Jahresabschluss in der Salza-Halle
Geschrieben von
y4u am
Samstag, 29. Dezember 2018
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC
Erfurt. (28.Dez.18/ y4u) Mit dem zehnten Bundesliga-Spieltag steht zwischen
Weihnachten und Silvester noch die zweite Prüfung vor den Teams in
der Handball Bundesliga. Der Thüringer HC empfängt zum
Jahresabschluss in der Salza-Halle die FrischAuf Frauen aus
Göppingen. Die arg ersatzgeschwächte Meistermannschaft, bei der
mehr als ein ganzer Rückraum mit den Top-Spielerinnen und
Leistungsträgerinnen Iveta Luzumova, Anne Hubinger, Beate
Scheffknecht und Kriztina Triscsuk durch Verletzung fehlen, will
keinen Schönheitspreis, aber die zwei Punkte. Dagegen ist das
Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellen-Vierten, Verfolger THC,
Bietigheim und Metzingen, eine wahre Bewährungsprobe. Göppingen ist
das bestplatzierte Team, auf das der deutsche Meister in der Saison
2018/19 trifft. FrischAuf Göppingen hat bis auf das Spiel gegen
Metzingen alle anderen Saisonspiele nicht verloren. Gegen Dortmund
und Leverkusen wurde Unentschieden gespielt. Das Göppinger Team, mit
einem Kader von nur zwölf Akteurinnen, ist damit das Überraschungsteam
der bisherigen Saison. Überraschung ist aber alles andere, als was
Herbert Müller braucht. Der muss gerade seinen dezimierten Kader
umstellen und irgendwie versuchen, den Ausfall seiner Kapitänin und
Spielmacherin Iveta Luzumova zu kompensieren. Die Weihnachtspause war
deshalb beim THC so kurz wie noch nie. Am ersten als auch am zweiten
Feiertag war Training angesetzt. Irgendwie hat Herbert Müller dabei
im Hinterkopf, dass seine Mannschaft immer mal in den Tagen um den
Jahreswechsel eine Schwächephase gezeigt hatte. Die gilt es auf
jeden Fall zu vermeiden, wenn man in dieser Saison um den Titel
mitspielen will. Gerade die SG BBM Bietigheim und TuS Metzingen
melden mit guten Ergebnissen ihre Titelambitionen an. Die
Göppingerinnen überraschten durch gute Ergebnisse und einen
brillanten Handball mit einer beweglichen und offensiven Deckung. Für
Herbert Müller ist das keineswegs zufällig, kennt er doch
Spielmacherin Johanna Schindler aus seiner österreichischen
Nationalmannschaft. Die tschechischen Nationalspielerinnen Michaela
Hrbkova und Petra Adamkova sowie die slowenische Nationalspielerin
Lina Khrlikar zeugen von Qualität im Kader, nicht zu vergessen die
torgefährliche Prudence Kinlend und Edit Lengyel im Tor. Göppingen,
gegen die der Thüringer HC noch nie ein Heimspiel verloren hat, wird
kein Selbstläufer, das wird eine ernsthafte Herausforderung. Die
THC-Frauen müssen noch enger zusammenrücken, bevor im Januar
weitere Prüfungen auf den amtierenden Meister folgen. Es fehlen
weiterhin zahlreiche Leistungsträgerinnen durch langwierige
Verletzungen. Ersatz ist schwer zu finden. Kerstin Wohlbold steht
nach der Geburt ihrer Tochter im August wieder im Aufbautraining.
Noch ist sie längst nicht fit. Sie möchte aber bald der Mannschaft
wieder helfen. Die Karten für dieses Spiel sind ausverkauft.
thueringer-hc
28.Dez.18 / y4u
Jahresabschluss in der Salza-Halle
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