Herold läuft Bestzeit
Geschrieben von
y4u am
Montag, 10. August 2026
LEICHTATHLETIK WM U20: Race Erfurt
Eugene. (08.Aug.26/ sam) In den vergangenen fünf Tagen waren die DLV-Talente bei den U20-Weltmeisterschaften in Eugene (USA) im Einsatz. Zum deutschen Aufgebot zählten mit Gloria Herold und Helena Guttke zwei Erfurter Athletinnen. Zum Auftakt waren bereits Gloria Herold über 5000 Meter und Helena Guttke von Running Academy (RACE) Erfurt über 800 Meter im Einsatz. Im ersten Rennen über 800 Meter war mit Ziva Remic aus Slowenien eine weitere große Favoritin am Start. Die noch 16-Jährige ist amtierende U18-Europameisterin und U20-Vize-Europameisterin. Sie entschied das taktische Rennen in 2:09,86 Minuten für sich. Helena Guttke lag lange gut im Rennen um die Halbfinal-Plätze, musste dann aber am Ende abreißen lassen. „Ich habe in der Kurve zu viel investiert, als ich außen vorbei musste“, bilanzierte sie nach Rang sieben in 2:11,26 Minuten. „Ich ärgere mich, ich wäre gern besser gelaufen.“ Die beiden DLV-Langstrecklerinnen verkauften sich beim ersten Aufeinandertreffen mit der Weltelite teuer. Es war anfangs eine Achtergruppe, die sich absetzte. Julia Ehrle (LG farbtex Nordschwarzwald) führte dahinter die erste Gruppe der Verfolgerinnen an, Gloria Herold die zweite. Auf den letzten zwei Runden konnte Julia Ehrle das Tempo dann noch einmal verschärfen und sich innerhalb der Verfolgerinnen-Gruppe die Poleposition erkämpfen. In 16:09,53 Minuten wurde sie Neunte und damit zweitbeste Europäerin. Lediglich die Schwedin Carmen Cernjul, in 15:22,18 Minuten starke Fünfte, landete vor ihr. Auch Gloria Herold konnte zufrieden sein, für die Erfurterin wurden auf Platz fünfzehn 16:13,75 Minuten gestoppt. Damit schraubte sie ihre Bestzeit wie den eigenen Landesrekord um etwas mehr als drei Sekunden nach unten. „Ich fand das Rennen sehr cool. Man hat schon gemerkt, dass zwischen nationalen und internationalen Rennen ein großer Sprung ist. Man hat immer eine Gruppe gehabt, die mit einem läuft. Dadurch konnte man auch mal im Windschatten laufen. Solch eine Tempoverschärfung kennt man nicht von nationalen Wettkämpfen. Meine Renntaktik hat sich eher im Rennverlauf entwickelt. Die Stimmung ist toll, man hat jede Runde auch deutsche Zurufe gehört“, resümierte Gloria Herold.
08.Aug.26 / sam - Foto: Trautvetter (Archiv)