Pokalaus
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 31. Januar 2021
HANDBALL DHB-POKAL: Thüringer
HC – TuS Metzingen 32:35
Bad Langensalza. (30.Jan.21/ Bernd Hohnstein) Im Viertelfinale um den Einzug ins Olymp
Final4 des DHB-Pokals musste sich der Thüringer HC dem TuS Metzingen
mit 32:35 geschlagen geben. Das Spiel war geprägt von hohem Tempo im
Angriff und offensiven auftretenden Abwehrreihen auf beiden Seiten.
Mit sieben Treffern erzielte Asli Iskit die meisten Tore aufseiten
des THC. Marlene Zapf war mit fünfzehn Treffern, davon dreizehn
Strafwürfen, beste Werferin der TuSsies. Den besseren Start
erwischten die Gäste aus Metzingen, die mit einer 1:3-Führung
vorlegten. Josefine Huber brachte nach zwei Anläufen den Ball zum
2:3-Anschlusstreffer im Tor der unter. Mit tollen Paraden verhinderte
Marie Skurtveit Davidsen eine höhere Führung der TuSsies. Den
zweiten Strafwurf innerhalb der ersten zehn Minuten versenkte Marlene
Zapf zum 3:5 auf der Gegenseite sofort die Antwort der
Gastgeberinnen. Beide Mannschaften drückten mächtig aufs Tempo.
Dabei standen die Thüringerinnen in der Abwehr deutlich besser als
in den letzten Spielen. Im Ringen um einfache Tore tat man sich
dagegen schwer. In der 18. Minute gingen die TuSsies erstmals mit
drei Toren in Führung (7:10). Wenn es nicht läuft, dann kommt noch
Pech hinzu, Marketa Jerabkova scheiterte in der 22.Minute von der
Strafwurflinie an Madita Kohorst im Tor der Gäste. Zwei Minuten
später machte es Emma Ekenman-Fernis von selber Stelle besser und
netzte zum 11:13 ein. Der Thüringer HC blieb auf Schlagdistanz und
hielt die Begegnung weiterhin offen und spannend. Die Abwehrreihen
waren auf beiden Seiten nicht zimperlich, das spiegelte sich in zehn
Strafwürfen bis zur Halbzeitpause wieder (4/6). Zudem vergaben die
Unparteiischen sechs Zeitstrafen (2/4). Mit einem knappen 14:15 für
die Gäste verabschiedeten sich die Mannschaften in die Kabinen, der
letzte Wurf der Thüringerinnen landete einen Bruchteil nach dem
Pausensignal im Tornetz der Tussies. Der schnelle Ausgleich blieb dem
Thüringer HC direkt nach Wiederanpfiff verwehrt. Mit einem Strafwurf
für Metzingen endete deren erster Angriff. Beate Scheffknecht musste
auf die Strafbank, Marlene Zapf netzte ein. Nach drei Minuten hatten
die Gäste ihre Führung auf 15:18 ausgebaut. Der THC hielt dagegen,
um den Anschluss zu halten und die Gäste nicht weiter enteilen zu
lassen. Aber mit cleveren Einzelaktionen wurde die THC-Abwehr in
Bewegung gehalten und so gelangen den Gästen leichte Tore. Aufseiten
des THC wurden die Außenpositionen und der Kreis besser bedient,
Josefine Huber verkürzte zum 18:20. Marlene Zapf ließ von der
Strafwurflinie nichts anbrennen und zwang Herbert Müller nach dem
Treffer zum 18:22 zum Team Timeout. Zwei sehenswerte Paraden von
Petra Blazek in Folge und erfolgreiche Abschlüsse brachten den THC
wieder auf ein Tor heran. Josefine Huber netzte Mitte der zweiten
Halbzeit zum 23:24 ein. Vier Treffer brachten den Gästen eine
komfortable 23:28-Führung für die Schlussphase. Knapp neun Minuten
vor dem Schlusspfiff rief Herbert Müller seine Mannschaft erneut an
die Seitenlinie. Fünf Tore Unterschied zu kompensieren, würde ein
Kraftakt für die Thüringerinnen, dazu setzte der Trainer des THC
auf die siebte Feldspielerin (24:29). Trotz aller Anstrengungen fand
der THC kein Gegenmittel, um das Spiel in den verbleibenden Minuten
zu kippen. Dem Treffer des Gastgebers folgte das schnelle Gegentor.
Sekunden vor dem Ende erzielte Beate
Scheffknecht den 32:35-Endstand.
Damit qualifizierte sich der TuS Metzingen für das OLYMP Final4 in
Stuttgart.
Halbzeit: 14:15.
Schiedsrichter: Nils Blümel,
Jörg Loppaschewski.
Zuschauer: keine (Salza-Halle).
Siebenmeter: THC 6/7, TuS 13/13.
Zeitstrafen: THC 3, TuS 5.
Thüringer HC: Kuske, Davidsen,
Blazek – Ekenman-Fernis 6/4, Scheffknecht 4, Iskit 7, Großmann 1,
Rühl, Kündig 3, Huhnstock, Neidhart 2, Jerabkova 5/2, Huber 4.
TuS Metzingen: Kohorst, Roth –
Zapf 15/13, Pandza 3, Quist, van Wetering 1, Degenhardt, Albek,
Niederwieser, Weigel 4, van der Baan, Hübner, Petersen 7, Haggerty
3, Korsos 2.
thueringer-hc
30.Jan.21 / Bernd Hohnstein - Foto: Christian Heiwagen (Archiv)