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Leistungssteigerung gefordert

Geschrieben von y4u am Donnerstag, 09. Mai 2019
HANDBALL HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer HC
 
Erfurt. (09.Mai 19/ HaJo Steinbach) Zum vorletzten Bundesligaspiel der Saison reist der THC nach Metzingen. Eigentlich ein Spitzenspiel, wenn der Tabellendritte auf den Tabellenzweiten trifft, aber so wie sich derzeit die Konstellation darstellt, ist die Luft raus. Die TuSsies aus Metzingen sind definitiv Dritter, da geht nichts mehr nach oben oder nach unten. Der THC ist sicherer Zweiter und kann nur auf ein Wunder hoffen, um im Kampf um die Meisterschaft noch etwas zu reißen. Es ist einfach unrealistisch, 27 Tore in der Tordifferenz gegenüber Bietigheim aufzuholen. „Wir brauchen eine Leistungssteigerung, um in Metzingen zu bestehen“, fordert Herbert Müller. Er hat deshalb in dieser Woche den Schwerpunkt im Training auf die Analyse des letzten Spiels, insbesondere des Abwehrverhaltens gelegt und Abwehr trainiert. Es geht darum, sich in der jeweiligen Spielsituation richtig zu verhalten, sich gegenseitig zu helfen, im rechten Moment zu verschieben oder gegen die Rückraumwerferinnen rauszutreten. Herbert Müller erwartet in Metzingen einen ehrgeizigen Gegner, der sich bestimmt zum Saisonabschluss dem eigenen Publikum noch einmal von seiner besseren Seite zeigen will. Es ist das letzte Heimspiel, das letzte Mal Gelegenheit, dass sich die scheidenden Akteurinnen, wie Julia Behnke, Shenia Minevskaja oder Monika Kobylinska noch einmal den Fans präsentieren, bevor sie gebührend verabschiedet werden. Der THC muss sich auf das schnelle Spiel der Tussies nach vorn, auf das perfekte Umkehrspiel einstellen. Gern würde er, was die Tordifferenz betrifft, mit Metzingen tauschen, sagt er mit einem Lächeln. Die Tordifferenz ist das große Handikap des THC in der Schlussphase des Meisterschaftskampfes. Dabei schweift Herbert Müller in der Pressekonferenz mal gern vom Handball ab und schwärmt von den beiden Fußball Champions League Halbfinalspielen, die ja bekanntlich beide einen sensationellen Ausgang hatten. Eine solche Überraschung ist wohl beim Fußball eher möglich als im Handball. „Wir haben mit 23 Siegen in 24 Spielen eigentlich eine herausragende Saison gespielt und sind nun chancenlos im Kampf um die Meisterschaft“, stellt Herbert Müller sachlich fest. Mit Wehmut sieht er dabei „kein Licht am Ende des Tunnels“. Dennoch freuen er und die Mannschaft sich auf das Spiel, auf ein Wiedersehen mit Anika Niederwieser, die zuvor zwei Jahre beim Thüringer HC gespielt hat, und Herbert Müller freut sich besonders auf seine österreichische Nationalspielmacherin Patricia Kovacs. So wird das Spiel mit Sicherheit noch einmal ein emotionales Highlight. Dabei treffen schon zwei Wochen später beide Mannschaften im Olymp FINAL4 Halbfinale in der Stuttgarter Porsche Arena aufeinander. Kein Grund irgendwie zu pokern, im THC Team haben fast alle noch nie den Pokal gewonnen, deshalb wird das noch einmal ein spannender Titelkampf. Jetzt freut sich das Team auf dieses Spitzenspiel der Bundesliga, das so ganz und gar ohne Bedeutung ist, oder auch doch? Lydia Jakubisova und Meike Schmelzer klagten zuletzt über Knieprobleme, ansonsten tritt das Team so an, wie in den letzten Spielen.

thueringer-hc


09.Mai 19 / HaJo Steinbach

Leistungssteigerung gefordert

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