Remis zum Abschluss
Geschrieben von
y4u am
Samstag, 09. März 2019
HANDBALL CHAMPIONS LEAGUE: CSM
Bukarest – Thüringer HC 23:23
Bukarest. (08.Mrz.19/ Sarah Lapp/ Andreas Hofmann/ Bernd Hohnstein) In einem
bis zum Schlusspfiff spannenden Auswärtsspiel, holte der Thüringer
HC nach einem 23:23-Unentschieden gegen CSM Bucuresti, den ersten
Punkt in der Hauptrunde der EHF Champions League. Nach einer tollen
Aufholjagd spielte der Thüringer HC den rumänischen Meister an den
Rand einer Niederlage und verabschiedete sich mit erhobenem Haupt aus
der Königsklasse des europäischen Frauenhandballs. Jovanka
Radicevic war mit acht Toren erfolgreichste Werferin für CSM
Bucuresti. Sechs Mal netzte Alicia Stolle für den THC ein. Das erste
Tor im Spiel erzielte Alicia Stolle für die Gäste aus dem Rückraum,
Jovanka Radicevic glich im Gegenzug aus. Beide Mannschaften zeigten
von Beginn an, dass sie in der Abwehr auf den Gegner eingestellt
sind. Nach knapp vier Minuten netzte Iveta Luzumova von der
Siebenmeterlinie zum 1:2 ein. Nach einem Foul auf der Gegenseite
musste Jovana Sazdovska auf der Bank Platz nehmen und CSM verwandelte
den darauffolgenden Strafwurf sicher. Elizabeth Omoregie brachte die
Rumäninnen nach acht Spielminuten in Führung. In der zwölften
Minute gelang Lydia Jakubisova der 4:3-Anschlusstreffer. Ann-Cathrin
Giegerich in parierte in der dreizehnten Spielminute sensationell den
Tempogegenstoß von Iulia Vasilica Curea. Beim Spielstand von 5:3
nahm Herbert Müller seine erste Auszeit. Die Ansprache des Trainers
schien zunächst zu fruchten und Emily Bölk schloss den Angriff mit
dem vierten Treffer für die Gäste ab. Sekunden später griff die
Torschützin in der Abwehr hart zu und die Unparteiischen zeigten
eine Zeitstrafe gegen Emily Bölk an und für Bukarest auf die
Strafwurflinie. Jovanka Radicevic verwandelte souverän für ihr
Team. Die Gastgeberinnen waren in dieser Spielphase die dominierende
Mannschaft und konnten in der 21.Minute auf 10:6 erhöhen. Die Gäste
machten es sich selbst schwer und scheiterten nach ungenauen Würfen
oftmals an Jelena Grubisic im Tor. Beim Stand von 11:6 nahm Herbert
Müller die zweite Auszeit, um mit seinem Team die Strategie für die
letzten Spielzüge der ersten Halbzeit zu besprechen. Der THC spielte
erneut mit siebter Feldspielerin, hatten in dieser Phase aber kein
Glück im Angriff. Bukarest zog auf 13:7 davon. Mit einem Tor von
Alicia Stolle verabschiedeten sich die Teams bei einem Stand von 14:8
in die Kabinen. Meike Schmelzer verkürzte zu Beginn der zweiten
Halbzeit auf 14:10 und hielt so den THC im Spiel. Fünf Minuten nach
Wiederanpfiff saß Emily Bölk ihre zweite Zeitstrafe ab. Die Abwehr
des Thüringer HC griff früher und beherzter zu und so musste
Josefine Huber beim Stand von 16:12 von der Bank zusehen. Die
Thüringerinnen hielten trotz Unterzahl mutig dagegen und ließen
nicht zu, dass sich CSM entscheidend absetzen konnte. Zurück auf dem
Spielfeld warf Josefine Huber ihr Team auf 17:15 heran (38.). Dragan
Djukic, der Trainer der Gastgeberinnen hatte genug gesehen und nahm
daraufhin sein Team-Timeout. Jovana Sazdovska netzte per
Tempogegenstoß in der 44.Minute zum 18:17 ein. Der THC hatte nun
einen Lauf und so gelang Josefine Huber der 18:18-Ausgleich von der
Strafwurflinie. Der CSM Bucuresti wehrte sich verbissen gegen eine
drohende Niederlage in eigener Halle und erkämpfte eine
Zwei-Tore-Führung. Alicia Stolle übernahm Verantwortung und konnte
mit zwei Toren in Folgen zum 20:20 ausgleichen. Die erste THC-Führung
seit der fünften Spielminute ging auf das Konto von Jovana
Sazdovska, acht Minuten vor dem Schlusspfiff traf sie zum 20:21.
Beide Mannschaften schenkten sich in dieser Phase nichts. Die Gäste
waren jetzt effektiver im Abschluss und Emily Bölk markierte aus dem
Rückraum den Treffer zum 21:23. In der 58.Minute musste Josefine
Huber zum zweiten Mal auf die Bank. Den gegebenen Strafwurf für die
Gastgeberinnen versenkte Jovanka Radicevic im Tornetz. Nach einem
erfolglosen Angriff des THC glich Bukarest zum 23:23 aus. Noch
siebzehn Sekunden standen auf der Hallenuhr. Herbert Müller nahm
sein drittes Team Timeout um den letzten Angriff zu besprechen. Lydia
Jakubisova kam zum Zug, traf aber nur das Außennetz. Emily Bölk
holte den Ball zurück und setze zum Wurf aus der eigenen Hälfte an.
Die Schlusssirene ertönte, bevor Jelena Grubisic den Ball abwehrte.
Der Thüringer HC konnte sich mit einer starken zweiten Halbzeit und
einem Punktgewinn aus der Champions League Saison verabschieden.
Halbzeit: 14:8.
Schiedsrichter: Karina
Christiansen, Line Hesseldal Hansen (DEN)
Zuschauer: 3468 (Sala
Polivalentă).
Siebenmeter: Bukarest 4/4, THC
5/6.
Zeitstrafen: Bukarest 3, THC 4.
Thüringer HC: Zimmerman,
Giegerich – Sazdovska 3, Mazzucco, Schmelzer 2, Stolle 6, Luzumova
3/2, Bölk 3, Großmann, Müller 1, Jakubisova 1, Huber 4/3.
Bukarest: Ion, Ungureanu,
Grubisic – Udristou, Radicevic 8/3, Curea 2/1, Rosengren Jacobsen,
Bazaliu 1, Lazovic 3, Omoregie 7, Marin, Constantinescu 1, Manea 1,
Hagman, Cvijic.
thueringer-hc
08.Mrz.19 / Sarah Lapp / Andreas Hofmann / Bernd Hohnstein