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Geschrieben von y4u am Dienstag, 03. Oktober 2017
HANDBALL HANDBALL DHB-POKAL: Ibbenbürener Spvg 08 – Thüringer HC  13:44
 
Ibbenbühren. (03.Okt.17/ Roman Knabe) Standesgemäß gewann der Thüringer HC sein Pokalspiel gegen die Ibbenbürener Spielvereinigung 08 (Oberliga-Nordrhein-Westfalen) mit 44:13. Die meisten Treffer der Partie erzielten Lydia Jakubisova (10 Feldtreffer) und Iveta Luzumova (10/4). Mit je drei Treffern waren Julia Wessling und Lara Dinkhoff die erfolgreichsten Werferinnen der ISV. Am Nationalfeiertag im DHB-Pokal gegen die erfolgreichste Mannschaft des deutschen Frauenhandballs der letzten Jahre zu spielen, war für die SpVVG Ibbenbüren schon etwas Besonderes. Die Gäste wurden mit viel Respekt und anerkennenden Worten empfangen, ca. 400 Besucher hatten sich in der Sporthalle Ost des Ibbenbürener Sportzentrums eingefunden, um den Vizemeister der Vorsaison und Champions League Teilnehmer spielen zu sehen. Es wurde wie erwartet einseitige Partie, in der die Gäste bereits nach gut vier Minuten mit 6:1 in Führung lagen. Die Tore fielen in den ersten dreißig Minuten fast im Minutentakt, die Bedeutung der Partie lag aber eigentlich ganz woanders. Man merkte Herbert Müller an, dass er wenige Tage vor dem ersten Gruppenspiel der Champions League im norwegischen Larvik die letzte Chance nutzen musste, sein Team auf die veränderte Situation in der Stammsieben einzustellen, kurzfristig noch Alternativen zu testen. Die schwere Verletzung Anne Hubingers, die zur Spielzeit in München operiert wurde, erzeugte ein breites Mitgefühl in der THC-Familie und stellt den Trainer vor eine kaum lösbare Aufgabe. „Anne hat sich in kurzer Zeit hervorragend ins Team eingebracht, hat in den ersten drei Spielen dreißig Tore geworfen und sich zu einer sicheren Strafwurfschützin entwickelt. Die Verletzung wirft sie zurück und schwächt natürlich unsere Position im Meisterschaftskampf“, so das kurze Fazit ihres Trainers. Die erste Hälfte zeigte den gewohnt schnellen THC-Angriffshandball mit einigen technischen Kabinettstückchen - und man ging mit einem überdeutlichen 27:8 in die Pause. Die zweite Hälfte diente nun doch in erster Linie Testvarianten auf der Rückraum-Rechts-Position. Die Abwehr mit nun Jana Krause im Tor ließ nur noch fünf Gegentreffer zu, im Angriff passte durch die Testvarianten nicht mehr alles und auch ein wenig Wurfpech verhinderten ein noch höheres Resultat. Gordana Mitrovic erhielt jetzt mehr Spielanteile und bedankte sich mit schönen Pässen und sieben eigenen Treffern. Am Ende gab es das 44:13, und für Ibbenbüren das Ende eines kleinen Handballfestes, das sich so schnell nicht wiederholen wird.
 
Halbzeit:
8:27.

Schiedsrichter: Pawel Fratczak, Paulo Ribeiro.
Zuschauer:
400 (Halle Ost).
Siebenmeter:
ISV 3/4, THC 6/6.
Zeitstrafen:
ISV 0, THC 1.
THC:
Krause, Eckerle – Scheffknecht 1, Lang 4, Mazzucco 2, Schmelzer 5, Luzumova 10/4, Mitrovic 7/2, Jakubisova 10, Wohlbold 3, Huber 2.
ISV 08:
Köster – Brüning, Deters, Dinkhoff 3/1, Wöllmer 1, Simmering 2/2, Ahaus 1, Neubauer 1, Cordes, Breudel, Reisbich, Wessling 3, Klostermann 1, Cordes 1.


03.Okt.17 / Roman Knabe

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