Favorit setzt sich durch
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 15. Oktober 2017
HANDBALL CHAMPIONS LEAGUE: Thüringer
HC – HC Vardar Skopje 21:29
Nordhausen. (15.Okt.17/ Bernd Hohenstein) Der Thüringer HC musste sich in der
Nordhäuser Wiedigsburghalle dem HC Vardar mit 21:29 geschlagen
geben. Von Beginn an dominierten die Frauen aus Mazedonien die
Partie. Mit acht Toren erzielte Iveta Luzumova die meisten Treffer
für die Gastgeberinnen. Jovanka Radicevic war mit ebenfalls acht
Treffern beste Werferin aufseiten der Gäste. Lydia Jakubisovas
erster Wurf von der rechten Außenbahn landet an der Querlatte. Im
Gegenzug machten es die Gäste aus Skopje besser und gingen mit 1:0
in Führung. Durch einen Doppelschlag von Iveta Luzumova wechselte
die Führung zugunsten des Thüringer HC. In der Startphase der
Partie gestaltet sich der Spielverlauf noch ausgeglichen. Die Führung
wechselte mehrmals. Nach sieben Minuten stand es 4:4. Den
Thüringerinnen fehlte es im weiteren Spielverlauf an der notwendigen
Treffsicherheit, sodass einige Großchancen vergeben wurden. Mehrfach
warf Beate Scheffknecht den Ball zu hoch über das Tor der Gäste.
Das erfahrene Team aus Skopje nutzte solche Fehler und baute seinen
Vorsprung aus. Barbara Lazovic brachte ihr Team durch zwei Treffer
aus dem Rückraum mit 6:4 in Führung. Die THC-Frauen ließen sich
davon nicht verunsichern und glichen wenig später erneut aus. Nach
einer Zeitstrafe für Josefine Huber konnte Skopje zwei erfolgreiche
Gegenstöße laufen. Der deutsche Vizemeister verlor seinen
Spielfaden und wirkte unsicher. Herbert Müller zog Konsequenzen und
nahm nach 14 Minuten sein erstes Team Timeout. Die erhoffte Wirkung
blieb jedoch aus. Der Favorit aus Mazedonien setzte sich in der
Folgezeit ab. In der 16. Minute traf Jovanka Radicevic zum 12:6 ins
leere Tor des Thüringer HC. Iveta Luzumova scheiterte in der 19.
Minute erstmalig vom Strafwurfpunkt gegen die stark aufgelegte
Amandine Leynaud. Die Thüringerinnen kämpften um den Anschluss,
doch der HC Vardar hatte immer die passende Antwort. In der 21.
Minute waren die Thüringerinnen in doppelter Überzahl, nachdem
Vardar zwei Zeitstrafen kassierte. Dies nutzte Beate Scheffknecht zum
10:14-Anschlusstreffer. Wenig später netzte Iveta Luzumova nach
einem Ballgewinn zum 11:14 ins leere Tor der Gäste ein. Gegen die
individuelle Klasse der einzelnen Leistungsträgerinnen beim HC
Vardar fand die THC-Abwehr einfach kein Gegenmittel. Die Gäste
konnten sich bis zum Pausenpfiff wieder auf 19:11 absetzen. Den
ersten Treffer nach der Halbzeit erzielte Beate Scheffknecht aus dem
Rückraum. Der HC Vardar ließ aber an der Favoritenrolle keine
Zweifel aufkommen. Jeder Fehler der Thüringerinnen wurde eiskalt
bestraft und so stand es nach 34 gespielten Minuten 22:12 für die
Gäste. Trainer Herbert Müller reagierte früh und nahm sein
nächstes Team Timeout. Jana Krause kam in der zweiten Halbzeit für
Dinah Eckerle ins Tor des THC und konnte sich mit einigen
sehenswerten Paraden auszeichnen. Im Angriff fand der Thüringer HC
dagegen kaum ein Mittel gegen die robuste Abwehr der Gäste. Der
Partie schien frühzeitig entschieden, blieb jedoch weiterhin
sehenswert. So traf Iveta Luzumova, nach Anspiel von Lydia
Jakubisova, per Kempatrick zum 16:24.Beide Mannschaften wechselten
nun ordentlich durch und testeten einige Spielvarianten. Der THC nahm
im Angriff die Torhüterin raus und spielte mit sieben
Feldspielerinnen. Nach 49 Minuten führte Skopje mit 27:17. In den
Schlussminuten konnte Jana Krause noch einmal einige tolle Paraden
zeigen. Außerdem packte Anika Niederwieser noch einmal den Hammer
aus und betrieb mit einem Doppelschlag Ergebniskosmetik zum 21:29
Endstand.
Halbzeit: 11:19.
Schiedsrichter: Marek
Baranowski, Bogdan Lemanowicz (POL).
Zuschauer: 1500
(Wiedigsburghalle Nordhausen).
Siebenmeter: THC 3/6, Skopje
4/4.
Zeitstrafen: THC 4, Skopje 5.
Thüringer HC: Krause, Eckerle -
Scheffknecht 6, Lang 1, Mazzucco, Schmelzer, Niederwieser 2, Luzumova
8, Jakubisova 4, Wohlbold, Redder, Huber.
HC Vardar: Leynaud, Suslina -
Radicevic 7, Klikovac, Sazdovka 1, Kuznetsova 2, Bajramovska, Lazovic
2, Penezic 5, Canadija, Lacrabere 5, Khmyrova 1, Cvijic 1, Lekic 5,
Petrovic, Ristovska.
thueringer-hc
15.Okt.17 / Bernd Hohenstein - Foto: Verein