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Geschrieben von y4u am Sonntag, 05. März 2017
HANDBALL HANDBALL CHAMPIONSLEAGUE: Thüringer HC – FTC-Rail Cargo Budapest 29:29
 

Nordhausen. (05.Mrz.17/ Roman Knabe) Der Thüringer HC bot heute eine ganz starke Heimleistung. Vom ungarischen Meister FTC Budapest trennten sich die Müller-Schützlinge nach einer Steigerung in der zweiten Hälfte mit 29:29. Beim THC fehlten neben Jana Krause und Szimonetta Planeta auch Macareana Aquilar mit Rückenproblemen. Eine wiederum ganz starke Leistung bot Dinah Eckerle im THC-Tor, überragend die leistung von Iveta Luzumova, die insgesamt zwolf Treffer erzielte. Szandra Szollosi-Zacsik war mit sechs Toren erfolgreichste Budapester Werferin. Der THC startete voll konzentriert mit bester Unterstützung der 1800 Zuschauer in die Partie. Gut aufgelegt, erzielten Manon Houette und Iveta Luzumova bis zur neunten Minute stets die Führung, doch die schnellen Ungarinnen hatten stets die Antwort parat. In der zehnten Minute übernahmen sie die Führungsrolle und legten auf 7:5 vor. Zu durchsichtig beim THC waren die Pässe an den Kreis und Budapest konterte stark. Kaum eine Chance für Dinah Eckerle im THC-Tor. Ihre Gegenüber Blanka Biro konnte sich bis dahin schon einige Male auszeichnen, lediglich in Manon Houette fand sie ihren Meister. Im THC Rückraum versuchte immer wieder Anika Niederwieserd ihr Glück, doch die Abwehr der Gäste war beweglich und spielte mit starkem Körpereinsatz. Die Angriffsmühen brachten jetzt keinen Erfolg, aber in der Abwehr kämpften die Gastgeberinnen aufopferungsvoll. So konnte Budapest zwar auf 10:6 davonziehen, doch zwei schöne Treffer von Iveta Luzumova brachten die Thüringerinnen wieder heran (8:11/18.). Budapest dominierte die Partie, das temposcharfe, druckvolle Angriffsspiel der Ungarinnen führte immer wieder zu lehrbuchhaft heraus gespielten Außentreffern. Doch zwei starke Aktionen von Dinah Eckerle führten wieder zu zwei schönen Treffern von Katrin Engel und einem Kempa-Treffer von Iveta Luzumova. Jetzt sprang der Funke über und die lautstarken ungarischen Fans waren kaum noch zu hören. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff war der THC heran, 14:15 durch einen Gegenstoß von Lydia Jakubisova und nachdem Dinah Eckerle den zweiten Strafwurf entschärft hatte, traf Katrin Engel aus dem Rückraum zum 15:15 Ausgleich. Zwei etwas fragwürdige Entscheidungen der serbischen Schiedsrichterinnen brachten dann dem THC eine Zeitstrafe und den sehr frühen Zeitspielpfiff, den routinierten Ungarinnen wiederum die Chance in Führung zu gehen. Mit einer 17:15 Gästeführung wurden die Seiten gewechselt. Der Thüringer HC startete mit einem Pfostentreffer von Katrin Engel, doch Manon Houette konnte verkürzen. Auch Iveta Luzumova traf und wieder war der THC auf Tuchfühlung (17:18/33.). Und kurz darauf wieder eine Foul an Katrin Engel, Tor durch Strafwurf von Iveta Luzumova. Remis - den nächsten Strafwurf hatte jetzt Budapest und Dinah Eckerle hatte das Glück der Tüchtigen. Der Aufsetzer sprang von der Lattenunterkante zur THC-Torhüterin, die Halle tobte. Iveta Luzumova schaffte die 19:18 Führung und Meike Schmelzer setzte mit einer Energieleistung vom Kreis noch einen drauf - 20:18. Nach 40 Minuten zeigte die Anzeige ein 20:20. Das THC-Team spielte mit viel Druck und konnte aber die nächsten starken Aktionen der Gäste nicht unterbinden. Doch das gehandicapte THC-Team blieb voll im Spiel, tolle Aktionen von Iveta luzumova und Dinah Eckerle, die einen Ball aufs leere Tor super retten konnte, hielten die Thüringerinnen vorn. Herbert Müller blieb bei der Variante 7 gegen 6 und Manon Houette schaffte in der 38.Minute das 24:23. Toll, wie druckvoll jetzt das Müller-Team aufspielte. Allen voran die dynamische und enorm druckvoll spielende Iveta Luzumova, das 25:23 erzielte sie selbst, zum 26:23 legte sie toll für Crina Pintea an den Kreis vor. Es ging weiter mit sieben gegen sechs, noch in keiner Partie der Saison hatte die Variante so effektiv funktioniert und sie brachte viel Sicherheit ins Spiel des deutschen Meisters. Die Ungarinnen zeigten erstmals Nerven. Drei Minuten vor dem Schlusspfiff, beim 29:26 glaubten wohl viele THC-Fans in der Halle an den Sieg über den hoch favorisierten ungarischen Meister. Doch die routinierten Gäste kämpften sich zurück. Fünfzehn Sekunden vor dem Ende stand es 29:29, und der letzte Wurfversuch von Katrin Engel landete in den Armen von Blanka Bira. Es blieb bei einem Punktgewinn nach einem bravourösen Schluss-Heimauftritt der Thüringer HC.
 
Halbzeit:
15:17.

Schiedsrichter: Vanja Antic, Jelena Jakovljevic (SRB).
Zuschauer:
1800 (Wiedigsburghalle Nordhausen).
Siebenmeter:
THC , Budapest .
Zeitstrafen:
THC , Budapest .
Thüringer HC:
Eckerle, Szott – Redder, Pintea (3), Schmelzer (1), Niederwieser (1), Diaz, Luzumova (12), Engel (3), Houette (6), Jakubisova (3), Kiedrowski, Wohlbold.
Hungaria:
Szikora, Biro – Szollosi-Zacsik (6), Szarka (2), Schatzl (3), Szucsanszki (3), Szekeres, Meszaros (1), Lukacs (3), Snelder (2), Abaurrea (2), Monori, Faluvegi (1), Jovanovic (3), Kovacsics (3), Hornyak.

http://www.thueringer-hc.de/de/


05.Mrz.17 / Roman Knabe - Foto: Thüringer HC

Punkt zum Abschied

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