Chancenlos
Geschrieben von
y4u am
Samstag, 03. Februar 2018
HANDBALL CHAMPIONS
LEAGUE: Buducnost Podgorica – Thüringer HC
29:21
Podgorica. (03.Feb.18/ Romann Knabe) Mit einer 21:29-Niederlage kommt der
Thüringer HC vom Auswärtsspiel aus Podgorica zurück. Der
montenegrinische Meister zeigte sich heute in allen Belangen
überlegen und hatte mit Darly Zogby de Paula eine super haltende
Torhüterin. Die meisten Treffer beim Sieger erzielte Djurdjina
Malovic (7), für den THC traf Iveta Luzumova acht Mal. Auch wenn der
THC seinen ersten Angriff sehr konzentriert ausspielte und Iveta
Luzumova mit schönem Fernwurf das 1:0 markieren konnte, gehörte die
Startphase den Gastgeberinnen. Djurdjina Malovic und Matea Pletikosic
hatten schnell Ausgleich und eigene Führung erzielt. Beim THC
klemmte es im Angriff und die wenigen Wurfchancen wurden vergeben.
Man spürte, dass mit Kerstin Wohlbold, die erkrankt die Reise nicht
antreten konnte, der eigentliche Lenker an allen Ecken und Enden zu
fehlen schien. Nach zehn Minuten hatte Buducnost eine 6:3-Führung
erzielt, auch die erste Ansprache Herbert Müllers, in der er vor
allem die fehlende Aggressivität in der Abwehr beklagte, brachte
noch keine wirkliche Wende im Spiel der Thüringerinnen. Nach
fünfzehn Minuten hatten zwei Treffer von Luzumova und Saskia Lang
die Gäste wieder etwas näher heran gebracht, aber Buducnost führte
da bereits komfortabel mit 10:5. Die routinierten Djurdjina Jaukovics
und Milena Raicevic führten ihre jungen Nebenleute gut, die
Wurfabschlüsse von Podgorica waren fast fehlerfrei, einzig Dinah
Eckerle konnte zwei Strafwürfe entschärfen, auf der Gegenseite
scheiterte aber auch Iveta Luzumova mit technischem Fehler und einer
starken Abwehr von Darly Zogby de Paula von der Strafwurfmarke. Die
Abwehr des THC erlangte jetzt aber besseren Zugriff auf die
gegnerischen Angreiferinnen und nach zwanzig Minuten hatte man auf 8:12
verkürzen können. Auch durch eine stark haltende Jana Krause im Tor
kamen die Gäste weiter heran. Den fehlenden Druck aus dem Rückraum
konnte Anika Niederwieser mit ihrem schönem Fernwurftreffer zum 9:12
aber kurz vergessen lassen. Treffer der Gäste fielen weiterhin fast
nur vom Kreis, wo aber jetzt zweimal Meike Schmelzer freigespielt
werden konnte. Der Thüringer HC hatte jetzt besser ins Spiel
gefunden und konnte mit der Spielentwicklung bis zum 12:15
Halbzeitstand vorerst zufrieden sein. Buducnost erzielte die ersten
zwei Nachpausentreffer und der Rückstand war wieder angewachsen
(17:12/34.). Anika Niederwieser machte jetzt mehr Druck im
THC-Angriff und konnte nur durch Foulspiel gebremst werden. Doch auch
dieses Mal blieb Zogby de Paula Sieger im Strafwurfduell. Die
schnellen Ballpassagen der Gastgeberinnen machten der THC-Abwehr
immer wieder zu schaffen, dreimal erwies sich jetzt Jana Krause als
Turm in der Schlacht, gegen die Würfe der starken Djurdjina
Malovic, war sie dann doch machtlos und nach vierzig Spielminuten führte
Podgorica wieder mit 20:14. Und es sollte schlimmer kommen, de Zogby
im Buducnost-Gehäuse hielt fast alles, was auf ihr Tor kam. Saskia
Lang scheiterte frei von Linksaußen, Gordana Mitrovic mit Strafwurf.
Zwölf Minuten war den Gästen kein Treffer mehr gelungen, es war
fast zwangsläufig, dass die Differenz nach dem verwandelten
Strafwurf durch Milena Raicevic (24:14/47.) erstmalig zweistellig
wurde. Herbert Müller nahm die Auszeit, stellte das Signal auf
sieben gegen sechs, was gleich Erfolg brachte. Iveta Luzumova hatte
Platz und traf. Im nächsten Angriff wurde Lydia Jakubisova super
freigespielt, ihren Heber konnte die heute überragende de Paula
fangen, was ihr zum wiederholten Mal Extra-Applaus von den Rängen
brachte. Die Entscheidung im Spiel war längst gefallen, dem THC
konnte es nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Aber Podgorica ließ
in den Angriffsbemühungen nicht nach und hielt den Abstand
zweistellig. Dann gab es doch noch ein versöhnliches Ende, Herbert
Müller hatte einen Kempa angesagt, er gelang und Iveta Luzumova
hatte mit ihrem Treffer nach Pass von Lydia Jakubisova den 21:29-Endstand erzielt.
Halbzeit: 15:12.
Schiedsrichter: Marek Baranowski, Bogdan Lemanowicz (POL).
Zuschauer: 1750
(Sportski centar Morača).
Siebenmeter: Podgorica 3/5, THC 4/8.
Zeitstrafen: Podgorica 1, THC 3.
Thüringer HC: Krause, Eckerle – Scheffknecht, Lang 2, Schmelzer 3, Niederwieser
4, Aguilar Diaz 1, Luzumova 8/4, Mitrovic, Jakubisova 2, Huber,
Batista da Silva 1.
Buducnost: de
Paula, Babovic, Batinovic – Ujkic 1, Jaukovic 5, Pletikosic 3,
Laslo, Malovic 7, Premovic, Brnovic 2, Bulatovic, Pavicevic,
Vukcevic, Raicevic 6/3, Grbic 5.
thueringer-hc
03.Feb.18 / Romann Knabe - Foto: Thüringer HC (Archiv)