Revanche gelungen
Geschrieben von
y4u am
Samstag, 05. Mai 2018
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer HC – HSG Bad Wildungen 35:21
Bad Langensalza. (05.Mai18/ Roman Knabe) Auch im drittletzten Saisonspiel gegen die
HSG Bad Wildungen Vipers ließ der Thüringer HC nichts anbrennen.
Mit 35:21 zeigte sich das Müller-Team meisterlich. Nach
unkonzentriertem Start lag der Favorit bis zur 20. Minute zurück.
Dann fing sich zuerst die Abwehr des Deutschen Meisters und ließ bis
zur 33.Spielminute keinen Gegentreffer zu. Iveta Luzumova (11/2) und
Gordana Mitrovic (6) steuerten die meisten Treffer für den Gastgeber
bei, die Vipers hatten in Anouk Nieuwenweg (8/3) und Nicoleta
Vasilescu (7) ihre gefährlichsten Schützinnen. Ein ganz besonderer
Leckerbissen: In der 17.Minute erzielte Iveta Luzumova den 10.000
Treffer des THC in seiner bisherigen Erstligazugehörigkeit seit dem
Aufstieg im Jahr 2005. Die Vipers begannen mit viel Elan und legten
in der Startphase dreimal vor, wobei der THC stets gleich ausgleichen
konnte. Im Angriff des Meisters gab es Unkonzentriertheiten, die
Gäste waren in der Chancenverwertung besser und durch gute Paraden
von Manuela Brütsch führte die HSG nach zehn Minuten mit 5:3. Auch
in den Folgeminuten änderte sich das Bild nicht, die Vipers zeigten
auch in der Salza-Halle keinerlei mentale Schwächen und dominierten
die Partie. Die Thüringerinnen taten sich weiterhin schwer gegen die
starke Manuela Brütsch im Tor der Vipers. Wildungen blieb dominant,
legte immer wieder vor und gestattete erst in der 20.Minute den
Gastgeberinnen den 11:11-Ausgleichstreffer durch Lydia Jakubisova.
Überragende Spielerin der Gäste auf dem Feld war Tamara Haggerty.
Die Abwehr des Thüringer HC bekam sie lange Zeit nicht in den Griff.
Sie zeigte sich selbst torgefährlich und erarbeitete mehrere
Strafwürfe. Doch in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte
stimmten Chancenverwertung und Abwehrarbeit beim THC, die Würfe der
Gäste wurden sichere Beute des Innenblocks oder aber von Torhüterin
Dinah Eckerle. Die Müller-Sieben hatte sich gefangen und für elf
torlose Minuten beim Gegner gesorgt. Mit druckvollen Angriffen sorgte
der deutsche Meister für einen deutlichen 17:11-Halbzeitstand. Einen
besonderen Leckerbissen gab es für die Statistikfreunde unter den
THC-Fans, der 8:9-Anschlusstreffer in der 17.Minute war das 10.000ste
Tor des THC seit dem Bundesligaaufstieg 2005. Dafür gab es einen
Extrabeifall für Iveta Luzumova, die sich auch diese "Auszeichnung"
nicht entgehen ließ. Nach der Pause ging es turbulent zu, Lydia
Jakubisova verhinderte mit einer artistischen Einlage die
Ergebnisverkürzung, aber dann trafen Nieuenweg, Heusdens und
Vasilescu und verhinderten ein "Ausbrechen" der
Thüringerinnen. In den zwanzig Nachpausenminuten war es bis zum
28:20 (50.Min) wieder ein Spiel auf Augenhöhe. Dann passierte es
aber doch, ein Doppelschlag von Lydia Jakubisova brachte innerhalb
von neunzig Sekunden den ersten Zehn-Tore-Vorsprung (30:20/51.).
Gästetrainerin Tessa Bremmer legte die Grüne Karte um noch einmal
Feinjustierung vorzunehmen. Herbert Müller folgte ihr binnen einer
Minute und ordnete das Spiel sieben gegen sechs an. Das erste
Ergebnis folgte schnell, Iveta Luzumova erzielte durch Strafwurf das
31:20 und ihren zehnten Treffer in der Partie. Das Spiel war
entschieden, die Rehabilitation mit dem überaus deutlichen Ergebnis
bestens gelungen. Nina Schilk und Josefine Huber kamen noch zu
Treffern, den Schlusspunkt zum 35:21 setzte aber, wie konnte es
anders sein, Iveta Luzumova. Der THC hat im dritten Spiel fast
identische Ergebnisse abgeliefert, gegen Rödertal gab es nach dem
nicht verwandelten Strafwurf eine unverständliche Ergebniskorrektur,
dreimal 35:21, das ist schon eine tolle Serie.
Halbzeit: 17:11.
Schiedsrichter: Christian Moles/Lutz Pittner.
Zuschauer: 1003
(Salza-Halle).
Siebenmeter: THC
2/2, HSG 4/6.
Zeitstrafen: THC
keine, HSG 1.
Thüringer HC: Eckerle – Scheffknecht, Lang 3, Mazzucco 3, Schmelzer 1,
Niederwieser 2, Aguilar Diaz, Luzumova 11/2, Mitrovic 6, Schilk 2,
Jakubisova 3, Huber 4, Batista da Silva.
Vipers: Duijndam,
Brütsch – Heusdens 2/1, Haggerty 3, Nieuwenweg 8/3, Frankova,
Schmidt-Robben, Beugels, Vasilescu 7, Ritter, Spielvogel 1, Preis.
thueringer-hc
05.Mai18 / Roman Knabe - Foto: Thüringer HC (Archiv)