Dem Wahnsinn einen Namen geben
Geschrieben von
y4u am
Freitag, 07. März 2014
HANDBALL CHAMPIONS LEAGUE: Thüringer
HC – Vardar Skopje
Erfurt. (06.Mrz.14/ Stephanie
Lapp) Zwei Optionen hat der Thüringer HC in den verbleibenden
Partien der Champions League Hauptrunde. Als aktueller Spitzenreiter
der Gruppe A benötigen die Thüringerinnen noch zwei Punkte für den
Einzug ins Final Four der besten vier europäischen Teams der
Handballdamen. Und dieser könnte schon am Samstag um 15 Uhr im Spiel
gegen dem mazedonischen Meister WHC Vardar Skopje perfekt gemacht
werden. Das mazedonische Starensemble steht nach der Niederlage am
Wochenende gegen Midtjylland mächtig unter Druck. Der Thüringer HC
könnte mit einem Sieg den größten Erfolg im Deutschen Frauen
Handball schaffen. Die Mannschaft kam letzte Nacht erst vier Uhr
morgens vom Auswärtsspiel aus Buxtehude zurück. Das gesamte Team
ist angeschlagen und „kriecht auf dem Zahnfleisch“. Größtes
Sorgenkind ist Alexandrina Barbosa, die nach einem Zusammenstoß im
Bundesligaspiel stark humpelt. Unsere Stärke ist das Team, betonte
Trainer Herbert Müller immer wieder. Auch der Rückhalt für die
Mannschaft steht und setzt alle Hebel in Bewegung um die Sensation zu
schaffen. Der Freund von Martine Smeets, ein bekannter
Physiotherapeut aus Holland, hat sich heute Nacht noch ins Auto
gesetzt und wird ab heute 24 Stunden im Einsatz sein. Hauptaufgabe
wird es sein, Alexandrina Barbosa fit zu bekommen. Bei Vardar spielen
19 Topstars von denen jede Einzelne ein Spiel entscheiden kann. Doch
manchmal werden Schwächen im Zusammenspiel sichtbar. Das sieht
Trainer Herbert Müller als große Chance für seine Mannschaft, da
der Zusammenhalt in seinem Team der große Pluspunkt ist. Skopje muss
am Wochenende unbedingt gewinnen, ansonsten sind sie auf
Schützenhilfe des Thüringer Handball Clubs im letzten
Hauptrundenspiel angewiesen. Die Devise für Samstag ist: „Wenn man
50 Minuten mithalten kann, ist alles möglich.“ Das große
Kämpferherz der THC-Frauen konnte schon in so vielen Spielen
bewundert werden und jede einzelne Spielerin will diesen Traum vom
Final Four wahr machen. Herbert Müllers Kommentar zur
Pressekonferenz am heutigen Donnerstag trifft die Situation für
Samstag am besten: „Dem Wahnsinn einen Namen geben und dieser
lautet Budapest.“ Schiedsrichter der Partie sind die beiden
lettischen Unparteiischen Zigmars Stolarovs und Renars Licis. Als
offizieller EHF-Delegierter kommt Josip Posavec aus Kroatien nach
Nordhausen. Für das Spiel sind alle Sitzplätze ausverkauft, aber
eine Restmenge von ca. 200 Stehplätzen steht noch zur Verfügung.
06.Mrz.14 / Stephanie Lapp
Dem Wahnsinn einen Namen geben
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