Samstag ist Model(l)-Zeit
Geschrieben von
y4u am
Freitag, 16. November 2012
VOLLEYBALL 2.BUNDESLIGA SÜD: SWE Volley-Team – FV Tübinger Modell
Erfurt. (15.Nov.12/ Stephan Siegel) Am Samstag um 19.30 Uhr ist es wieder soweit. Das nächste Heimspiel für das SWE Volley-Team steht in der Erfurter Riethsporthalle an und der nächste Sieg auf dem Programm - zumindest nach dem Willen der Erfurterinnen. Zu Gast beim Achten ist das derzeitige Schlusslicht, der Aufsteiger aus Tübingen. Die Damen aus der Universitätsstadt am Neckar werden allerdings nicht kampflos die Punkte am Erfurter Netz durchreichen wollen. Schließlich geht es für sie als Neuling um den Klassenerhalt. Und dass die Luft in der 2. Bundesliga um einiges rauer ist als in der Regionalliga, haben die jungen Mädels aus Deutschlands, vom Altersdurchschnitt, jüngster Stadt auch schon zu spüren bekommen. Unter dem Namen „Förderverein Tübinger Modell“ sind sie erstmals in Deutschlands zweithöchster Klasse angekommen und versuchen, weitgehend mit Eigengewächsen, dort zu verbleiben. Eine Ausnahme bildet Susanne Hemmann. Die gebürtige Thüringerin, die mit dem VC Gotha eine Saison schon Zweitligaluft atmete, steht mit 39 Jahren als Älteste auf dem Spielfeld und soll in einer sonst jungen Truppe ihre Erfahrung weitergeben. Während auf der einen Spielfeldhälfte Modell-Zeit ist, könnte man denken, auf der anderen sei Model-Zeit. Nicht nur, dass die Erfurterinnen eine sehr attraktive Mannschaft in die Saison 2012/13 geschickt haben. Nein, auch bei der nicht von der Natur gegebenen Attraktivität wird auf ein ansprechendes Äußeres geachtet. So mussten es unbedingt knallbunte Sportschuhe sein und der Wunsch wurde von drei Gönnern erhört, die wohl verständlicherweise nicht nein sagen konnten. Auch bei der Suche nach einem besonderen Nagellack ist die junge Mannschaft immer „up to date“. Ein sich mit zunehmender Temperatur farblich verändernder Lack soll derzeit der „Renner“ sein, war zu hören. Doch mit Schönheit gewinnt man keine Spiele. Das wissen die SWE-Mädels auch nur zu gut, weshalb ihr Fokus zunächst auf dem Samstagspiel liegt. Dabei sollen die Mut machenden Auftritte vom Auswärtswochenende in Sachsen fortgeführt werden und dem Sieg von Dresden gleich der nächste folgen. Ohne überheblich zu sein, alles andere als ein Erfolg wäre auch eine Überraschung, denn gerade mit dem eigenen Publikum im Rücken sind die Erfurterinnen immer noch einen Tick stärker. Das wollen sie auch am Samstag unter Beweis stellen. Und erst wenn der Sieg gegen das Tübinger Modell unter Dach und Fach ist, darf sich wieder um das Modeln gekümmert werden.
15.Nov.12 / Stephan Siegel