ESSC startet in Sachsenliga durch
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 18. Juli 2019
WASSERBALL: Erfurter
SSC
Erfurt. (18.Jul.19/ Schlag) Nach vielen Überlegungen und Diskussionen der
Erfurter Wasserballer endlich wieder den großen Schritt aus der
heimischen Thüringen-Liga in Richtung 2.Bundesliga zu wagen,
entschieden sich die Männer des Erfurter SSC in der Saison 2018/19
zu einem Gaststart in der Oberliga Sachsen. Neue Gesichter,
Schiedsrichter, Schwimmhallen, dazu längere Anreisen und neue
Impulse für die Entwicklung der jungen Spieler: All das erwarteten
die Vereinsverantwortlichen und die Spieler der Männermannschaft von
der neuen Doppelbelastung neben der heimischen Thüringenliga. Die
Regeln waren etwas "knackiger"
als gewohnt, die Pausenzeiten waren verkürzt, Auszeiten um die
Hälfte reduziert und ein Spieltag beinhaltete stets zwei Spiele über
die volle Distanz. Anfang Dezember 2018 ging es in Dresden zum ersten
Spieltag gleich gegen den Titelverteidiger aus Görlitz und TuR
Dresden II. In beiden Spielen gelang es dem Team mit einem furiosen
Anfangstempo die Führung zur Halbzeit zu sichern, allerdings ging
der Mannschaft von Trainer Jörg König in der zweiten Hälfte der
Partien die Luft aus. Die taktische Umstellung der Gegner auf
aggressivere Manndeckung führte zu individuellen Fehlern, mangelnder
Torgefahr und dem einen oder anderen vermeidbaren Ballverlust. Beide
Spiele mussten letztendlich knapp abgegeben werden. Dennoch
brillierte der jüngste Spieler der Liga Alexander Rajewski mit einem
Tor für Erfurt. Am zweiten Spieltag gelang dann der erste Sieg gegen
den MSV Bautzen. Gegen USV Dresden sah es bis zu den letzten
Spielsekunden nach einem weiteren Erfolg aus. Fünf Sekunden vor
Abpfiff glich das Dresdener Team aber zum 10:10 aus, sodass man sich
letztendlich mit einem Punkt zufrieden geben musste. Zum letzten
Spieltag der Hinrunde musste der ESSC zunächst drei Stunden nach
Görlitz anreisen. Im Spiel gegen HSG Leipzig II vergaben die
Erfurter abermals die Führung in den Schlusssekunden. Das zweite
Spiel des Tages gegen die SG Auerbach/ Netzschkau wurde zudem knapp
verloren. Fazit nach der Hinrunde: Das Niveau der Sachsenliga ist
höher und die Kontrahenten waren insgesamt robuster und spielten
körperbetonter und teilweise einfach cleverer als der ESSC. Die
Schnelligkeit war zwar ein Erfurter Trumpf, allerdings wurden auch
die taktischen Defizite ziemlich schnell offen gelegt. Dieses Manko
abzubauen, daran wurde im Frühjahr verstärkt gearbeitet. Am vierten
Spieltag gab es trotz guter Vorbereitung einen Dämpfer im Rückspiel
gegen den späteren Meister der Sachsenliga Lok Görlitz (8:13).
Jedoch konnte das zweite Spiel des Tages gegen USV Dresden deutlich
zu Erfurter Gunsten entschieden werden. Highlight der Rückrunde war
der Spieltag im Mai zu Hause in Erfurt. Hier konnten die Erfurter
Männer vor heimischem Publikum auf Großfeld überzeugen. Mit
schnellen Torerfolgen gegen den MSV Bautzen (Endstand 12:6) und TuR
Dresden II (13:9) konnte die Führung über die gesamte Spielzeit
beibehalten und ausgebaut werden. Daheim brillierten vor allem Center
Christian Kattenberg, dazu Youngster Alexander Rajewski und
Center-Verteidiger Robin Kampes. Am letzten Spieltag im Freibad
Bautzen konnten die Erfurter Herren bei strahlenden Sonnenschein,
neben einen spürbaren Sonnenbrand vor allem mit einem 12:9-Sieg
gegen Leipzig und einem vermeidbaren 10:10-Unentschieden gegen die SG
Auerbach/ Netzschkau einen durchaus zufriedenstellenden
Saisonabschluss einfahren. Damit wurde der vierte Platz erreicht,
punktgleich zur Drittplatzierten SG Auerbach/ Netzschkau. Ein 10:9 im
letzten Spiel hätte dabei sogar den Vizemeistertitel gebracht. So
konnten sich Trainer und Spieler aber dennoch über den gelungenen
Einstand und die beste Defensivleistung aller Teams freuen. In der
Rückrunde hatte der ESSC nur ein Spiel (gegen den Landesmeister
Görlitz) verloren und bis auf besagtes Unentschieden alle Spiele
gewonnen. Parallel zur Sachsenliga wurde "nebenbei"
auch der Landesmeistertitel der Thüringenliga verteidigt. Trotz
holprigen Saisonstarts gegen die sächsischen Teams konnte eine
enorme konditionelle und vor allem auch spielerische Entwicklung
nachgewiesen werden. Alle Spieler auf den verschiedenen Positionen
wurden an Erfahrung und Spielstärke reicher. Kapitän Lucas Hauser
konnte sich mit 27 Saisontoren auf Rang acht der Torschützenliste
positionieren. In der Thüringer Landesliga konnte sich zudem Alex
Rajewski mit dreißig Toren an die Spitze dieser Wertung setzen. In
der nächsten Saison will der ESSC die aktuelle Form noch weiter
ausbauen, weitere Jungendspieler integrieren und versuchen, in beiden
Ligen ganz vorn mitzumischen, um danach den Schritt in die zweite
Liga Ost zu wagen.
erfurter-ssc
18.Jul.19 / Schlag - Foto: Verein
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