Oldenburg nicht unterschätzen
Geschrieben von
y4u am
Freitag, 29. April 2022
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer HC
Erfurt. (28.Apr.22/ Bernd Hohnstein) Nach der kurzen Nationalmannschaftspause kehrt der Thüringer HC in den Ligaalltag zurück. Am Sonnabend reist der THC in den Norden Deutschlands zum VfL Oldenburg, um 18 Uhr wird das Spiel in der EWE-Arena angepfiffen. Der Thüringer HC geht als Favorit in die Begegnung, auch wenn das die Verantwortlichen zur Zeit weniger gern hören. Zum einen ist der VfL Oldenburg ein sehr unbequemer Gegner, der immer für eine Überraschung gut ist und zum anderen ist trotz der Erfolge in den letzten Spielen noch nicht absehbar, wo der THC aktuell steht. Mit Platz zwölf rangiert der VfL bis gestern Abend auf einem Tabellenplatz, auf dem er nicht zu finden sein sollten. Noch fünf Spiele müssen die Oldenburgerinnen bis zum Saisonende absolvieren. Der Klassenerhalt sollte Pflicht sein. Das Team von Nils Bötel hat mit Kathrin Pichelmeyer im linken Rückraum und Spielmacherin Merle Carstensen zwei torgefährliche Spielerinnen in seinen Reihen, die in der aktuellen Scorerliste der Liga auf den Plätzen zwei und neun zu finden sind. Die rechte Außenbahn ist mit Nationalspielerin Maike Schirmer gut besetzt. Die Niedersachsen überraschten mit Siegen gegen die direkten Konkurrenten des Thüringer HC zu Hause gegen Buxtehude und Blomberg-Lippe zu Beginn der Saison. Beide Rückspiele gingen knapp mit je einem Tor für den VfL verloren. Solche knappen Ergebnisse weist die Mannschaft mehrfach auf und zeigt, dass man sich gegen die Oldenburgerinnen keinerlei Nachlässigen erlauben darf. Mit einem Tor gegen Metzingen verloren, unentschieden gegen Leverkusen, da fehlte immer nur wenig. Das macht den VfL eben auch so unberechenbar, besonders vor eigenem Publikum. Mit 26:21 entschied der Thüringer HC das Hinspiel in eigener Halle für sich, diesen Erfolg gilt es zu wiederholen. Nach dem gestrigen Oldenburger 25:20-Sieg im Rückspiel gegen Metzingen ist die Aufgabe für den THC nicht einfacher geworden, zwar verbesserte sich die Ausgangssituation etwas, aber das ist mit einer Niederlage beim VfL genauso schnell wieder dahin. Der VfL selbst katapultierte sich gestern von Platz zwölf auf den neunten Tabellenplatz. „Die werden mit breiter Brust und dem Wissen gegen den Tabellenvierten gewinnen zu können, gegen uns mit vollem Elan antreten“, weiß der Coach, der das Spiel genau verfolgt hat und anerkennend warnt „Ein hochverdienter Oldenburger Sieg, die von der ersten Minute an dieses Spiel dominiert haben.“ Deshalb will der THC alles auffahren, was er zur Verfügung hat. Ein Sieg ist wichtig, im Gedränge um die internationalen Plätze, das Feld ist dicht gestaffelt und jede Nachlässigkeit wird sich rächen. Zwei Tage bleiben um die Taktik zu bestimmen und festzulegen, um hundert Prozent vorbereitet in den Norden zu reisen. „Wir müssen die mentale Stärke bewahren, um in den richtigen Momenten da zu sein. Es wird sicherlich ein kämpferisches Spiel, aber auch ein Spiel wo man diese mentale Stärke in den wichtigen und entscheidenden Situationen in diesem Spiel für uns zu biegen, dann auch erfolgreich gestalten kann.“ Miranda Schmidt-Robben wird noch nicht wieder zur Verfügung stehen. Ansonsten wird der Thüringer HC mit demselben Kader wie in den letzten beiden Spielen antreten.
28.Apr.22 / Bernd Hohnstein
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