Pokalaufgabe wartet
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 10. Januar 2019
HANDBALL DHB-POKAL: Thüringer
HC
Erfurt. (10.Jan.19/ Bernd Hihnstein) Das nächste Spiel des Thüringer HC am
kommenden Sonntag ist das entscheidende K.o.-Spiel zum Erreichen des
OLYMP-FINAL4 um den DHB-Pokal, Ende Mai in Stuttgart. Die Teilnahme
dort, ist eines der Saisonziele, wie sie Herbert Müller im September
verkündet hat. Herbert Müller macht keinen Hehl daraus: „Ich bin
ein großer Fan des Pokals, da haben die kleinen Vereine mal die
Chance gegen die Großen, sogar gegen den Meister zu spielen. Und der
Niederklassige hat dazu Heimvorteil. Das David gegen Goliath hat
seine eigenen Gesetze und so einen ganz besonderen Reiz und eine nur
dem Pokal eigene Brisanz.“ Der Trainer weiß wovon er spricht, hat
gerade der Thüringer HC trotz sieben Meistertiteln den Pokal erst
zweimal gewonnen und ist schon drei Mal in heimischer Halle entweder
im Achtel- oder im Viertelfinale ausgeschieden. Der Pokal ist der
kürzeste Weg zu einem Titel und da hat man mit einer guten
Tagesform, mit einer einmalig herausragenden Leistung seine Chance.
Anders in der Bundesliga: „Da soll der Meister werden, der sich
über die gesamte Spielzeit in 26 Hin- und Rückspielen als der Beste
erwiesen hat." Deshalb ist Herbert Müller sehr froh darüber,
dass sich die Mehrzahl der Vereine gegen die Wiedereinführung der
Play-off-Spiele entschieden hat und der jetzige Modus beibehalten
wird. „Das ist die richtige Entscheidung, und entspricht der
sportlichen Fairness, nicht ein einziges Spiel darf am Ende der
Saison über die Meisterschaft entscheiden“, sagt Herbert Müller.
Es ist das letzte Spiel vor dem FINAL4, die gestrigen Spiele haben
mit ihren knappen Ergebnissen gezeigt, dass jeder eine Chance hat.
Das ist der Reiz des Pokals. „Im Bundesligaspiel hat Dortmund schon
über 60 Minuten gefightet und ist am Ende nur mit einem Tor besiegt
worden. Die sind bereit, ihre Chance zu nutzen“, weiß Herbert
Müller. Bei der Tabellensituation mit dem Dreikampf an der Spitze,
ist nur der Pokal für den BVB die Möglichkeit auf einen Titel. Die
Mannschaft ist in der Lage, jede Bundesligamannschaft zu schlagen.
Trotzdem will Herbert Müller mit seinem Team den Fans ein gutes
Spiel bieten. „Es ist unser erklärtes Ziel, das OLYMP-FINAL4 zu
erreichen, um dann mit zahlreichen Fans der Roten Wand nach Stuttgart
zu fahren.“ Wie immer kommt es darauf an, das eigene Spiel
durchzubringen. Herbert Müller zeigt sich besonders angetan, dass
Nina Müller schon im Team angekommen ist. Sie beherrscht schon die
Spielzüge und als erfahrene Lenkerin der Mannschaft bringt sie
Stabilität in die Deckung und verleiht unserem Spiel Ruhe und
Besonnenheit. Dabei hat der Gegner durchaus eine starke Mannschaft,
mit bekannten Assen wie Anne Müller, Clara Woltering oder Alina
Grijseels. Wie immer freut man sich beim THC auf das Wiedersehen mit
den ehemaligen Spielerinnen Nadja Mansson und Svenja Huber. Personel
ist die Situation weiter angespannt. Mit dem Schnee über Thüringen
kam die Grippe in die THC-Mannschaft. Da hat es gleich vier
Spielerinnen erwischt. Herbert Müller hofft aber, dass die bis zum
Wochenende wieder gesund sind. Saskia Lang ist am Meniskus operiert.
Iveta Luzumova trainiert schon leicht. Sie hat heute einen Termin
beim Mannschaftsarzt Dr. Lars Irlenbusch, wo es um die Entscheidung
geht, wie lange die Schiene noch getragen werden muss. Der
Heilungsprozess bei Beate Scheffknecht macht Fortschritte und
Krisztina Triscsuk ist schon froh, dass der Nagel aus ihrem Fuß ist.
Dagegen geht es wohl bei Anne Hubinger mit Leistungssport auf diesem
hohen Niveau nicht weiter. Der Heilungsprozess lässt das einfach
nicht zu. In diesem Zusammenhang bedankte sich Herbert Müller ganz
herzlich bei den beiden Mannschaftsärzten Holger Dietz und Dr. Dirk
Macher, die jetzt langsam den Platz räumen, aber immer noch gern mit
Rat und Tat zur Stelle sind. Es wird noch Gelegenheit gefunden, sie
gebührend zu verabschieden. Dr. Lars Irlenbusch übernimmt nunmehr
die Funktion des Teamarztes.
thueringer-hc
10.Jan.19 / Bernd Hihnstein
Pokalaufgabe wartet
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