Niederlage im Spitzenspiel
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 22. September 2019
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – BVB Dortmund 25:26
Erfurt. (22.Sep.19/ Sarah Lapp/ Steffi Lapp) Der Thüringer HC musste sich im
Spitzenspiel des dritten Spieltages gegen die BVB 09 Dortmund mit
25:26 geschlagen geben. In dem temporeich geführten Spiel zeigten
beide Teams ihre Stärken im Angriff und auf den Torhüterpositionen.
Am Ende hatten die Gäste das Quäntchen Glück auf ihrer Seite und
entschieden das Spiel mit einem Tor für sich. Für die Gäste
erzielte Bogna Sobiech mit sieben Toren die meisten Treffer für die
Gäste. Auf der Seite der Gastgeberinnen traf Iveta Koresova zehn
Mal. Dortmund hatte Anwurf im Spitzenspiel. Der Thüringer HC
erkämpfte sich den Ball, Emily Bölk erzielte das 1:0 im
Tempogegenstoß. Im Angriffsspiel startete der THC nervös. Zwei
Ballverluste und die Gäste konnten das Spiel zum 2:1 drehen. Die
Anfangsphase war von hohem Tempo geprägt. THC-Torhüterin Marie
Davidsen konnte sich im Spiel mehrmals auszeichnen und verhinderte,
dass die Gäste die Führung weiter ausbauen konnten. Ihr Gegenüber,
Isabell Roch stand dem in nichts nach. In der 9.Minute gelang Emily
Bölk der 5:5 Ausgleich über einen weiteren Tempogegenstoß. Es war
bereits der dritte Treffer der stark aufspielenden Rückraumschützin.
Der Ausfall von Abwehrchefin Josefine Huber war für die
Thüringerinnen schwer zu verdauen. Einige Abstimmungsprobleme nutzte
der BVB zu einfachen Toren. Beim 7:7 nahm Trainer Herbert Müller
seine erste Auszeit. Diese hatte Signalwirkung. Die Thüringerinnen
erkämpften sich den ersten Strafwurf im Spiel, den Iveta Koresova
sicher verwandelte (9:7/20.). Es blieb ein offener Schlagabtausch,
der von hohem Tempo und offenem Schlagabtausch geprägt war.
Alexandra Mazzucco netzte in der 28.Minute zum Stand von 11:11 ein.
Nach weiteren Toren von Iveta Koresova und Inger Smits
verabschiedeten sich die Teams mit einem 12:12-Unentschieden in die
Kabinen. Das erste Tor im zweiten Durchgang gehörte den
Thüringerinnen. Meike Schmelzer verwandelte per Tempogegenstoß.
Insgesamt starteten die Gäste aus Dortmund deutlich besser in die
zweite Halbzeit und erzielte nach 34 Minuten einen
Zwei-Tore-Vorsprung zum 14:16. Der Thüringer HC setzte alles daran,
dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und ging fünf Minuten später
selbst, durch einen Treffer von Alicia Stolle zum 17:16, in Führung.
Es blieb das erwartet enge Spiel, in dem sich keine der Mannschaften
entscheidend absetzen konnte. In der 44.Minute gelang es Iveta
Koresova, von der Strafwurflinie ihr Team das erste Mal mit drei
Toren in Front zu bringen. Nach einer tollen Rettungsaktion von
Ann-Cathrin Giegerich nahm Herbert Müller beim Stand von 22:20 nach
47 Minuten eine Auszeit. In Überzahl, nach einer Zeitstrafe gegen
Iveta Koresova, konnte Isabell Roch per Direktwurf auf das leere Tor
zum Stand von 23:22 verkürzen. In der 56. Minute stellte Meike
Schmelzer im Nachwurf die wichtige Zwei-Tore-Führung zum 25:23
wieder her. Die Gäste aus Dortmund gaben sich nicht auf und glichen
eine Minute vor dem Schlusspfiff erneut aus. Die Spannung in der
Halle war greifbar, diesmal mit unglücklichem Ausgang für den
Thüringer HC. In den letzten Sekunden gelang Bogna Sobiech der
Treffer zum 25:26-Endstand.
Halbzeit: 12:12.
Schiedsrichter: Thomas Hörath,
Timo Hofmann.
Zuschauer: 1095
(Riethsporthalle).
Siebenmeter: THC 5/5, BVB 3/3.
Zeitstrafen: THC 1, BVB 2.
Thüringer HC: Davidsen,
Giegerich – Ferreira Lopes , Scheffknecht, Mazzucco 1, Rodriguez,
Sazdovska 2, Schmelzer 3, Stolle 3, Koresova 10/5, Bölk 4, Großmann,
Mässing, Jakubisova 2.
BVB Dortmund: Duijndam, Roch 1,
Holte – Grijseels 1, Weisheitel, Müller-Korn 1, Kockel, Smits 5,
Stockschläder, Freriks 2, Dulfer 4, Fujita, Vollebregt 4, Bleckmann,
Zych 1, Sobiech 7/3.
22.Sep.19 / Sarah Lapp / Steffi Lapp - Foto: Trautvetter (Archiv)