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Geschrieben von y4u am Donnerstag, 27. Februar 2020
HANDBALL HANDBALL EHF-CUP:Thüringer HC
 
Erfurt. (27.Feb.20/ HaJo Steinbach) Die Meisterschaft ist abgehakt, die machen andere unter sich aus. Da fällt vielleicht am Wochenende in der Liga eine kleine Vorentscheidung, weil Dortmund nach Metzingen muss. Heute ist Regeneration angesagt, die Kranken und die Wunden heilen, und dann muss die Mannschaft schnellstens den Hebel umlegen. Wir stehen im Viertelfinale des EHF-Cups. Das hat sowohl in diesem Jahr nicht Bietigheim als auch in der Saison davor keine andere deutsche Mannschaft geschafft. Darauf dürfen die Mädels zurecht stolz sein. „Die Spiele in Debrecen und in Kastamonu haben doch gezeigt, sie können es besser als zuletzt“, sagt Herbert Müller und erwartet eine deutliche Steigerung. Am Samstagmorgen fährt um 4 Uhr der Bus in Erfurt ab. An Bord die unverletzten und gesunden THC-Spielerinnen. Ziel ist Koprivnica, im Norden von Kroatien, gleich hinter der ungarischen Grenze. Eine fast 1000 km lange Busreise, quer durch Süddeutschland, Österreich und Slowenien. Am Sonntag geht es nach dem Spiel unmittelbar wieder zurück. Das Ziel heißt, ein brauchbares Ergebnis zu erreichen. Ein Ergebnis, dass dem THC eine reale Chance lässt, am darauffolgenden Sonntag in der proppenvollen Nordhäuser Wiedigsburghalle, vor dem treuen Anhang, den Einzug ins Halbfinale des EHF Cups zu erreichen. „Ein Sieg oder eine Niederlage mit höchstens minus vier Toren, lassen uns im Rückspiel noch eine Chance“, sagt dazu Herbert Müller. Dabei ist RK Podravka Vegeta das schwerste Los, das uns im Viertelfinale beschert wurde.Gegen den Titelverteidiger Siofok Handball Klub haben sie in der Gruppenphase beide Spiele unentschieden gespielt. Siofok hat in der ungarischen Liga für Furore gesorgt, hatte zuletzt Györ und auch Ferencvaros Budapest besiegt. Die Kroaten haben sich enorm verstärkt, mit Stanko und Tsakalou, die einst beim Champions League Club Krim Ljubljana aktiv waren. Die Mannschaft ist deutlich stärker als die, gegen die der THC noch vor einem Jahr gespielt hat. Sie sind die einzige Mannschaft, die sich als EHF Champions League Absteiger für das Viertelfinale qualifiziert hat.Sie sind in einer sehr starken Gruppe mit Metz HB, Vipers Kristiansand und FTC Rail Cargo Hungaria aus der Champions League in den EHF-Cup abgestiegen, haben dort u. a. in Metz 24:24 unentschieden gespielt. Damit zählt Podravka neben Siofok und Odense Handball zu den Favoriten für den Sieg im europäischen Wettbewerb. Der THC will seine Außenseiterchance nutzen. Noch strahlt Herbert Müller seinen schier unbezwingbaren Optimismus aus, ist sich ganz sicher, dass der THC sich in der Liga einen internationalen Startplatz für die kommende Saison erspielt und hofft in Kroatien auf eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft.

27.Feb.20 / HaJo Steinbach

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