Heimspiel als Endspiel
Geschrieben von
y4u am
Samstag, 30. April 2011
FUSSBALL DRITTE LIGA: FC Rot-Weiß Erfurt – SSV Jahn Regensburg
Erfurt. (30.Apr.11/ rwe) Im vorletzten Heimspiel dieser Drittligasaison empfängt der FC Rot-Weiß Erfurt den SSV Jahn Regensburg. Es ist das 750. Heim(pflicht)spiel, dass die Rot-Weißen bestreiten. Und wieder ist es ein "Endspiel". Diesmal sind es die Erfurter, die den frisch erkämpften dritten Platz verteidigen wollen. Alles andere als ein Sieg dürfte die Chancen, bis zum Ende auf der Position zu verweilen, erheblich schmälern. Schon ein Unentschieden, wie im Hinspiel, könnte in der Schlussabrechnung nicht reichen. RWE-Coach Stefan Emmerling will eine unbekümmert, aber konzentriert aufspielende Mannschaft sehen, die mit Geduld auf ihre Chancen wartet. Der Gegner wird tief stehen, da darf man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der Trainer betont, dass Regensburg mit Stoilov und Schweinsteiger , aber auch einigen anderen Spielern sehr gute Akteure in seinen Reihen hat. "Sie haben keinen Druck mehr und können unbekümmert aufspielen. Das macht die Sache für uns nicht leichter", so Emmerling. Bei den Gastgebern hofft man auch weiter auf den Einsatz von Oli Caillas, der mit seiner Schulter immer noch in Behandlung ist. "Seine Chancen stehen 50:50", sagt der Trainer. Die zuletzt ebenfalls angeschlagenen Tino Semmer und Dennis Malura sind wieder im Lauftraining. Ihr Einsatz ist ebenfalls fraglich. Sie sitzen aber wohl mindestens auf der Bank. Dennis Hillebrand klagt noch, oder besser wieder, über Beschwerden am verletzten Sprunggelenk. Da stimmt es doch froh, dass wenigstens Denis Weidlich wieder an Bord ist, weil seine Sperre abgelaufen ist.Die Gäste weisen ein auffälliges Missverhältnis zwischen ihren Leistungen daheim und auswärts auf. Beim Remis (1:1) am letzten Wochenende verfehlte Regensburg zu Hause zum 14. Mal hintereinander einen Sieg und wartet damit nun schon seit dem 18. September 2010 auf einen Heimerfolg. Sie sind damit daheim die zweitschwächste Mannschaft der Liga. Aber Auswärts sind sie dagegen eine Macht. In 17 Spielen gelangen 8 Siege und 4 Unentschieden. Von 51 möglichen Punkten holten sie damit in der Fremde 28 Zähler. Besser waren nur die Aufsteiger aus Braunschweig und Rostock. Am Ostermontag wahrte Jahn Regensburg auch seine Chance auf die erste DFB-Pokal-Hauptrunde. Im Viertelfinale des Bayerischen Pokals fuhren die Regensburger einen ungefährdeten 2:0-Sieg beim mittelfränkischen Bezirksoberligisten 1. SC Feucht ein. Beide Tore erzielte Goalgetter Tobias Schweinsteiger bereits in der ersten Halbzeit. Der Ex-Jenaer und Kapitän der Gäste, Alexander Maul, kann in Erfurt nicht mitspielen. Er ist nach einem Platzverweis aus dem Spiel bei Rot-Weiß Ahlen noch gesperrt. Kürzlich hatte er auf die Frage ob RWE den Relegationsplatz schafft noch süffisant angemerkt: "Wir kommen ja noch nach Erfurt.". Ein deutlicher Hinweis auf die eingangs angesprochene Auswärtsstärke seines Teams.
30.Apr.11 / rwe