Nichts für schwache Nerven
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 30. Oktober 2014
HANDBALL BUNDESLIGA:Thüringer HC – SG BBM Bietigheim 28:25
Bad Langensalza. (29.Okt.14/ Roman Knabe) In einem dramatischen Spiel besiegte der
Thüringer HC die SG BBM Bietigheim mit 28:25. Das Spiel des
Tabellenführers zeigte über weite Strecken nicht die gewohnte
Qualität im Abwehrverhalten und in der Angriffseffektivität. Auch
ein Verdienst der Gäste, die mit Annamaria Ilyes (9 Treffer) die
stärkste Spielerin der Partie in ihren Reihen hatten. Für den
Thüringer HC war Nadja Nadgornaja mit acht Treffern erfolgreichste
Werferin. Bis zur neunten Spielminute sahen die Zuschauer beide
Mannschaften auf Augenhöhe, zwölf Treffer in acht Minuten deuten
auf keine besonderen Abwehrstärken hin. So kam die Karte zum
Team-Time-Out von Herbert Müller folgerichtig. Bis dahin hatte man
eine treffsichere Nadja Nadgornaja erlebt und eine konzentriert
agierende Katrin Engel. Auf der Gegenseite gab es eine herausragende
Akteurin: Annamaria Ilyes spielte fehlerlos und traf nach Belieben.
Bis zur Halbzeitpause hatte sie bereits acht Treffer auf dem Konto.
Beim THC zeigte Svenja Huber Abschlussschwächen, die man von ihr so
lange nicht sah. Die anderen Nebenspielerinnen machten es nicht viel
besser. Nach der 20. Minute zogen die Gäste erstmals mehr als ein
Tor davon, in der 27. Minute zeigte die Anzeigetafel ein 11:15, kurz
vorher hatte Dinah Eckerle dabei noch einen Strafwurf von Zana Maric
gehalten. Der THC schien die Halbzeit herbei zu sehnen, die SG-Damen
rissen die Arme hoch und feierten die 16:13 Halbzeitführung wie
einen kleinen Sieg. Die zweite Hälfte begann mit Jana Krause im
THC-Tor, was die Chancenverwertung und die Angriffseffektivität
angeht, blieb es bei den Gastgeberinnen unverändert. So hatten die
Gäste in der 39.Minute noch einen komfortablen Vorsprung von 18:15.
In den nächsten drei Minuten schafften Nadgornaja, Wohlbold und
Engel mit einem Lauf den Ausgleich. Aber das Spiel kippten sie damit
noch nicht. Bietigheim blieb dran und weiter torgefährlich. Beim
20:19 verhinderte Jana Krause mit einer tollen Strafwurf-Parade gegen
Maric noch den erneuten Ausgleich, doch kurz darauf gelang Gina
Lorentsen das 20:20. Und die Partie blieb spannend, eine kurzzeitige
23:20-Führung des THC verkürzte Angela Malestein noch einmal. Dann
schien das Pendel doch für den THC auszuschlagen. Danick Snelder
erhöhte auf 24:21 (54.) Den Sack hätte dann Svenja Huber zubinden
können, aber statt mit dem Strafwurf das 25:21 zu markieren, traf
sie die Gästetorhüterin ins Gesicht, die Schiedsrichter werteten
dies als Unsportlichkeit und zogen die Rote Karte. Nach einer
zusätzlichen Zeitstrafe für Danick Snelder stand der Gastgeber nur
mit vier Spielerinnen auf dem Feld. Im Angriff gab es wieder
Fehlwürfe von außen, die Gäste trafen und vier Minuten vor Schluss
war der Annamaria Ilyes mit ihrem neunten Tor der Anschluss zum 23:24
gelungen. Die Thüringerinnen behielten schließlich über die
Stationen 25:23, 27:25 die Partie unter Kontrolle und mit einem 28:25
die wichtigen Punkte in der Salza-Halle.
Halbzeit: 13:16.
Schiedsrichter: Thomas Hörath, Timo Hofmann.
Zuschauer: 870
(Salza-Halle).
Siebenmeter: THC
2/4, SG 1/3.
Zeitstrafen: THC
5, SG 3.
Thüringer HC:Krause, Eckerle – Nadgornaja (8), Mietzner, Fuhrmann, Schmelzer,
Snelder (1), Engel (7/1), Blase, Jakubisova (5), Huber (1/1),
Wohlbold (6).
SG BBM Bietigheim:Wysokinska, Giegerich – Maric (2/1), Lorentsen (3), Ilyes (9),
Jongenelen (2), Larsen Poulsen (5), Yttereng, Pernille Jorgensen (1),
Malestein (3).
29.Okt.14 / Roman Knabe
Nichts für schwache Nerven
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