Knapper Vorsprung fürs Rückspiel
Geschrieben von
y4u am
Montag, 14. Oktober 2019
HANDBALL EHF-CUP: Thüringer
HC – Byasen Handball Elite 29:25
Nordhausen. (13.Okt.19/ Martin Holzheier) Im EHF-Cup Spiel bezwang der Thüringer
HC Byasen Handball Elite mit 29:25. Verbissen kämpfte der THC, um
eine Fünf-Tore-Führung zu erkämpfen, dies gelang dem Gastgeber
nicht. Mit vier Toren Vorsprung muss der THC ins Rückspiel am
kommenden Wochenende nach Trondheim reisen. Beste Torschützin
aufseiten des Thüringer HC waren Alicia Stolle und Iveta Koresova
mit je sieben Treffern. Für die Byasen netzte Ida Alstad sechsmal
ein. Zum ersten Spiel auf internationaler Ebene in dieser Saison,
empfing der Thüringer HC in der Wiedigsburghalle in Nordhausen die
Gäste von Byasen Elite Handball. Beide Mannschaften trafen bereits
im ersten Jahr der EHF Champions League-Teilnahme des Thüringer HC
aufeinander, damals gab es eine Niederlage in Norwegen und ein
Unentschieden in Erfurt. Der erste Angriff der Thüringerinnen blieb
ohne Torerfolg, Lydia Jakubisova traf nur den Pfosten. Auf der
Gegenseite parierte Marie Davidsen einen Wurf von Anna Bjoerke
Kallestad. Nach ihrem Pfostentreffer machte es Lydia Jakubisova
besser und netzte sicher zum 1:0 ein. Ida Alstad traf im Gegenzug für
die Gäste in der vierten Minute zum 1:1. Alicia Stolle kassierte
direkt danach die erste Zweiminutenstrafe für den Gastgeber. Die
Norwegerinnen gingen nun mit 1:2 in Führung, Lydia Jakubisova
antwortete auf der Gegenseite sofort mit dem Ausgleichstreffer. Die
Gäste bekamen in der siebenten Minute die erste Zeitstrafe, Mathilde Holck
musste auf die Bank. Alicia Stolle nutze die Überzahlsituation nicht
und verwarf. Marie Skurtveit Davidsen im THC-Tor hielt ihr Gehäuse
durch tolle Paraden sauber. Im Angriff klemmte es dagegen noch. Es
wurden, zu viele klare Chancen vergeben, zudem agierten die Gäste
aggressiv in der Abwehr. Keine der beiden Mannschaften erspielte sich
Vorteile, sodass es nach der Hälfte der ersten Halbzeit 5:5 stand.
Aufgrund eines Fouls an Iveta Koresova, spielten die Gäste ab der
16. Minute sogar in doppelter Unterzahl. Den fälligen Strafwurf
verwandelte Iveta Koresova sicher zum 7:6. Mit dem Treffer ins leere
Tor schaffte Iveta Koresova den ersten drei Tore Vorsprung der Partie
9:6 (18.). Nachdem Iveta Koresova in der 20.Minute zum 10:6 traf,
nahm der Trainer der Gäste Atle Johansen sein erstes Timeout. Ida
Alstad bekam in der 21.Minute eine Zeitstrafe, den fälligen
Siebenmeter parierte Annick Lipman gegen Iveta Koresova. Dank der
starken Paraden von Marie Skurtveit Davidsen, erarbeitete sich der
Thüringer HC einen fünf Tore Vorsprung (12:7). Herbert Müller nahm
seine erste Auszeit, um noch ein wenig den Angriff nachzujustieren,
dort wurden zu viele einfache Würfe vergeben. Das nutzten die Gäste
und kamen wieder bis auf zwei Tore heran. In die Halbzeit ging es mit
einem 14:11 für den Thüringer HC, nachdem Iveta Koresova mit der
Sirene einen Strafwurf zugesprochen bekam und verwandelte. Den ersten
Treffer der zweiten Hälfte markierte Emily Bölk zum 15:11 (32.).
Die Gäste ließen sich jedoch nicht beeindrucken und kamen in der
34. Minute wieder auf zwei Tore heran (15:13). Zwei Minuten später
erhielt Julie Jacobsen eine Zeitstrafe. Alicia Stolle erhöhte in
Überzahl mit ihrem Tor wieder auf 17:13. Nach angezeigtem Zeitspiel
netzte Alicia Stolle mit einem Hammer aus dem Rückraum zum 19:15.
Ida Alstad verkürzte wieder per Strafwurf auf 19:16. Herbert Müller
gefiel nicht, was er von seinen Frauen sah und zog in der 43.Minute
beim Stand von 20:17 seine zweite Grüne Karte. Seine Ansprache
brachte jedoch keinen wirklichen Erfolg, denn die Gäste kämpften
sich bis auf zwei Tore heran (20:18/44.). Mitte der zweiten Halbzeit
bekam Mia Biltoft eine Zeitstrafe, den fälligen Strafwurf
verwandelte Ida Alstad sicher zum 22:20. Mehr als einen zwei Tore
Vorsprung erkämpfte sich der THC nicht, was in Hinblick auf das
Rückspiel sicher eine schwere Hürde werden könnte. Nachdem Alicia
Stolle in der 51.Minute wieder auf drei Tore erhöhte (24:21), nahm
Gästetrainer Atle Johansen sein zweites Timeout. Die Gäste prägten
in dieser Phase das Spiel und verkürzten auf 24:23. Ann Cathrin
Giegerich im Thüringer Tor war es zu verdanken, dass es nicht zum
Ausgleich kam. Nachdem Herbert Müller erneut die siebte
Feldspielerin einsetzte, kam zusätzlicher Druck in den Angriff und
nach 55 Spielminuten stand es 28:24. Atle Johansen übergab daraufhin
seine letzte Timeoutkarte dem Kampfgericht. Nach dem Wechselfehler
durch Ida Alstad und der darauf zu verbüßenden Zeitstrafe,
verhinderte Annick Lipman im Gäste Tor mit einer Parade den ersten
fünf Tore Vorsprung für die Thüringer Gastgeberinnen. Vor dem
letzten Angriff des Spiels nahm Herbert Müller zwölf Sekunden vor
dem Abpfiff eine Auszeit und beschwor seine Frauen noch einen Treffer
zu erzielen, damit man mit einem fünf Tore Vorsprung ins Rückspiel
ginge. Doch Emily Bölk scheiterte mit dem finalen Wurf am Pfosten,
sodass nach sechzig Minuten ein 29:25 auf der Anzeigetafel stand.
Halbzeit: 14:11.
Schiedsrichter: Konstantin
Ershov, Anton Pavliukov (RUS).
Zuschauer: 1050
(Wiedigsburghalle).
Siebenmeter: THC 4/5, Byasen
4/4.
Zeitstrafen: THC 2, Byasen 6.
Thüringer HC: Davidsen,
Giegerich – Lopes, Scheffknecht, Mazzucco 2, Rodriguez, Schmelzer
4, Stolle 7, Koresova 7/4, Bölk 2, Großmann 2, Biltoft, Mässing 1,
Jakubisova 4.
Byasen: Lipmann, Gluic –
Bjoerke Kallestad 1, Tomac 2, Jakobsen 3, Alstad 6/4, Holstad 2,
Uthus 4, Holck, Rokkones Hansen, Jacobsen 4, Swierzewska 3.
thueringer-hc
13.Okt.19 / Martin Holzheier - Foto: Trautvetter (Archiv)