Krimi in alter Heimstätte
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 06. Dezember 2015
VOLLEYBALL 2.BUNDESLIGA SÜD: SWE
Volley-Team – DJK München-Ost 3:2
Erfurt. (05.Dez.12/ y4u) Das letzte Heimspiel des Jahres hatte es in sich,
war für die Damen des SWE Volley-Teams kein Spaziergang. Fünf Sätze
mit Gesamtspielzeit von über zwei Stunden mussten die Erfurterinnen
absolvieren, ehe der Tiebreaksieg gegen den DJK Sportbund München-Ost
eingefahren war. Sie bleiben damit in eigener Hallen weiter
ungeschlagen behaupteten Rang zwei hinter Spitzenreiter Offenburg,
der vier Zähler mehr auf dem Konto hat. Das Team von Heiko Herzberg
kehrte an seine Wirkungsstätte zurück, da die Gymotion-Tour 2016 in
der Riethssporthalle Station machte, aber der Erfurter Trainer sah
den Umzug nicht unbedingt als Nachteil. „Es war schön nach langer
Zeit hier wieder einmal zu spielen. Von der Stimmung ist das völlig
anders als in der Riethsporthalle, die Zuschauer sind viel näher
dran, der Kontakt ist direkter.“ Und die 400 Zuschauer die den Weg
in die Halle des Erfurter Sportgymnasiums gefunden hatten, sollten
ihren Besuch nicht bereuen. „Es war der Wahnsinn, beste Werbung für
unseren Sport“, war Gästecoach Max Hauer begeistert. Eine Meinung,
die auch Heiko Herzberg teilte. „Eine Wahnsinnskulisse, ich denke
die Zuschauer haben ein tolles Spiel mit gesehen. Es war knapp, aber
am Ende sind wir der verdiente Sieger. München hat uns das Leben
richtig schwer gemacht, in der Feldverteidigung gut gestanden und das
Spiel ist gekippt, als im Aufschlag nachgelassen haben. Aber die
Mannschaft hat den Spirit, wenn es eng wird, noch einmal
zurückzukommen“, konnte Heiko Herzberg auch mit zwei statt der
eingeplanten drei Punkte leben. Die Partie begann nach den
Vorstellungen der Gastgeberinnen. Erfurt führte zur ersten
technischen Auszeit 8:5, baute seinen Vorsprung auf 13:8 aus und
nutzte gleich den ersten Satzball zum 25:19. Im zweiten Satz änderte
sich allerdings das Bild. Die Erfurter Dominanz war verschwunden,
statt dessen bestimmten jetzt die Gäste das Geschehen. Beim Stand
von 18:18 marschierte München mit sieben Punkten in Folge zum
Satzausgleich durch. „In den Sätzen zwei und drei hat uns die
Ordnung in der Verteidigung gefehlt, München hat besser gemacht und
so nicht unverdient einen Punkt mitgenommen“, war Heiko Herzberg in
dieser Phase mit der Leistung seiner Schützlinge unzufrieden.
Nachdem auch der dritte Durchgang mit 23:25 nach Bayern ging,
meldeten sich die Erfurterinnen rechtzeitig zurück. Über die
Stationen 8:5 und 16:10 verwandelten sie den zweiten Satzball zum
25:18, erzwangen mit dem Satzausgleich den Tiebreak. München blieb
dran, glaubte an seine Siegchance und es blieb spannend. Das
Volley-Team führte zum Seitenwechsel 8:6, aber die Gäste verkürzten
noch einmal zum 9:8. Dann spielten die Erfurterinnen wieder einmal
ihre Finishqualitäten aus, zogen auf 14:8 davon und machten nach 124
Minuten im dritten Anlauf den Sack zum fünften Heimsieg zu.
Sätze: 25:19, 18:25, 23:25,
25:18, 15:11.
Bälle: 106:98.
Schiedsrichter: Lars Wuhnow (Gerbstedt), Michael Henke (Schmalkalden).
Zuschauer: 400 (Sporthalle
Mozartallee).
Spielzeit: 124 Minuten (25, 24, 30, 28, 17).
Volley-Team: Claaßen, Hetmann,
Skayhan, Stautz, Snider, Brabetz, Franke (L), Herz, Messer, Belitz,
Mertten, Walther.
München: Kaiser, Schräder,
Tiegel, Doranth, Karnbaum, Carstensen, Raß (L), Seifert,
Soloninkina, Wutzler, Paß, Rau.
05.Dez.12 / y4u - Foto: Trautvetter