FinalFour im Visier
Geschrieben von
y4u am
Freitag, 01. November 2019
HANDBALL DHB-POKAL: Thüringer
HC
Erfurt. (31.Okt.19/ Bernd Hohnstein) In den nicht nur mit Reisestress
vollgepackten englischen Wochen spielt der THC weiterhin in drei
Wettbewerben. Nach der Nationalmannschaftspause geht es am Samstag
weiter im DHB-Pokal mit dem Achtelfinal Spitzenspiel in Blomberg. Der
THC trifft dort auf einen ehrgeizigen und selbstbewussten
verlustpunktfreien Tabellenzweiten, die HSG Blomberg-Lippe. Zweiter
gegen Vierter lautet so das Spitzenspiel im Pokal-Achtelfinale. Am
Samstag um 16 Uhr in Blomberg geht es um den Einzug in das
Viertelfinale des DHB-Pokals. Auch hierbei hatte der THC kein
Losglück. Man trifft auswärts auf den Tabellenzweiten der Handball
Bundesliga, der bisher noch keinen Punkt abgegeben hat. Fünf Spiele
– fünf Siege - 10:0 Punkte, eine makellose Bilanz. Darauf
aufbauend ist in Blomberg-Lippe das Selbstbewusstsein entsprechend,
und nachdem in den vergangenen fünf Jahren immer wieder im Pokal
beim Thüringer HC das Aus für Blomberg kam, will man nunmehr
endlich den Bock umstoßen. Für den THC heißt eines der
Saisonziele, Einzug ins FINAL4 und Titelverteidigung des DHB-Pokals.
Auf dem Weg dorthin muss nun erst einmal die Hürde Blomberg-Lippe
genommen werden, und das ist auch für Herbert Müller eine
Mega-Herausforderung. Wir wollen am Wochenende in diese entscheidende
Phase der Saison im Pokalachtelfinale gut starten, um den nächsten
Schritt in Richtung OLYMP-FINAL4 zu gehen, um unseren Titel als
Pokalsieger zu verteidigen“, sagt Herbert Müller. Dabei betont er
aber auch, „dass die Mannschaft um die Schwere der Aufgabe weiß.
Blomberg ist ein ganz starker Gegner, aber wir wollen auch dort
gewinnen“, lautet die Ansage des Trainers. Der "Reformationstag"
ist in Thüringen Feiertag. Nur nicht für die Frauen des THC, die
haben heute sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag Training.
Angesichts der kommenden Herausforderungen will man gerüstet sein.
Der Gegner hat einen Lauf, die letzten zehn Spiele hintereinander
nicht verloren, in Metzingen gewonnen, Leverkusen mit 36:24 eine
Lektion erteilt. Das ist ein ernsthafter Gegner, ausgeglichen
besetzt, das Team der Stunde titelt die "Handballwoche".
Und sie haben keinen unbedeutenden Vorteil. Sie konnten sich seit
einer Woche gezielt auf den Pokalknaller vorbereiten, dagegen fehlten
beim THC die vier Nationalspielerinnen Emily Bölk, Ina Großmann,
Meike Schmelzer und Alicia Stolle, die die Kroatien-Spiele bestritten
haben. Mit Ann-Cathrin Giegerich hat diese Woche eine weitere
THC-Spielerin den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft und wird
als dritte Torhüterin zur WM nach Japan reisen. Darauf sind wir
natürlich stolz. Blomberg strotzt vor Selbstbewusstsein und genießt
die Atmosphäre an der Tabellenspitze. So ein Tabellenplatz ist kein
Zufall, er ist Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung unter
Trainer Steffen Birkner und Ausdruck einer erreichten Konstanz. Da
ist ein starkes Torhüter-Duo, eine stabile Abwehr mit Kamila
Kordovska und Celine Michielsen im Innenblock, die Torgefährlichkeit
auf allen Positionen und die intelligente Regie durch Silje Brons
Petersen als besondere Stärken hervorzuheben. Das wird nur wenige
Tage vor dem Gipfeltreffen in Bietigheim eine schwere Hürde für den
Pokalverteidiger. Die Spiele Thüringer HC gegen die HSG
Blomberg-Lippe sind längst Klassiker in der Bundesliga wie im Pokal.
Bisher war der Thüringer HC der HSG haushoch überlegen. Doch die
Bundesliga ist an der Spitze wie in der Breite enger zusammengerückt.
THC und die HSG Blomberg-Lippe haben bisher 39 Mal gegeneinander
gespielt, 33 Spiele konnte der THC gewinnen, eins endete
unentschieden, nur fünf Spiele wurden verloren. Die letzte
Niederlage für den THC gab es im Februar 2010. Eine Favoritenrolle
gibt es am Samstag nicht, da stehen die Chancen 50:50. „Wir wollen
eine Runde weiter“, lautet die Kampfansage von Herbert Müller.
thueringer-hc
31.Okt.19 / Bernd Hohnstein
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