Erst nach der Pause mitgespielt
Geschrieben von
y4u am
Montag, 27. August 2012
FUSSBALL DFB-POKAL: 1. FFV Erfurt – 1. FC Lok Leipzig 0:6
Erfurt. (26.Aug.12/ y4u) Im DFB-Pokal gegen einen höherklassigen Gegner auszuscheiden, ist sicher kein Beinbruch, aber bekanntlich macht der Ton die Musik und die Damen des 1. FFV Erfurt zeigten bei der 0:6-Heimniederlage gegen Zweitligist Lok Leipzig zwei verschiedene Gesichter, verpassten so die Chance sich für das 1:5 im Vorjahr an gleicher Stelle zu revanchieren. „Mit der ersten Hälfte bin ich überhaupt nicht einverstanden“, erklärte Erfurts Trainer Marco Zelle. „Es fehlte der Mut und das Herz um Leipzig Paroli zu bieten. Das ist schade, denn wir hatten es uns anders vorgenommen. Nach der Pause hat die Mannschaft dann gezeigt, dass sie es auch anders kann. An die Leistung wollen nächste Woche in Dresden zum Saisonstart anknüpfen.“ Die Gastgeberinnen begannen sehr zögerlich, reagierten nur auf das Spiel der Gäste, statt selbst Akzente zu setzen. Leipzig nahm die Freiräume dankend an sorgte mit einem Doppelschlag von Szuh (12.) und Nauesse (17.) nach rund einer Viertelstunde für klare Fronten. Zehn Minuten später beseitigte Ebermann mit dem 0:3 die letzten Zweifel am Weiterkommen der Gäste. Vor allem Leipzigs Nummer 16, Christina Nauesse, bekam die Erfurter Abwehr nie richtig in den Griff, die mit ihren Treffern zwei und drei dem 0:5-Pausenstand besorgte. Erst köpfte sie eine Flanke über die Erfurter Abwehr ein und Sekunde vor der Pause schalte sie beim 0:5 am schnellsten. Nach dem Seitenwechsel zeigten die FFV-Damen, dass sie es auch besser können, boten Leipzig mit wesentlich mehr Engagement Paroli. Die Gäste taten sich jetzt schwer, hatten aber auch bei zwei Lattentreffern Pech. Zudem steigerte sich Erfurts neue Nummer eins, Jessica Strey. Sie entschärfte einige Leipziger Möglichkeiten und wurde erst eine Minute vor dem Abpfiff im Nachschuss ein sechstes Mal bezwungen. Auch die Gastgeberinnen erspielten sich jetzt einige wenige Chancen, bei der besten verfehlte Michele Schilling knapp das Ziel.
Schiedsrichter: Anke Seemann (Oldisleben).
Zuschauer: 80 (SP Johannesplatz).
Tore: 0:1 Szuh (12.), 0:2 Nauesse (17.), 0:3 Ebermann (27.), 0:4, 0:5 Nauesse (32., 45.), 0:6 Schumann (89.).
FFV Erfurt: Strey – Müller, Knoll, Gold, Jaroch, Neumann, Frohl (66. Leipnitz), Pressler (46. Schilling), Uhl, Ziehrenner (21. Schneider), Gremler
Lok Leipzig: Weinert – Freitag (46. Wagner), Green, Schneider, Herrmann, Toth, Görner, Szuh, Janitzki (46. Pfretzschner), Ebermann (80. Schumann), Nauesse.
26.Aug.12 / y4u