Erfahrung siegt
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 14. März 2021
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – Buxtehuder SV 31:24
Bad Langensalza. (13.Mrz.21/ Bernd Hohnstein) Der Thüringer HC fährt mit dem
31:24-Heimerfolg gegen den Buxtehuder SV einen wichtigen Sieg im
Kampf um den fünften Tabellenplatz ein. Dank der Erfahrung und des
Durchhaltevermögens des THC in der entscheidenden Phase der zweiten
Halbzeit geht der Sieg in dieser Höhe in Ordnung. Den BSV-Damen
versagte Mitte der zweiten Halbzeit die Konzentration und
produzierten so entscheidende technische Fehler. Beste Werferin der
Gastgeberinnen war mit zwölf Toren Marketa Jerabkova. Sechs Treffer
erzielte Carolin Müller-Korn für die Gäste aus dem Norden
Deutschlands. Beide Mannschaften starteten aufgrund von mehreren
Verletzten mit dezimiertem Kader, Buxtehude bot neun, der THC zehn
Feldspielerinnen auf. Bereits in der zweiten Minute stand es nach
jeweils einem Strafwurf 1:1. Die Startphase verlief für beide
Mannschaften recht zäh. Die Teams tasteten sich ab und das
Angriffstempo war zu Beginn der Partie eher mäßig. Nach fünf
Minuten führte der THC mit 3:2. In der Abwehr agierten beide
Mannschaften offensiv und provozierten so die technischen Fehler des
Gegners. Die Torhüterinnen, Marie Skurtveit Davidsen und Katharina
Filter, glänzten mit guten Paraden, so dass es knapp zehn Minuten
brauchte, bis der THC nach einem heraus gespielten Rückraumtreffer
von Asli Iskit mit 5:2 in Führung gehen konnte. Knapp zwei Minuten
später hatte BSV-Coach Dirk Leun genug gesehen und rief nach dem
Strafwurftreffer von Marketa Jerabkova zum 6:2 seine Frauen an die
Seitenlinie. Die Ansprache zeigte bei den Gästen Wirkung. Mitte der
ersten Halbzeit führte der THC mit 8:5. Der BSV fand zumindest auf
die Tore des THC die richtige Antwort. Die Gästeabwehr vereitelte
zwei Chancen der Gastgeberinnen, im Gegenzug war der BSV zweimal
erfolgreich und kam auf 9:7 heran. Herbert Müller zog die grüne
Karte. Noch zehn Minuten waren in der ersten Spielhälfte zu
absolvieren, der THC hatte sich gefangen und führte mit 11:8. Die
aggressive Abwehr der Gäste führte in der 23.Minute zum vierten
Strafwurf des THC, Marketa Jerabkova verwandelte sicher zum 13:8. Mit
fünf Toren Vorsprung ging es in die letzten Minuten der ersten
Halbzeit (16:11), der THC hatte sich einen komfortablen Vorsprung
heraus gespielt, ein Ausruhen durfte man sich dennoch nicht erlauben.
Buxtehude war schon immer ein unbequemer Gegner für den THC, dem bis
zum Schluss alles zuzutrauen ist. So war es Marie Skurtveit Davidsen
zu verdanken, dass der BSV nicht zu einfacheren Torerfolgen kam. Beim
Stand von 17:13 verabschiedeten sich die Mannschaften zum
Pausengespräch in die Kabinen. Den besseren Start erwischten die
Gäste, die ihren ersten Angriff im THC-Tor unterbringen konnten. Die
Gastgeberinnen brauchten knapp anderthalb Minuten für ihren ersten
Treffer nach der Pause. In den ersten Minuten der zweiten Hälfte
dominierten erneut die Torhüterinnen auf beiden Seiten. Der BSV
erarbeitete sich die Vorteile im Abschluss hart und verkürzte nach
acht Minuten zum 19:17. Die Gäste waren dran. Mit tollem Anspiel auf
Nina Neidhart, die erfolgreich abschloss, baute der THC die Führung
wieder auf drei Tore aus. Emma Ekenman Fernis legte nach, so stand es
nach 45 Minuten 24:19. Jetzt begann die Phase, in der der THC schon
mehrfach in dieser Saison die Führung einbüßte. Stabile
Abwehrarbeit und der Treffer von Josefine Huber brachten den THC mit
sechs Toren nach vorn. Trotz der 26:20-Führung zog es Herbert Müller
vor, seine Mannschaft auf die Crunchtime einzuschwören, sicher ist
sicher. Die Buxtehuder Abwehr machte es den Thüringerinnen schwer,
die Führung deutlicher zu gestalten, so brauchte es mehrere
Versuche, ehe Marketa Jerabkova abschloss und Nina Neidhart danach
den Tempogegenstoß erfolgreich zum 28:20 einnetzte. Mit acht Toren
Vorsprung ging es für den THC in die Schlussphase. Marketa Jerabkova
musste für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen, Johanna Heldmann
sah das leere Tor der Gastgeberinnen und verkürzte. Zudem scheiterte
Ina Großmann von der linken Außenposition, Meret Ossenkopp
verkürzte zum 28:23, die Antwort des Tabellensechsten kam prompt.
Den Abschlussschwächen der Gäste war es zu verdanken, dass der
Buxtehuder SV nicht mehr aufholen konnte. Einen parierten Strafwurf
durch Solveig Dmoch fing Marketa Jerabkova selbst ab und netzte zum
31:24 ein, das Spiel war somit in der 59.Minute vorzeitig
entschieden. Schade, dass es Marie Skurtveit Davidsen nicht vergönnt
war, den Wurf zwei Sekunden
vor dem Abpfiff im Gästetor
unterzubringen, verdient hätte sie es allemal.
Halbzeit: 17:13.
Schiedsrichter: Christian
Hannes, David Hannes.
Zuschauer: keine (Salza-Halle).
Siebenmeter: THC 5/6, BSV 3/3.
Zeitstrafen: THC 3, BSV 3.
Thüringer HC: Kuske, Davidsen,
Blazek – Ekenman-Fernis 2, Iskit 6, Großmann, Rühl 3, Kündig 1,
Jakubisova 2, Huhnstock 1, Neidhart 3, Jerabkova 12/5, Huber 1.
Buxtehuder SV: Dmoch, Filter –
Süchting 3, Heldmann 2, Lakenmacher, Antl 2, Dölle 3, Ossenkopp 2,
Prior 3, von Prittwitz 3, Müller-Korn 6/3.
thueringer-hc
13.Mrz.21 / Bernd Hohnstein - Foto: Cristian Heilwagen (Archiv)