Punkte liegen lassen
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 19. November 2020
HANDBALL BUNDESLIGA: TuS
Metzingen – Thüringer HC 34:32
Metzingen. (18.Nov.20/ Bernd Hohnstein) Der Thüringer HC musste sich in einem
bis zur letzten Minute spannenden Auswärtsspiel gegen die TuSsies
Metzingen mit 32:34 geschlagen geben. Über die gesamte Spielzeit
gelang es keiner Mannschaft einen entscheidenden Vorteil zu
erspielen, man begegnete sich auf Augenhöhe. Erst in den letzten
Spielminuten vergab der THC die entscheidenden Chancen, die Metzingen
zu ihren Gunsten und somit knappen Sieg nutzen konnten. Beste
Werferinnen für das gastgebende Team waren Marlene Zapf und Bo van
Wetering mit je acht Toren. Mit vierzehn Treffern besserte Marketa
Jerabkova ihre Torekonto auf. Schnell brachte Marketa Jerabkova den
THC in Führung. Auf der Gegenseite parierte Marie Skurtveit Davidsen
den ersten Wurf auf ihr Tor. Auffällig in der Startphase war die
kompakt stehende Abwehr der Thüringerinnen. Bereits zu Beginn der
vierten Spielminute führte der Gast mit 4:1 nach einem erfolgreich
abgeschlossenen Tempogegenstoß von Ina Großmann. Im Tor der
Gastgeberinnen verhinderte Madita Kohorst den nächsten Treffer des
THC, dafür verkürzte Bo van Wetering für die TuSsies zum 3:4. Eine
knappe Minute später netzte Anika Niederwieser zum 4:4-Ausgleich
gegen ihren ehemaligen Klub ein. Damit war das Spiel offen und es
baute sich die erwartete Spannung auf. Nach zehn gespielten Minuten
verwarf Silje Bröns Petersen den ersten Strafwurf für ihr Team. Die
Thüringer Damen bauten die Führung auf vier Tore zum 4:8 aus. Das
veranlasste Edina Rott schon nach zwölf Minuten die grüne Karte zum
Team Timeout zu ziehen. Direkt nach Wiederanpfiff nutzte Ina Großmann
einen technischen Fehler der Gastgeberinnen und schloss den nächsten
Tempogegenstoß erfolgreich ab. Der THC versuchte nicht mit aller
Macht sein Tempospiel durchzusetzen. Konzentriert bauten die
Thüringerinnen ihr Spiel auf und suchten geduldig ihre Chancen.
Fehlerfrei war das jedoch nicht und Metzingen verkürzte in der
17.Minute auf 7:10. Herbert Müller bat seine Mannschaft zum Gespräch
an die Seitenlinie. Die Abwehrreihe der TuSsies war jetzt besser auf
die Gäste eingestellt und verhinderte erfolgreich eine höhere
Führung des Thüringer HC. Zudem schlichen sich einfache Fehler und
Ballverluste in das Angriffsspiel der Frauen des THC. Auf der
Gegenseite konnte Marie Skurtveit Davidsen weitere Treffer nicht
verhindern und so stand es fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff 10:12.
Metzingen erhöhte den Druck, um die Abwehr zu überwinden. Emma
Ekenman-Fernis musste zu Beginn der 29. Spielminute auf die Bank. In
Unterzahl gelang dem THC kein Tor, auf der Gegenseite verkürzten die
Metzingerinnen zum Halbzeitstand von 13:14. Mit dem Vorteil des
Anwurfs zur zweiten Halbzeit glichen die Gäste sofort zum 14:14 aus.
Nach einer Parade von Nicole Roth netzte Silje Bröns Petersen zur
ersten Führung der Gastgeberinnen ein - 15:14. Die TuSsies kamen
deutlich offensiver im Angriff aus den Kabinen. Emma Ekenman-Fernis
glich sechs Minuten nach Beginn der zweiten Spielhälfte zum 17:17
aus. Beide Teams spielten auf Augenhöhe und schenkten sich
gegenseitig nichts. Auf jedes Tor des Gegners fand man die passende
Antwort und die Führung wechselte hin und her. In zehn Minuten
trafen die Gastgeberinnen acht Mal und führten so mit 21:19. Diese
Zweitoreführung verteidigte Metzingen in dieser Phase nach jedem
Treffer des Thüringer HC. Marie Skurtveit verhinderte mit ihrer
achten Parade Schlimmeres. Sichtlich unzufrieden mit dem Verlauf nach
der Pause reagierte Herbert Müller und nahm eine weitere Auszeit.
Auf das Tor von Asli Iskit reagierten die TuSies, Mitte der zweiten
Spielhälfte mit einem Tempogegenstoß zum 24:22. Mit ihrem dritten
Strafwurf verkürzte Marketa Jerabkova zum 24:23 und erzielte im
nächsten Angriff den Ausgleich. Die Gastgeberinnen legten vor, das
Thüringer Team glich aus. Zehn Minuten vor dem Ende stand nach
Treffern von Anika Niederwieser und Kerstin Kündig ein
27:27-Unentschieden auf der Anzeigetafel in der Öschhalle. Glück
für den THC - Marlene Zapf verwarf in der 53. Minute einen
Strafwurf, Josefine Huber nutzte die Chance und brachte den THC in
Führung. Edina Rott holte daraufhin ihre Mannschaft zum Gespräch.
Eine Zeitstrafe gegen Lena Degenhardt brachte dem THC einen
Überzahlvorteil, Emma Ekenman-Fernis traf zum 29:31 und erarbeitete
damit einen kleinen Vorteil für die Schlussphase. Das Tor für
Metzingen und ein technischer Fehler aufseiten des THC, schon war der
Vorsprung nach einem weiteren Treffer von Maren Weigel dahin (31:31).
Vorn vergab der THC seine Chance zur Führung, auf der Gegenseite
machten es die TuSies besser und legten in der 59.Minute zum 32:31
vor. Auf die Zweitoreführung der Metzingerinnen (33:31) reagierte
Herbert Müller 34 Sekunden vor Schluss mit seiner letzten Auszeit.
Aus dem Angriff holten die Gäste einen Strafwurf heraus, den Marketa
Jerabkova sicher verwandelte. Edina Rott zieht elf Sekunden vor dem
Schlusspfiff die grüne Karte. Im letzten Angriff sucht Metzingen den
schnellen Abschluss und gewinnt das Spiel mit 34:32.
Halbzeit: 13:14.
Schiedsrichter: Julian Köppl,
Denis Regner.
Zuschauer: (Öschhalle).
Siebenmeter: TuS 2/4, THC 4/4.
Zeitstrafen: TuS 1, THC 1.
Thüringer HC: Davidsen, Blazek
– Lopes Ferreira, Ekenman-Fernis 2, Scheffknecht 2, Iskit 2,
Großmann 4, Rühl, Kündig 4, Huhnstock, Neidhart 1, Jerabkova 14/4,
Huber 3.
Metzingen: Kohorst, Roth –
Zapf 8/2, Pandza 2, Quist, van Wetering 8, Degenhardt, Niederwieser
3, Weigel 5, van der Baan, Petersen 5, Haggerty 3, Rott, Korsós.
thueringer-hc
18.Nov.20 / Bernd Hohnstein - Foto: Christian Heilwagen (Archiv)