Pokalsieger geschlagen
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 11. Oktober 2018
HANDBALL BUNDESLIGA: VfL
Oldenburg – Thüringer HC 25:36
Oldenburg. (10.Okt.18/ Martin Holzheier/ Andreas Hofmann) Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison standen
sich der deutsche Pokalsieger und der Deutsche Meister in einem
Pflichtspiel gegenüber, das der Thüringer Handball Club deutlich
mit 25:36 gewann. Beste Torschützin des THC war Emily Bölk mit elf
Treffern. Aufseiten des Gastgebers war Angie Geschke erfolgreichste
Werferin mit fünf Toren. Nach einem Stau kamen die Thüringerinnen
erst kurz vor dem geplanten Spielbeginn in Oldenburg an, so dass der
Anwurf um vierzig Minuten verschoben werden musste. Aus diesem Grund
wurden bereits vor der Partie die Begegnungen der dritten Runde des
DHB-Pokales der Frauen ausgelost. Die Glücksfee Heike Horstmann,
Co-Trainerin der Nationalmannschaft, bescherte dem Thüringer
Handball Club ein Auswärtsspiel beim Elften der zweiten
Frauenhandball-Liga, den Füchsen Berlin. Den ersten Treffer der
Partie erzielte Lydia Jakubisova nach einem Tempo-Gegenstoß. Für
den VfL warf Isabelle Jongenelen den 1:1 Ausgleich. Bis zur zehnten
Minute (4:4) konnte sich keine der beiden Mannschaften einen Vorteil
verschaffen, beide Teams standen stabil in der Abwehr. Nach elf
Minuten wechselte Kristy Zimmerman ins Tor des Deutschen Meisters und
zeigte gleich zwei tolle Paraden. Das Spiel nahm nun Fahrt auf. Beide
Mannschaften spielten jetzt druckvoll im Angriff, was aber auch zu
einigen technischen Fehlern führte. Nach zwanzig Minuten beim Stand
von 9:10, legte VfL-Trainer Nils Bötel die Grüne Karte, um seine
Mannschaft auf das Spiel mit der siebten Feldspielerin beim THC
einzustellen. Julia Renner, im Tor des VfL, hatte bislang einen
Sahnetag erwischt und glänzte mit mehreren sehenswerten Paraden. Der
Deutsche Meister konnte sich dadurch keinen Vorsprung erarbeiten. In
der 23.Minute kassierte Josefine Huber die erste Zeitstrafe der
Partie. Den fälligen Strafwurf von Angie Geschke parierte Kristy
Zimmerman. Auf der Gegenseite machte es Emily Bölk besser und
verwandelte ihren Siebenmeter sicher. Herbert Müller nahm in der 28.
Minute seine erste Auszeit, um die Taktik für die letzten zwei
Minuten zu erläutern. In die Pause ging es mit einem
Drei-Tore-Vorsprung für den Thüringer Handball Club (13:16). Mit
ihrem ersten Treffer zum 13:17 läutete Alicia Stolle die zweite
Halbzeit ein. In der 35.Minute erzielte Iveta Luzumova be reits ihren
fünften Treffer zum 19:15 aus Sicht des THC. Die Thüringerinnen
waren jetzt vor allem aus dem Rückraum gefährlicher und es gab
sehenswerte Treffer, was zu einem 18:24 in der 40.Minute auf der
Anzeigetafel führte. Die Gastgeberinnen versuchten nun durch
Tempohandball, mehr Druck auf die THC-Abwehr aufzubauen, was aber
keinen Erfolg brachte. Der Deutsche Meister seinerseits knackte nun
ein ums andere Mal die Oldenburger Abwehr, sodass der VfL in der 44.
Minute, beim Stand von 19:27 eine Auszeit nahm, um eine deftige
Schlappe abzuwenden. Herbert Müller wechselte munter durch und in
der 45. Minute (20:30) war der erste Zehn-Tore-Vorsprung erreicht.
THC-Trainer Herbert Müller nahm in der 50. Minute (23:34) noch mal
eine Auszeit, um für die letzten Minuten des Spieles taktische
Anweisungen zu geben. Beide Mannschaften nahmen nun das Tempo aus dem
Spiel, um Kräfte für die Aufgaben des kommenden Wochenendes zu
sparen. Durch eine klare Steigerung in Halbzeit zwei, gewann der
Thüringer Handball Club a m Ende auch in dieser Höhe verdient, mit
25:36.
Halbzeit: 13:16.
Schiedsrichter: Christian vom
Dorff, Fabian vom Dorff.
Zuschauer: 1047 (EWE Arena).
Siebenmeter: VfL 3/4, ZHC 3/4.
Zeitstrafen: VfL 1, ZHC 2.
Thüringer HC: Krause,
Zimmerman, Giegerich – Lang, Sazdovska, Mazzucco 1, Schmelzer 3,
Triscsuk 1, Stolle 3, Luzumova 10/1, Bölk 11/2, Großmann 1,
Jakubisova 6, Redder, Huber.
VfL Oldenburg: Renner, Ferenczi
– Fragge, Kannegiesser, Birke 3, Genz, Jongenelen 2, Martens,
Behrend 4, Geschke 5/2, Logvin 2, Hartstock 1, Mikkelsen 4,
Schoenaker 3/1, Roller 1.
thueringer-hc
10.Okt.18 / Martin Holzheier / Andreas Hofmann