Souverän in die nächste Runde
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 03. Oktober 2021
HANDBALL DHB-POKAL: SV
Union Halle-Neustadt – Thüringer HC 18:28
Halle. (02.Okt.21/ Bernd Hohnstein/ Andreas Hofmann) Der Thüringer HC
gewann das Ostderby in der zweiten Runde um den DHB-Pokal gegen die
Wildcats der SV Union Halle-Neustadt mit 28:18. Die Gäste gingen als
Favorit in das K.O.-Match und sicherten sich durch konzentrierten
Spielaufbau und einer starken Abwehr den Sieg in der Saalestadt. Mit
fünf Treffern war Simone Spur Petersen beste Werferin der Wildcats.
Für den THC erzielte Dominica Zachova sieben Tore. Der THC ging nach
einem Strafwurftor durch Dominika Zachova in Führung. Beide Teams
leisteten sich zu Beginn einige technische Fehler, die der THC nutzen
konnte. Halle blieb dran und verkürzte in der vierten Minute zum
1:2. Die Wildcats mit einer offensiven Abwehr und bemüht die Gäste
nicht wegziehen zu lassen. Die schön herausgespielten Einzelaktionen
der Hallenserinnen blieben zu oft in der THC-Abwehr hängen. Nach
acht Minuten lag der Thüringer HC mit 4:3 vorn. Die Abwehraktionen
der Saalestädterinnen bescherte dem THC in den ersten zehn Minuten
drei Strafwürfe, die Dominika Zachova alle verwandeln konnte. Die
Wildcats blieben dran (3:5/12.). Die Thüringerinnen kamen langsam in
Fahrt und sicherten den herausgespielten Vorsprung. Mitte der ersten
Halbzeit hatte der Thüringer HC einen sicheren Dreitorevorsprung auf
der Habenseite (5:8). Knapp zwei Minuten später nahm Katrin Welter
ihr erstes Team Timeout, die Gäste inzwischen mit vier Toren vorn.
Kaum auf dem Spielfeld kassierte die ehemalige THC-Spielerin Julia
Redder ihre erste Zeitstrafe, der THC führte nun 10:5. Für Halle
kam es noch dicker, der erste Strafwurf der Gastgeberinnen fand den
Weg ins Gästetor nicht. Das Tempo war bei beiden Mannschaften nicht
hoch, über ein sicheres Positionsspiel bauten sie ihre Angriffe auf
und suchten ihre Abschlussmöglichkeiten. Zum Ende der 23.Minute bat
Herbert Müller seine Frauen an die Seitenlinie.Die Unterzahl, Anika
Niederwieser saß eine Zeitstrafe ab, glich Herbert Müller mit der
siebten Feldspielerin aus, die Wildcats verkürzten auf 9:13. Im
Angriff klappte noch längst nicht alles, die Abwehr zeigte sich
verbessert als zuletzt. In die Kabinen ging es mit einem 16:11 für
den Thüringer HC. Mit fünf Toren Vorsprung ging es in die zweite
Spielhälfte. Beide Mannschaften mit Startschwierigkeiten im
Abschluss, fünf Minuten ohne Torerfolg auf beiden Seiten, dann
verwandelte Simone Spur Petersen einen weiteren Siebenmeter. Nun traf
auch der THC, Miranda Schmidt-Robben netzte zweimal zum 12:18 ein.
Halle ließ den Gästen jetzt viel Raum ohne selbst zum Abschluss zu
kommen (12:20/40.). Die Gäste waren im Spiel und nahmen ihre
Favoritenrolle an. Mit Einzelaktionen versuchten die Wildcats ihr
Glück und holten den nächsten Strafwurf, doch nutzen konnte Simone
Spur Petersen die Chance nicht. Noch 15 Minuten waren zu spielen, die
Thüringerinnen lagen mit 14:22 vorn. In dieser Phase verloren die
Thüringerinnen kurz den Faden, vorn klappte nichts. Die
Saalestädterinnen verteidigten mutig und suchten verbissen den
Abschluss. Yuki Tanabe, von Rinka Duijndam direkt bedient, stellte im
Tempogegenstoß den Achttorevorsprung zum 16:24 her (50.). Erneut
netzte Yuki Tanabe ein, Katrin Welter nahm noch mal eine Auszeit für
die Hallenserinnen. Die Frauen der SV Union wehrten sich vehement
gegen die Zehn-Toreführung der Gäste. Da kam die Parade von Laura
Kuske im Duell von der Siebenmetermarke eher ungelegen. Den
Ballverlust des THC verwerteten die Wildcats zum 17:25 durch Simone
Spur Petersen. Die Thüringerinnen zogen ihr Spiel konsequent durch,
wenn auch die Konzentration nachließ. In der letzten Spielminute
gelang Lydia Jakubisova der ersehnte Zehntorevorsprung zum 18:28, was
den Endstand darstellte.

THC Talk mit Rinka Duijndam zum Spiel
Halbzeit: 11:16.
Schiedsrichter: Lucas Hellbusch, Darnel Jansen.
Zuschauer: 279
(SWH.arena Halle).
Siebenmeter: Union
3/6, THC 3/3.
Zeitstrafen: Union
4, THC 3.
Thüringer HC: Kuske, Blazek, Duijndam – Meyer 1, Tanabe 3, Zachova 7/3, Iskit 2,
Niederwieser, Szekerczes 1, Tsakalou 1, Kündig 4, Jakubisova 5,
Huber 1, Schmidt-Robben 3.
Union Halle-Neustadt: Gudelj, Lepschi 1 – Dietz, Nukovic, Tietjen, Spur Petersen 5/2,
Heimburg 3, Gruber 1, Smolik, Nowak, Mikkelsen 1, Askebjerg Madsen
3/1, Redder 3, Dierks 1, Gudelj.
02.Okt.21 / Bernd Hohnstein / Andreas Hofmann - Foto: Franziska Braun (Archiv)