich Räume für den Abschluss auf, die der THC für
einfache Treffer nutzte. Nach zwanzig Minuten erzielte Kerstin Kündig
ihren vierten Treffer und baute die Führung zum 15:6 aus. Zwei
Minuten später zog Helfried Müller seine Karte zum Team-Timeout.
Das Spiel bot dem Thüringer HC Möglichkeiten, verschiedene
Spielvariationen zu testen, darauf musste die Mannschaft vorbereitet
werden. Aufseiten der Gäste netzte Johanna Reichert mehrfach mit
einfachen Toren ein, darauf musste reagiert werden. Bis zur
Halbzeitpause verlief das Spiel ruhiger. In die Kabinen ging es mit
einer 19:12 Führung für die Gastgeberinnen. Den ersten Treffer der
zweiten Halbzeit erzielte Nina Neidhart, nachdem Laura Kuske den
ersten Wurf der Wienerinnen pariert hatte. Zwei Minuten nach
Wiederanpfiff bekamen die Gäste einen Strafwurf zugesprochen, den
Sandra Mahr sicher verwandelte. Das Anspiel an den Kreis, was in der
ersten Hälfte gut gelang, wurde nun von den Gästen unterbunden. Dem
THC gelang in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit kein
Treffer und selbst Beate Scheffknecht scheiterte von der
Strafwurflinie. Lautstark verlangte Helfried Müller von der Seite
mehr Tempo und Druck im Umkehrspiel. Seine Frauen reagierten und
setzten es sofort um. In der 38.Minute stand mit dem 25:15 der erste
zehn Torevorsprung auf der Anzeigetafel. Das zwang das Trainergespann
der Gäste Norbert Wernert und Oliver Haunold zur Auszeit. Die
Thüringerinnen agierten mit ungewohnter Abwehrvariante, einer
dreifachen Manndeckung. Das brachte den Spielfluss der Gäste
komplett ins Stocken. Laura Kuske brachte die Gästeschützinnen
zudem mit ihren Paraden mehrfach zum Verzweifeln. Selbst beim
Strafwurf wehrte sie zwei von fünf Würfen ihrer Gegenspielerinnen
ab. Helfried Müller setzte die siebte Feldspielerin ein, was nicht
den gewünschten Erfolg brachte. Die Gäste erhöhten durch Treffer
von Johanna Reichert ihr Torekonto. Sie erzielte in der 51.Minute
ihren siebten Treffer zum 36:20. Durch die starke Abwehrarbeit und
Balleroberungen fiel nun fast jeder Treffer durch Tempogegenstoß des
THC. Vier Minuten vor dem Ende nahmen die Gäste noch mal eine
Auszeit. Die Wienerinnen wollte in den die letzten Minuten weiter
Gegenwehr zeigen. Den 40.Treffer und den Zwanzig-Torevorsprung
erzielte Mariana Ferreira Lopes nach einem weiteren Tempogegenstoß
(40:20). Der THC überrollte die Gäste förmlich. Mit dem
Schlusspfiff stand ein verdienter 42:21-Sieg auf der Anzeigetafel.
Der THC zieht in die dritte Qualifikationsrunde der EHF European
League ein.
Halbzeit: 19:12.
Schiedsrichter: Stephen Martens
(BEL), Yves Schols (BEL).
Zuschauer: 250
(Wiedigsburghalle).
Siebenmeter: THC 1/2, WAT 3/5.
Zeitstrafen: THC 2, WAT 4.
Thüringer HC: Kuske, Davidsen,
Blazek – Lopes 3, Scheffknecht 1/1, Nieuwenweg 2, Iskit 1,
Schmelzer 8, Großmann 2, Rühl 2, Kündig 4, Jakubisova 7, Neidhart
6, Jerabkova 3, Huber 3.
WAT Atzgersdorf: Ivkic, Geringer
– Mahr 3/1, Steyrer, Cosic 1, Schuster, Fehringer 1, Griessler,
Dramac 6, Mustedanagic, Failmayer 1, Zlabinger 1, Wernert 1,
Gschwentner, Sujer, Reichert 7/2.
thueringer-hc
18.Okt.20 / Martin Holzheier / Bernd Hohnstein - Foto: Heilwagen (Archiv)