Im Plan oder was geht noch?
Geschrieben von
y4u am
Samstag, 15. Februar 2014
VOLLEYBALL 2. BUNDESLIGA SÜD: SWE
Volley-Team
Erfurt. (14.Feb.14/ Stephan
Siegl) Fünfzehn Partien hat das SWE Volley-Team in der bisherigen
Saison absolviert, noch sieben haben die Erfurter Mädels vor sich.
Sieben Spiele, in denen noch vieles drin ist, nach oben wie nach
unten. Das letzte Saisondrittel ist für die SWE Volley-Team-Damen
angebrochen und die sportliche Bilanz bis dato fällt sehr positiv
aus. Zehn Siege und zwei Tiebreak-Niederlagen brachten 32 Punkte aufs
Erfurter Konto. Platz vier in der Tabelle der 2. Bundesliga-Süd ist
der momentane Ist-Stand und mit einer weniger absolvierten Partie als
Spitzenreiter Sonthofen bei drei Punkten Rückstand ist der Blick auf
das Ranking durchaus angenehm. Grund auch für Trainer Heiko Herzberg
mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden zu sein. „Wir haben eine
junge Mannschaft mit vielen Eigengewächsen, was nicht
selbstverständlich, und in unserer Liga auch nicht Usus ist. Da
braucht es halt Zeit zum Entwickeln, sich Finden und um die
vorhandenen Qualitäten herauszukitzeln.“ Dabei hat Erfurts Trainer
auch einen Grund dafür gefunden, weshalb seine Mannschaft trotz der
starken Konkurrenz, die meist individuell besser besetzt ist, so gut
im Konzert der besten Teams mithält. „Unsere Gegnerschaft hat
zumeist sechs, sieben echt gute Spielerinnen im Kader, die die Kohlen
aus dem Feuer holen. Wir dagegen sind in der Breite besser besetzt
und ich kann adäquat wechseln, weil auf der Auswechselbank
gleichwertige Spielerinnen auf ihren Einsatz geduldig warten.“
Gerade das „geduldig warten“ spielt beim Erfolg eine wichtige
Rolle, denn Missgunst gibt es in der Mannschaft aus der Blumenstadt
nicht und die Harmonie war wohl noch nie besser. Dass das auch so
bleibt, versucht Herzberg allen seinen Spielerinnen möglichst viele
Spielanteile zu geben und sucht trotzdem den maximalen Erfolg. Damit
sich aber nicht nur alles um Volleyball dreht, gibt es auch mal ein
paar Tage frei, um abzuschalten und Dinge zu machen, die sonst meist
etwas zu kurz kommen. So wurde das spielfreie Wochenende verlängert.
„Ich habe ihnen den Valentinstag frei gegeben. Da sollen sich die
Mädels mal um ihre Männer kümmern und umgekehrt.“ Am Dienstag
ist die freie Zeit aber wieder vorbei und der Endspurt der Saison
wird eingeläutet. Denn das Saisonziel – Platz drei – ist noch
lange nicht erreicht. Zu knapp geht es in diesem Jahr im
Volleyball-Unterhaus zu und jede Niederlage führt zum Abrutschen in
der Tabelle. Auf die Frage, ob er den Spitzenplatz im Blick hat, weiß
Heiko Herzberg auch eine Antwort. „Ich kann gut rechnen und weiß
wo wir theoretisch bald stehen könnten. Aber man muss sich nur mal
unser Restprogramm anschauen, da ist eine Medaille schon schwer
genug.“ In der Tat, der SWE-Coach stapelt weiß Gott nicht tief.
Während die drei Heimspiele (Stuttgart, Dresden, Offenburg) als
durchaus lösbar erscheinen und eigentlich gewonnen werden müssten,
sehen die Auswärtsaufgaben ganz gegenteilig aus. Vilsbiburg,
Chemnitz, Lohhof und Sonthofen, alles Teams die ebenfalls um die
vorderen Ränge zum Saisonende mitspielen. „Da müssen wir schon
ein, zwei Spiele von diesen gewinnen, wenn wir unser Ziel erreichen
wollen“, hat Heiko Herzberg treffend analysiert. Neben einer
intakten Leistung seiner Mannschaft, hofft er auch auf die
Unterstützung der Erfurter Anhänger. „Daheim ist die Anfeuerung
immer sehr gut, was auch für die besondere Motivation meiner
Mannschaft sorgt. Aber wir brauchen auch in der Fremde unsere Fans,
um was zu holen.“ Deshalb hoffen er und seine Mannschaft, dass
gerade zum Derby in Chemnitz reichlich Anhänger mitfahren und für
Stimmung sorgen. Keine Sorgen machen brauchen sich Mannschaft und
Trainerteam zum letzten Auswärtsspiel. Die Plätze in Bus und Hotel
waren schnell ausgebucht, so dass einer zünftigen Abschlussparty im
Allgäu nichts mehr im Wege steht. Welchen Platz es dann zu feiern
gibt, dürfte auch erst an diesem Spieltag entschieden werden.
14.Feb.14 / Stephan Siegl