Mit Kampf und Routine gepunktet
Geschrieben von
y4u am
Samstag, 22. April 2017
HANDBALL BUNDESLIGA: Buxtehuder
SV – Thüringer HC 29:29
Buxtehude. (22.Apr.17/ Franziska Braun) Mit einem 29:29 beim Buxtehuder SV
brachte der Thüringer HC einen wichtigen Auswärtspunkt mit nach
Hause. Die Entscheidung fiel am Ende der regulären Spielzeit durch
einen direkt verwandelten Freiwurf. Die meisten Treffer der Partie
erzielten Jessica Oldenburg (8) für den BSV und Lydia Jakubisova für
die Thüringer Gäste. Ein Wermutstropfen für den THC: Kurz vor
Schluss verletzte sich Beate Scheffknecht - Erstdiagnose Fingerbruch.
Das erste Tor der Partie gelang Maria Kiedrowski, nachdem der
Buxtehuder Angriff bereits zweimal an Torhüterin Dinah Eckerle
gescheitert war. Danach fanden aber auch die Gastgeberinnen ins Spiel
und trafen in der dritten Minute zum 1:1. Doch die Gäste legten nach
und brachten durch Lydia Jakubisova, Beate Scheffknecht und Katrin
Engel ihr Team mit jeweils einem Treffer den Thüringer HC nach vorn.
Somit sah sich Dirk Leun beim Spielstand von 1:4 für die Gäste in
der siebten Minute gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Doch Dinah
Eckerle sicherte auch nach dieser Unterbrechung das THC-Tor, so dass
dem BSV kein weiterer Treffer gelang. Währenddessen bauten die Gäste
ihre Führung nun kontinuierlich aus und für Buxtehude gab es in der
elften Spielminute die zweite Zeitstrafe, wiederum für Friederike
Gubernatis nach einem Foul an Beate Scheffknecht. Nachdem die Damen
aus dem Hamburger Randgebiet innerhalb von dreizehn Minuten lediglich
ein Tor erzielten, sah sich Trainer Dirk Leun erneut zum
Team-Time-Out gezwungen. Doch auch jetzt setzte der BSV weiter auf
Würfe aus dem Rückraum, die nach wie vor jedoch nicht im THC-Tor
landeten. So konnte Meike Schmelzer den Vorsprung der Thüringerinnen
in der 15.Minute auf 6:1 aus Gästesicht ausbauen. Nun schlug aber
der BSV zurück und konnte binnen einer Minute mit zwei Treffern von
Friederike Gubernatis und Meyer zum 3:6 verkürzen. Das Spiel schien
nun Fahrt aufzunehmen. Jedoch arbeitete der THC weiter gut in der
Abwehr und Dinah Eckerle hielt weiterhin überragend. So konnten die
Gäste durch einen sicher verwandelten Tempogegenstoß von Maria
Kiedrowski einen erneuten Fünf-Tore-Vorsprung herausholen. Katrin
Engel traf in der 21.Minute per Siebenmeter zum 4:10 und holte damit
eine erste Sechs-Tore-Führung heraus. Buxtehude kämpfte jedoch
weiter. So kam es zu einer wechselseitigen Wirkung beider Teams,
jedoch schaffte es Buxtehude nicht bis zur 26.Minute näher als sechs
Tore an die Gäste heran zu kommen. Da auch der THC nun an
BSV-Torhüterin Julia Gronemann scheitert und Beate Scheffknecht sich
ebenfalls ihre zweite Zeitstrafe einhandelte, nahm Trainer Herbert
Müller die Auszeit. Danach verkürzten die Gastgeberinnen den
Abstand auf fünf Tore. Die Mädels von Trainer Herbert Müller
scheiterten nun mehrfach an der sich weiter steigernden Julia
Gronemann, die mit ihren Aktionen den THC nicht weiter davonziehen
ließ. Katrin Engel erzielte in der 30.Minute den letzten Treffer für
die Gäste aus Thüringen zum 8:14 Halbzeitstand. Zu Beginn der
zweiten Halbzeit schien die Partie zwischen beiden Teams
ausgeglichener und so folgte auf ein Tor, das nächste vom Gegner.
Diese Phase hielt bei den Gastgeberinnen jedoch nicht lange an und
dem THC gelang es seinen Vorsprung immer wieder auf sieben Tor
auszubauen. Hinzu kam nun auch, dass der THC von Beginn der Partie an
durchgängig auf Torhüterin Dinah Eckerle setzen konnte. Buxtehude
ließ jetzt aber nicht locker und so verkürzten die Damen von Dirk
Leun in der 40.Spielminute auf 15:20. THC-Trainer Herbert Müller
setzte im Angriff jetzt auf die siebte Feldspielerin, da die
Buxtehuder Defensive nun besser agierte. Dem Gästen gelang kein
Durchkommen und so konnte Jessica Oldenburg auf 16:20 verkürzen.
Nachdem Lone Fischer in der 44.Minute den Vorsprung des THC auf drei
Tore hat schmelzen lassen, war Trainer Herbert Müller gezwungen
seine zweite Auszeit zu nehmen. Diese zeigte auch Wirkung, Macarena
Aguilar zum 18:22 traf und den Vorsprung wieder ausbaute. Die
Randhamburgerinnen ließen nicht locker und so verkürzte Emily Bölk
in Minute 49 zum 21:22. Die Thüringerinnen scheiterten nun immer
wieder an Buxtehudes Torhüterin Antja Lenz. Jetzt gab es einen
offenen Schlagabtausch zwischen dem Buxtehuder SV und dem Thüringer
HC. Beide Teams verlagert nun mit Erfolg ihren Angriff auf die
Außenpositionen. Der BSV hatte in der 53.Minute erneut die Chance
zum Ausgleich, doch diese hebelte Dinah Eckerle erneut aus. Die
Thüringer Damen konnten nun auf Lydia Jakubisova bauen, welche
mehrfach sicher von außen traf. Doch das Team Buxtehude schaffte den
Ausgleich. In der 57.Minute traf Katrin Engel zum wiederholten Male
sicher von der Siebenmetermarke und verschaffte dem THC damit einen
erneuten Zwei-Tore-Vorsprung. Doch auch Buxtehude schloss wieder auf
und die Entscheidung fiel in der letzten Sekunde. Ein direkt
verwandelter Freiwurf von Jessica Oldenburg brachte den
29:29-Endstand.
Halbzeit: 8:14.
Schiedsrichter: Christoph Immel,
Ronald Klein.
Zuschauer: 1251 (Sportzentrum
Nord Buxtehude)
Siebenmeter: BSV 1/1. THC 4/5.
Zeitstrafen: BSV 3. THC 4.
Thüringer HC: Eckerle –
Scheffknecht (5), Schmelzer (4), Diaz (1), Engel (5/4), Houette (1),
Jakubisova (8), Kiedrowski (3), Wohlbold (2).
Buxtehuder SV: Lenz, Gronemann –
Meyer (1), Fischer (2), Gubernatis (5/1), Knippenborg (1), Schirmer
(2), Oldenburg (8), Bölk (3), Goos (1), Kaiser (4), Hayn (2).
http://www.thueringer-hc.de/de/
22.Apr.17 / Franziska Braun - Foto: Thüringer HC