Runde drei erzwingen
Geschrieben von
y4u am
Freitag, 22. Oktober 2021
HANDBALL EHF: Thüringer
HC
Erfurt. (21.Okt.21/ HaJo Steinbach) Am vergangenen Sonntag hat der Thüringer
HC mit einer schwachen Leistung nicht nur eine Vorentscheidung
verpatzt, ist sogar als Verlierer von der Platte gegangen und muss
nun gegen Molde Elite im Rückspiel punkten, um noch in die dritte
Qualifikationsrunde zur EHF European League einzuziehen. Dort würde
der französische Vertreter Chambray Touraine als neue internationale
Herausforderung warten. Die Vorzeichen sind alles andere als gut.
Eine ewig lange Busfahrt bis vor die Tore von Hamburg und zu allem
Unglück und verständlichen Verdruss von Herbert Müller noch eine
zeitraubende Dopingkontrolle. Um kurz nach vier Uhr am Morgen waren
die Mädels zu Hause und am Freitag geht es planmäßig um diese Zeit
mit dem Bus nach Berlin, mit dem Flieger nach Oslo und nach fünf
Stunden Wartezeit auf dem Flughafen noch eine Stunde im Flieger
weiter nach Molde. Dort ist am Abend noch ein Training in der
Spielhalle angesetzt. Stress ohne Ende. Nicht, dass der THC das nicht
kennt, schließlich spielt man das zehnte Jahr in Folge international
und weiß englische Wochen bedeuten. Für viele Spielerinnen ist
dieses Szenario die körperliche und psychische Belastung Neuland.
Bis dahin gibt es noch eine Video-Analyse und ein Abschlusstraining
am Donnerstagabend, wo Herbert Müller noch einmal mit den Mädels
unser schnelles Spiel auf die Tagesordnung stellen will. „Wir sehen
jetzt nur auf uns und nach vorn. In Molde alles besser machen und das
Weiterkommen erzwingen, so für eine positive Überraschung sorgen“,
erklärt Herbert Müller vor der Abreise, wohl wissend, dass es
schwer wird, aber nicht unmöglich. Der THC muss nur das auf die
Platte bringt, was er eigentlich kann und schon gezeigt hat. „Mit
vier Toren zu gewinnen bedeutet, ein Tor pro Viertelstunde
vorzulegen“, meint der Mathematiker. „Die Lage wie sie ist, haben
wir uns selbst eingebrockt, jetzt müssen wir eben das Glück des
Tüchtigen erzwingen, das ist das Ziel“, so der Chef abschließend.
Die Lage bleibt angespannt. Luca Szekerczés kann nicht mit
ausreisen, weil sie in Norwegen als mit Sputnik geimpft in Quarantäne
müsste. Josefine Huber wird hoffentlich wieder fit, sie wird in der
Abwehrmitte unbedingt gebraucht. Ansonsten steht der Kader wie
zuletzt ohne die langzeitverletzten sieben.
thueringer-hc
21.Okt.21 / HaJo Steinbach
Runde drei erzwingen
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